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Kanada, Australien und Grossbritannien erkennen Staat Palästina an

Keystone-SDA
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Kanada,

Kanada, Australien und Grossbritannien erkennen Palästina als erste grosse Wirtschaftsnationen als Staat an.

Proteste in Basel
In Basel wurde während des ESC für Palästina demonstriert. (Archivbild) - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Kanada erkennt Palästina als Staat an.
  • Auch Grossbritannien zieht mit, wie Keir Starmer auf X schreibt.

Kanada hat als erste der grossen westlichen Wirtschaftsnationen die Anerkennung eines palästinensischen Staates beschlossen. Das gab Premierminister Mark Carney bekannt.

Kanada verfolge im Nahost-Konflikt weiter die Zweistaatenlösung, erklärte Carney. Die israelische Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu arbeite systematisch daran, die Entstehung eines palästinensischen Staates zu verhindern.

Deswegen erkenne Kanada nun als Teil einer internationalen Initiative einen palästinensischen Staat an, um die Perspektive einer Zweistaatenlösung zu erhalten, erklärte Carney weiter.

Auch Grosbritannien erkennt Palästina an

Auch Grossbritannien hat Palästina als Staat anerkannt. Das gab Premierminister Keir Starmer auf X bekannt.

Der Zeitpunkt – kurz vor Beginn der UN-Generaldebatte in der kommenden Woche in New York – ist brisant. Dort wollen weitere G7-Staaten wie Frankreich andere westliche Nationen wie Belgien, Australien und Neuseeland nachziehen.

Die USA sind Israels engster Verbündeter und lehnen – wie Deutschland – die Anerkennung eines palästinensischen Staates zu diesem Zeitpunkt ab.

Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul bekräftigte zuletzt die Position der Bundesregierung, «dass ein Palästinenser-Staat jetzt nicht anzuerkennen ist, aber dass eine Zweistaatenlösung möglich sein muss».

Mit der sogenannten Zweistaatenlösung ist die Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates gemeint, der friedlich Seite an Seite mit israel existieren soll. Sie gilt als das international anerkannte Ziel für eine Lösung des nahost-Konflikts.

Israels Regierung lehnt Zweistaatenlösung ab

Deutschland setzt daher weiterhin auf eine Verhandlungslösung. Doch alle Versuche einer friedlichen Einigung beider Seiten waren bisher gescheitert, die letzten Gespräche gab es 2014.

Der rechtskonservative israelische Ministerpräsident Netanjahu hatte die Idee eines entmilitarisierten palästinensischen Staates einst ebenfalls unterstützt, rückte dann jedoch davon ab. Seine gegenwärtige Regierung lehnt eine Zweistaatenlösung strikt ab.

Sie steht auf dem Standpunkt, ein palästinensischer Staat gefährde Israels Existenz und wäre eine «Belohnung» für die islamistische Terrororganisation Hamas nach dem beispiellosen Massaker in israel am 7. Oktober 2023.

Staat ohne Land

Netanjahus Regierung treibt gleichzeitig den Siedlungsausbau im Westjordanland und in Ost-Jerusalem stetig voran.

In den Gebieten leben mehr als 700'000 Siedler neben rund drei Millionen Palästinensern. Die Palästinenser beanspruchen sie ebenso wie den Gazastreifen für ihren eigenen Staat.

Durch Israels fortschreitende Besiedlung bliebe davon jedoch schon heute nur ein «Flickenteppich» übrig. Insofern kommt der Vorstoss Grossbritanniens und anderer einflussreicher Länder de facto einer eher symbolischen Anerkennung eines Staates ohne Land gleich.

Kommentare

User #2231 (nicht angemeldet)

Jetzt kommt sicher der heillos überforderte Beat Jans mit dem gleichen Vorschlag.

User #1396 (nicht angemeldet)

Tja Microni das Volk setzt dich unter Druck endlich zu handeln wie es aussieht das Eis unter den Füssen ist zu dünn geworden

Weiterlesen

a
13 Interaktionen
«Beunruhigend»
a
«War lange zerrissen»

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