Iran-Ticker: Irans Armee weist Trumps «arrogante Rhetorik» zurück
Der Krieg zwischen dem Iran und den USA, Israel sowie den Golfstaaten dauert an. Wie und wann Donald Trump den Krieg zu beenden gedenkt, ist unklar.

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran an.
- Teheran hält derweil die Strasse von Hormus geschlossen, die Ölpreise steigen.
- Trump hat dem Regime ein neues Ultimatum gegeben – eine Einigung scheint in weiter Ferne.
- Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.
Die USA und Israel greifen weiter Ziele im Iran an. Das Land reagiert mit Gegenschlägen, auch auf die Golfstaaten und der Sperrung der Strasse von Hormus. Das führt zu höheren Ölpreisen und grosser Unsicherheit.
Am Sonntag hatte Donald Trump der iranischen Führung erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis um 2 Uhr am Mittwochmorgen (Schweizer Zeit) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Strasse von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer.
Bei einer Presserkonferenz am Montag (Ortszeit) doppelte der US-Präsident ausserdem nach und drohte: «Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein.» Trump drohte mit der massiven Zerstörung von Kraftwerken und Brücken. Israels Armee wies die «arrogante Rhetorik» von Trump in einer ersten Reaktion zurück.
Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung im Nahen Osten:
Pentagon sagt kurzfristig Pressekonferenz ab
03.25: Das Pentagon hat kurzfristig eine für Dienstag anberaumte Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine abgesagt.

Aus einer Mitteilung an Pressevertreter ging nicht hervor, warum die Einladung für die um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) angekündigte Veranstaltung zurückgezogen wurde.
UN-Chef warnt vor Angriffen auf Irans zivile Infrastruktur
02.12: UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und Israel aufgefordert, Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche Angriffe würden gegen internationales Recht verstossen, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York.
«Selbst, wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten», wenn «übermässige» Schäden für Zivilisten zu erwarten seien. Es sei «höchste Zeit, dass die Parteien diesen Konflikt beenden», sagte Guterres laut dem Sprecher.
Irans Armee weist Trumps «arrogante Rhetorik» zurück
02.01: Irans Militärführung hat die Warnungen von Trump vor einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke des Landes als «arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen» abgetan.
Trump sei «wahnhaft», sagte der Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfaqari, laut Staatsmedien. Die «rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten» würden die Angriffe gegen die «amerikanischen und zionistischen Feinde» nicht stoppen, wurde der Militärsprecher zitiert.

Trump droht mit Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke
Trump hatte dem Iran kurz zuvor mit einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seines jüngsten Ultimatums gedroht. Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine «völlige Zerstörung» herbeiführen, sagte der Präsident im Weissen Haus.
Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Strasse von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab.
Kampfjet-Rettungsmission: Mehr als 150 Flugzeuge beteiligt
00.23: An der Rettung des Waffenoffiziers eines abgeschossenen US-Kampfjets im Iran waren nach Angaben von Präsident Donald Trump mehr als 150 Flugzeuge beteiligt. Ein grosser Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagte der Republikaner im Weissen Haus.

Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.
Trump droht Journalisten mit Haft wegen Infos zu Piloten-Rettung
22.56: Trump forderte bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus von einem Medium den Namen eines angeblichen Informanten zur Rettung der Kampfjet-Besatzung im Iran und droht mit Gefängnis. Er kündigte an, man werde zu einem Medienunternehmen gehen, das die Infos veröffentlicht habe.

Um welches Medium es geht, sagte er nicht. Er ergänzte, man werde unter Verweis auf die nationale Sicherheit die Herausgabe des Namens bei Androhung von Gefängnis verlangen.
















