Iran beschiesst Israel mit Streumunition

Seit Samstagmorgen greifen Israel und die USA den Iran an. Dieser reagiert mit weitreichenden Gegenschlägen auch gegen andere Golfstaaten.

Iran-Krieg
Der Iran-Krieg hält weiter an. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Israel und die USA greifen seit Samstagmorgen Ziele im Iran an.
  • Dabei wurden Ajatollah Ali Chamenei und Teile der Führungsriege getötet.
  • Der Iran schiesst Raketen und Drohnen gegen Israel und Golfstaaten mit US-Stützpunkten.

Seit Samstagmorgen greifen Israel mit Unterstützung der USA den Iran an. Dabei wurden der Herrscher Ajatollah Ali Chamenei sowie mehrere weitere Mitglieder der Führungsriege getötet. Im Visier der Angriffe standen zudem Anlagen des Raketen- und des Atomprogramms.

Glaubst du, dass sich die Lage im Nahen Osten bald wieder beruhigen wird?

Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Israel und zahlreiche Golfstaaten – sowohl auf US-Militärbasen als auch auf zivile Objekte. Auch die Touristendestination Dubai wurde Ziel von Angriffen. Rund 5000 Schweizer sitzen in der Golfregion fest.

Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

Trump: Grossteil der iranischen Raketen ist zerstört

00.23: Die Luftabwehr und die Raketen des Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in grossen Teilen zerstört. «Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg», sagte Trump in Washington.

Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. «Sobald sie eine Rakete abschiessen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen.»

US-Abgeordnete setzen Trumps Iran-Krieg keine Grenzen

00.22: US-Kongressabgeordnete haben dem militärischen Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Iran keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, kam nicht auf genug Stimmen. Vier Demokraten stimmten mit der Mehrheit der Republikaner dagegen.

Israels Armee beginnt Angriff auf Ziele in Beiruts Vororten

23.32: Nach einem Fluchtaufruf für einen Grossteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Militär am Abend dort Angriffe begonnen. Die Armee habe «Hisbollah-Infrastruktur» ins Visier genommen, teilte das israelische Militär mit. Einwohner berichteten von lauten Explosionen und aufsteigendem schwarzem Rauch nach einem Angriff in dem Viertel Haret Hreik.

Bericht: Mädchenschule im Iran während US-Angriffen getroffen

23.02: Die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag ist einem US-Bericht zufolge während US-Angriffen auf eine nahegelegene Militäranlage erfolgt. Eine Auswertung der «New York Times» von Satellitenbildern, verifizierten Videos und Beiträgen in den sozialen Medien habe ergeben, dass das Schulgebäude durch einen präzisen Schlag schwer beschädigt worden sei, der zeitgleich mit Angriffen auf einen angrenzenden Marinestützpunkt stattgefunden habe. Dieser werde von Irans Revolutionsgarden betrieben.

iran
Bei US-Angriffen auf den Iran wurde auch eine Mädchenschule getroffen. mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren wurden getötet. - keystone

Offizielle Erklärungen, wonach US-Streitkräfte Marineziele nahe der Strasse von Hormus angegriffen haben, wo sich der Stützpunkt befindet, «legen nahe, dass sie den Angriff höchstwahrscheinlich ausgeführt haben», heisst es in der Analyse. Die «New York Times» legt sich in ihrem Bericht jedoch nicht fest, dass der Angriff tatsächlich von US-Streitkräften ausgeführt wurde. Die Regierung habe den Angriff weder dementiert noch bestätigt, hiess es weiter.

Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Das UN-Menschenrechtsbüro hatte am Dienstag eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln.

Iran beschiesst Israel mit Streumunition

22.30: Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtete der staatliche iranische Rundfunk.

«Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv», betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.

streumunition
Der Iran setzt in Israel Raketen mit Streumunition ein. (Symbolbild) - keystone

Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist. Israels Armee hatte dem Iran bereits zuvor vorgeworfen, Streubomben auf Israel abgeschossen zu haben.

In der Küstenmetropole Tel Aviv waren laute Explosionsgeräusche zu hören. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Berichten zufolge gab es Schäden durch den Einschlag von Raketenteilen. Laut der israelischen Armee war die Raketenabwehr im Einsatz, um die Geschosse abzufangen.

Irans Führungstrio erhält mehr Macht

22.18: Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts ist dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt worden. Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtete das iranische Onlineportal Didban. Der Rat, dem Präsident, Justizchef und ein Geistlicher angehören, sollen ausserdem Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen können.

Französischer Rückholflug kehrt wegen Raketenbeschuss um

22.13: Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air France-Flug hat wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren müssen. «Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen», sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen.

Italien schliesst Botschaft in Teheran

21.57: Italien hat wegen des Iran-Kriegs seine Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend geschlossen. Aussenminister Antonio Tajani begründete dies am Abend in Rom mit Sicherheitsgründen. Das Personal sei bereits ins Nachbarland Aserbaidschan in die dortige Hauptstadt Baku verlegt worden

Israels Militärchef kündigt nächste Phase im Iran-Krieg an

21.40: Israel geht bei seinen Angriffen im Iran Armeeangaben zufolge in eine nächste Phase über. «In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen», sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir Militärangaben zufolge.

Ejal Zamir
Der israelische Militärchef Ejal Zamir. (Archivbild) - keystone

Seit Samstagmorgen habe Israels Luftwaffe in der nun abgeschlossenen «Überraschungsangriffsphase» rund 2500 Angriffe im Iran ausgeführt, die Lufthoheit erlangt und mehr als 60 Prozent der Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört.

Laut der israelischen Armee sollen Hunderte dieser Vorrichtungen getroffen worden sein. Dies rette in Israel Leben, erklärte Zamir weiter. Die Gefahr sei aber noch nicht gebannt, warnte der israelische Militärchef zugleich. «Jede Rakete ist tödlich und stellt eine Gefahr dar.»

Nato erhöht Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr

20.28: Die Nato erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Das teilte ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons mit.

Macron will Libanon vor Eskalation schützen

20.10: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will verhindern, dass der Libanon noch weiter in den Iran-Krieg hereingezogen wird. Er habe mit den Verantwortlichen im Libanon auf höchster Ebene Gespräche geführt, um einen Plan zur Beendigung der Angriffe auszuarbeiten, die die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel derzeit auf beiden Seiten der Grenze ausführten, teilte Macron auf der Plattform X mit.

Iran meldet Angriff auf US-Flugzeugträger

19.30: Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger attackiert. Der Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» sei von Kampfdrohnen der Marine der Revolutionsgarden getroffen worden, berichtete der staatliche iranische Rundfunk.

abraham lincoln
Der US-Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» liegt einige Hundert Meilen vor der Küste des Irans. - keystone

Nachdem sich das Schiff nur wenige Hundert Kilometer der iranischen Küste genähert habe, sei es attackiert worden, hiess es in dem Bericht unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Dafür gab es von US-Seite zunächst keine Bestätigung.

Israels UN-Botschafter: Zu früh für Diplomatie

19.20: Israel ist derzeit nicht bereit für Verhandlungen über ein Ende des Konflikts mit dem Iran. Für Diplomatie sei es noch zu früh, sagte der israelische UN-Botschafter Danny Danon in New York.

danny danon
Danny Danon ist der israelische Botschafter bei den UN. - keystone

«Wir müssen den Job zu Ende bringen. Wir müssen die Terrormaschine zerschlagen.» Das werde «Tage oder Wochen» dauern, aber nicht Monate, so der Diplomat. Wenn die Führung im Iran «weitermacht», sei es nur eine Frage der Zeit, bis man wieder an den gleichen Punkt käme.

Bahrain: Iranischer Angriff trifft Öl-Anlage

19.14: Der Iran hat nach Angaben des Innenministeriums von Bahrain eine Öl-Anlage in dem Golfstaat angegriffen und dort einen Brand ausgelöst. Die Anlage in Maameer südlich der Hauptstadt Manama sei Ziel von «iranischer Aggression» geworden, teilte das Innenministerium mit.

Opfer habe es nicht gegeben, das Feuer sei unter Kontrolle. Im Internet kursierten Videos, die den Angriff zeigen sollen. Darin ist zu sehen, wie ein Geschoss an der Anlage einschlägt und eine Explosion auslöst.

Finnland will Regeln zu Umgang mit Atomwaffen lockern

19.02: Finnland will seine Beschränkungen im Umgang mit Atomwaffen lockern. Dazu wolle die Regierung in der kommenden Woche einen Gesetzentwurf vorlegen, berichtete der finnische Rundfunk.

In dem nordischen Land herrscht derzeit ein Verbot der Herstellung, Lagerung, Einfuhr und des Transports von Atomwaffen zu Land, See und in der Luft. «Ein solches totales Verbot ist ziemlich ungewöhnlich unter den Mitgliedsstaaten der Nato», sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen demnach. Finnland war dem Verteidigungsbündnis im April 2023 als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine beigetreten.

Iran: Mehr als 500 Raketen und Marschflugkörper abgefeuert

18:40: Der Iran hat seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert.

Weiterhin seien mindestens 2000 Kampfdrohnen verschiedener Typen von iranischem Boden gestartet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen «informierte militärische Quelle» . Die Agentur steht den mächtigen Revolutionsgarden nahe, Irans Elitestreitmacht.

Israel Iron Dome
Israel fängt über Jerusalem eine iranische Rakete ab am 4. März. - keystone

Etwa 40 Prozent der Angriffe erfolgten dem Bericht zufolge gegen Ziele in Israel. Am Samstag hatte der jüdische Staat gemeinsam mit den USA den Krieg gegen den Iran begonnen.

Die restlichen rund 60 Prozent der iranischen Attacken richteten sich gegen «amerikanische Ziele» . Neben Israel attackieren Irans Streitkräfte auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak sowie Saudi-Arabien, wo die USA Stützpunkte unterhalten.

Iranische Medien melden Explosionen in Teheran

18:16: Die iranische Hauptstadt Teheran wird den sechsten Tag in Folge von Raketenangriffen erschüttert. Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Isna meldete mehrere Explosionen im Osten der Millionenmetropole. Auch das Onlineportal Etemad meldete Raketeneinschläge.

Die israelischen Streitkräfte kündigten unterdessen einen Angriff in einem Industriegebiet etwa 20 Kilometer südöstlich der Hauptstadt an. In einem persischsprachigen Post riefen sie die Bürger auf X dazu auf, das Gebiet zu verlassen.

90 Prozent weniger Verkehr in Strasse von Hormus

18:06: Im Zuge des Iran-Kriegs ist der Schiffsverkehr durch die für den Welthandel wichtige Strasse von Hormus nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern um etwa 90 Prozent zurückgegangen.

Krieg in Nahost Hormus
Die Meerenge von Hormus steht im Krieg in Nahost im Zentrum. - keystone

Solange es die militärischen Fähigkeiten des Irans zuliessen, werde er weiter versuchen, den Schiffsverkehr durch die Meerenge zu stören, schreibt das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in seiner neuesten Lage-Analyse. Das Vorgehen in der Strasse von Hormus sei Teil der iranischen Strategie, auch den Golfstaaten Kosten für den Krieg aufzuerlegen.

Der Seeweg ist eine Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Sie ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, zu den Anrainern zählen neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Irans Streitkräfte greifen US-Militärbasis im Irak an

16:53: Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben nach Ziele im Irak angegriffen. In Erbil, Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, sei bei einem Drohnenangriff ein US-Stützpunkt attackiert worden.

Das berichtete der staatliche iranische Rundfunk. Dabei seien «erhebliche Schäden» verursacht worden, hiess es in dem Bericht. Dafür gab es keine Bestätigung von US-amerikanischer oder unabhängiger Seite.

Iran-Krieg legt zentrales WHO-Lager in Dubai lahm

16:50: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den Zugang zu einem ihrer grössten Logistikzentren und Materiallager für weltweite Noteinsätze in Dubai verloren.

WHO
Hanan Balkhy ist die WHO-Direktorin für die Region. - keystone

Dort seien alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden, sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy auf einer Pressekonferenz. Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Euro) sei dort nun blockiert. Nachschub im Wert von acht Millionen Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht erreichen.

In dem Lager liegen Medikamente und medizinisches Material für Noteinsätze und zur Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme in aller Welt.

Schah-Sohn attackiert mögliche Chamenei-Nachfolger

16:43: Der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi bezeichnet die Wahl eines neuen obersten Religionsführers als aussichtslos. Auf der Plattform X schrieb er, dass jeder Kandidat ohne Legitimität dastehen und «als Komplize der blutigen Vergangenheit dieses Regimes» gelten wird.

Reza Palavi
Reza Pahlavi ist der älteste Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Er befürwortet die Angriffe Trumps auf den Iran. - keystone

Pahlavi nannte ausdrücklich Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, sowie Hassan Chomeini, Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini. Beide gehören zum Kreis möglicher Nachfolger.

Der 65-Jährige brachte sich nach der Tötung des Staatsoberhaupts und Religionsführers erneut als Übergangsführer ins Gespräch. Sein Vorschlag: ein Referendum über eine neue Verfassung, gefolgt von freien Wahlen unter internationaler Aufsicht. Danach soll die Übergangsregierung aufgelöst werden.

Grossbritannien schickt vier Kampfjets nach Katar

15.20: «Ich kann heute bekannt geben, dass wir vier zusätzliche Typhoon-Jets zu unserem Geschwader in Katar entsenden, um unsere Verteidigungsmassnahmen in Katar und in der gesamten Region zu verstärken», gab der britische Premierminister Keir Starmer an einer Pressekonferenz am Donnerstag bekannt.

Noch am Dienstag hatte Trump Starmer wegen dessen begrenzten Unterstützung ungünstig mit Winston Churchill verglichen.

EU und Golfstaaten vereinbaren gemeinsame Iran-Diplomatie

15.14: Die EU und mehrere einflussreiche Golfstaaten wollen gemeinsame diplomatische Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs unternehmen. Ziel sei es, eine dauerhafte Lösung herbeizuführen.

Das geht aus einer Erklärung der Aussenminister beider Seiten hervor. Diese solle letztlich dem iranischen Volk die Entscheidungsgewalt über seine Zukunft verschaffen und gleichzeitig den Bau einer iranischen Atombombe verhindern.

Zudem wird als Ziel ausgegeben, die Produktion und Verbreitung ballistischer Raketen, unbemannter Luftfahrzeuge und anderer sicherheitsbedrohender Technologien zu beenden und den Iran an weiteren destabilisierenden Aktivitäten in der Region und in Europa zu hindern.

Aserbaidschan mobilisiert Armee nach Drohnenangriff

14.41: Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des mutmasslich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt.

Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Baku.

Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit sein, sagte Aliyev demnach.

Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf

14.28: Die israelische Armee hat einen Grossteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die Armee richtete auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Bewohner.

Präsident
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat seine Streitkräfte mobilisiert. - keystone

Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.

Betroffen seien die Viertel Burdsch al-Baradschne, Hadath, Haret Hreik und Schijah. Bewohner sollten sich in entweder in Richtung Osten oder Norden in Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, hiess es.

Die Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete.

Unter den Bewohnern brach Panik aus, wie Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Viele versuchten panisch die Viertel zu verlassen. Die Strassen seien voller Autos. Einige schrien nach ihren Verwandten.

Frankreich erlaubt USA beschränkte Nutzung von Militärbasen

14.11: Frankreich erlaubt den USA zeitweise eine beschränkte Nutzung einiger seiner inländischen Militärbasen. US-Flugzeuge dürften dort unter Bedingungen präsent sein, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) vom französischen Generalstab.

So dürften sie nicht Teil der Operation sein, die die USA im Iran durchführt, sondern lediglich dazu eingesetzt werden, die Verteidigung der Partner in der Region zu unterstützen. Der Generalstab betonte explizit, dass es um Militärbasen in Frankreich gehe, nicht um Stützpunkte am Golf.

Italien: US-israelischer Angriff verstösst gegen Völkerrecht

14.09: Der italienische Verteidigungsminister Guide Crosetto hat den US-israelischen Angriff auf den Iran am Donnerstag scharf kritisiert.

Die Entscheidung, die Angriffe am vergangenen Wochenende zu starten, «lag natürlich ausserhalb der Regeln des Völkerrechts», so Crosetto.

Italien sei gezwungen, auf einen Konflikt zu reagieren, den die Vereinigten Staaten und Israel ohne Vorwarnung ihrer Verbündeten und Partner ausgelöst hätten.

Iran dementiert Angriff auf Aserbaidschan

13.52: Der iranische Generalstab weist Berichte über Drohnenangriffe auf Aserbaidschan zurück. In einer Erklärung hiess es, der Iran respektiere insbesondere die Souveränität der islamischen und benachbarten Länder.

Crosetto
Der italienische Verteidigungsminister Guide Crosetto hat die Angriffe im Nahen Osten scharf kritisiert. - keystone

Zugleich beschuldigte der Generalstab Israel, hinter den Drohnengriffen zu stecken, und die Beziehungen zwischen islamischen Ländern stören zu wollen.

Nach Drohnenangriff: Mehr Schutz für Zypern läuft an

13.49: Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri nahe Limassol wollen Grossbritannien und Zypern die Luftabwehr der Mittelmeerinsel verstärken.

Dies erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey nach einem Treffen mit seinem zyprischen Kollegen Vasilis Palmas, wie der zyprische Staatssender RIK berichtete.

In der Nacht zum Montag hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen. Ein Regierungssprecher in London bestätigte, dass ein Hangar getroffen wurde.

Dabei seien jedoch nur minimale Schäden entstanden. Es handelte sich demnach um eine Drohne vom Typ Schahed, die aber nicht vom Iran aus gestartet sei. Über die mutmassliche Herkunft der Drohne konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen.

Zwei weitere Drohnen wurden anschliessend abgefangen. Seitdem wird beim kleinsten Verdacht eines neuen Angriffs wieder Alarm in den britischen Stützpunkten geschlagen. Binnen kurzer Zeit wird wieder Entwarnung gegeben. Das versetze die Menschen auf Zypern in Angst, berichteten zyprische Medien.

Iranische Stiftung: Mehr als 1.200 Tote nach Angriffen auf Iran

13.39: Im Iran sollen bei den israelischen und US-Luftangriffen bereits mindestens 1.230 Menschen getötet worden sein.

Stützpunkt
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern wurde in der Nacht auf Montag von einer Drohne getroffen. - keystone

Das berichteten iranische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die staatliche Stiftung für Märtyrer und Veteranen. Nach Angaben des Staatssenders Iribnews sind unter den Todesopfern Zivilisten wie Militärangehörige.

Bei der Organisation handelt es sich um eine staatlich finanzierte Stiftung, die seit ihrer Gründung Familien von im Krieg getöteten Menschen sowie Kriegsversehrten finanzielle und institutionelle Unterstützung gewährt. Sie veröffentlicht in Kriegszeiten auch Daten über Opfer. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Neuer Raketenangriff Irans auf Israel – Sirenen in Tel Aviv

13.28: Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, die Raketenabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. In weiten Teilen Israels heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv.

Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten nach einem vorherigen Angriff auf Israel mitgeteilt, sie hätten vier fortschrittliche Raketen des Typs Chorramschahr 4 auf das Zentrum von Tel Aviv abgefeuert.

Der israelische TV-Sender N12 berichtete, ein israelisches Passagierflugzeug sei während des Angriffs im Landeanflug auf den Tel Aviver Flughafen gewesen. Die Maschine habe die Landung vorerst abgebrochen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Der Sender Kan berichtete, eine Rakete sei in einem Wohnort im Zentrum Israels zwischen Wohnhäusern eingeschlagen und habe dort einen tiefen Krater gerissen. Videoaufnahmen von vor Ort zeigten Trümmer und ein tiefes Loch in der Erde.

Israel: Hauptquartier und Stützpunkte angegriffen

13.21: Israelische Streitkräfte haben gemäss eigenen Angaben die zwölfte Angriffswelle in Teheran abgeschlossen.

Flugzeug
Ein Flugzeug am Tel Aviver Flughafen musste seine Landung offenbar aufgrund einer iranischer Rakete abbrechen. (Archivbild) - keystone

«Das Hauptquartier der Spezialeinheit des iranischen Terrorregimes im Stadtteil Albarez sowie Stützpunkte der Basij-Miliz und der inneren Sicherheit wurden angegriffen», schreibt das Militär.

Iran: EU-Länder werden «früher oder später den Preis dafür zahlen»

13.17: Länder der Europäischen Union werden «früher oder später den Preis dafür zahlen», sollten sie sich nicht zur Offensive der USA und Israel gegen den Iran äussern.

Das sagte ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums am Donnerstag gegenüber dem spanischen Sender «TVE».

Militär Israel
Das israelische Militär hat eine erneute Angriffswelle in Teheran gemäss eigenen Angaben abgeschlossen. - keystone

Vereinigten Arabischen Emirate berichtet über Raketen- und Drohnenabschuss

12.57: Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate hat heute nach eigenen Angaben sechs ballistische Raketen und 125 Drohnen abgewehrt.

Eine der insgesamt sieben georteten Raketen sei nicht abgeschossen worden. Drohnen habe man insgesamt 131 gesichtet. Seit Beginn der «unverhohlenen iranischen Aggression» seien drei Menschen ums Leben gekommen, 95 wurden verletzt.

Iran-Krieg könnte Wladimir Putin in die Hände spielen

12.24: Der Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs droht nach Einschätzung der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Hände zu spielen.

«Wenn der Ölpreis steigt, nützt das Russland bei der Finanzierung seines Krieges», sagte Kallas in Brüssel mit Blick auf Russlands Invasion in die Ukraine.

Kaja Kallas
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas. - keystone

Wichtig sei deswegen, dass ein geplantes Verbot maritimer Dienstleistungen für Schiffe umgesetzt werde, die russisches Öl befördern. Dieser Schritt könne Russlands Öleinnahmen wirksam beschneiden.

Kallas äussert sich zudem auch wegen anderer Nebenwirkungen des Iran-Krieges besorgt. Es gebe deutliche Auswirkungen, weil Verteidigungsfähigkeiten, die in der Ukraine benötigt würden, sich nun in Richtung Naher Osten verlagerten, erklärte sie.

Man sehe etwa, dass jeder Luftverteidigung brauche. «Die Ukraine braucht sie, und auch die Länder im Nahen Osten brauchen sie.»

Sicherheitsbedenken vor Chamenei-Beisetzung

12.22: Vor der Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei soll es in der iranischen Führung erhebliche Sicherheitsbedenken geben. Laut Medienberichten müsste bei den Trauerzeremonien die gesamte politische und militärische Elite erscheinen.

Darunter wäre auch Modschtaba Chamenei, der als möglicher Nachfolger seines Vaters gilt. Ein iranischer Journalist beschreibt das Risiko eines Luftangriffs drastisch: «Einerseits ist die Beisetzung mit der Teilnahme aller Verantwortlichen sowie der Medien und Millionen von Revolutionsanhängern ein Muss, andererseits wären die binnen Sekunden dann auch alle tot.»

chamenei
Ajatollah Ali Chamenei ist tot. - keystone

Wegen der Sicherheitslage gibt es bislang keinen genauen Zeitplan für die Zeremonien. Chamenei, der bei einem israelischen Luftangriff getötet worden war, soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden.

Weiteres iranisches Kriegsschiff nahe Sri Lanka

12.02: Nach dem tödlichen Angriff auf eine iranische Fregatte im Indischen Ozean befindet sich nach Angaben der Regierung Sri Lankas ein weiteres Schiff der iranischen Marine nahe der Insel.

Das Kriegsschiff liege noch in der sogenannten Exklusiven Wirtschaftszone (EEZ) Sri Lankas, also ausserhalb der territorialen Gewässer, sagte Kabinettsprecher Nalinda Jayatissa im Parlament.

Die Regierung prüfe, wie sie auf die Situation reagieren solle, und bemühe sich um eine Lösung, um die regionale Sicherheit zu wahren. An Bord sollen rund 100 Menschen sein.

Rutte: Iran ist dabei, auch für Europa zur Bedrohung zu werden

11.56: In einem Interview mit «Reuters» äussert sich der Nato-Generalsekretär Mark Rutte zu den aktuellen Vorfällen im Nahen Osten. Der Raketenvorfall in der Türkei sei schwerwiegend gewesen, so Rutte.

Rutte
Nato-Generalsekretär Mark Rutte. - keystone

Die Nato selbst sei allerdings aktuell nicht involviert. Der fünfte Artikel des Nordatlantikvertrags sei nicht anwendbar. Aber: Der Iran sei dabei, auch für Europa zur Bedrohung zu werden.

Der fünfte Artikel ist das Kernelement der kollektiven Verteidigung und beschreibt den Bündnisfall. Er greift, wenn die Nato einen «bewaffneten Angriff» auf eines oder mehrere ihrer Mitglieder feststellt.

Abu Dhabi meldet sechs Verletzte

11:36: Die Behörden von Abu Dhabi melden nach dem Abfangen von Drohnen sechs pakistanische und nepalesische Staatsangehörige, die von herabfallenden Trümmerteilen verletzt wurden.

Die Personen wurden dabei leicht bis mittelschwer verletzt.

Nach Drohnenangriff: Aserbaidschan bestellt iranischen Botschafter ein

11.03: Aserbaidschan hat nach einem Drohnenvorfall in der Abfertigungshalle eines Flughafens in seiner autonomen Exklave Nachitschewan den iranischen Botschafter ins Aussenministerium einbestellt.

Aserbaidschans autoritär regierender Präsident Ilham Aliyev hatte noch am Vortag in der iranischen Botschaft nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei kondoliert.

Roter Halbmond: Mehr als 100 zivile Ziele im Iran beschädigt

10.32: Seit Beginn der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden.

Getroffene Schule
Der Drohnenangriff soll auch eine Schule im südlichen Julfa getroffen haben. - keystone

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile Teherans getroffen. Es seien bislang 1.332 Angriffe an 636 Orten registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Hochzeit im geschützten Untergrund

10.09: In Tel Aviv hat ein Paar offenbar eine Hochzeit in einem Parkhaus abgehalten. Das zeigen Bilder der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Hochzeit
Eine Hochzeit während des Krieges in Israel. - keystone

Aufgrund der andauernden Angriffe wird die Bevölkerung immer wieder angewiesen, sich in geschützte Räume unter dem Erdboden zu begeben.

Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel

10.05: Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Die Armee teilte mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden. Im Grossraum Tel Aviv heulten Warnsirenen. Auch Jerusalem war nach Medienberichten von dem Angriff bedroht.

Jerusalem Angriff
Auch über Jerusalem wurden Angriffe gesichtet. - keystone

Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, der Zivilschutz habe sich seit Beginn des Kriegs mit dem Iran am Samstag um 13 Einschlagsorte mit «bedeutender Zerstörung» in Israel gekümmert. Insgesamt werde aber ein Rückgang der Raketenangriffe aus dem Iran beobachtet.

Israel bereitet sich demnach auch darauf vor, dass neben der libanesischen Hisbollah-Miliz auch die ebenfalls mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen in den Krieg einsteigen könnte. Sie verfüge weiterhin über die Fähigkeiten und bereite sich vor. Warum die Huthi bisher nicht geschossen haben, sei nicht ganz klar, hiess es in dem Bericht.

Israels Regierung ordnet schnellere Rüstungsproduktion an

09.58: Israels Verteidigungsministerium hat die grossen Rüstungsunternehmen des Landes angewiesen, die Produktion offensiver und defensiver Waffensysteme zu beschleunigen.

Dies bestätigte eine Sprecherin des Ministeriums. Hintergrund ist der Krieg Israels und der USA gegen den Iran. Israel bereitet sich den Angaben zufolge auf anhaltende Kampfhandlungen und eine mögliche Ausweitung auf weitere Fronten vor.

Vertretern der Rüstungsindustrie wurde laut Verteidigungsministerium ein operativer Lagebericht präsentiert, zusammen mit kurz- und langfristigen Beschaffungs- und Aufrüstungsplänen. Zudem werden seit Kriegsbeginn am Samstag US-Waffensysteme nach Israel geliefert.

Flughafen in Aserbaidschan offenbar von Drohne getroffen

09.51: Das aserbaidschanische Aussenministerium bestätigte am Donnerstagmorgen Berichte über Drohnenangriffe, die vom iranischen Territorium aus durchgeführt wurden.

Eine Drohne habe das Terminalgebäude des Flughafens in der Autonomen Republik Nachitschewan getroffen, während eine weitere Drohne in der Nähe eines Schulgebäudes im Dorf Shakarabad abstürzte.

Zwei Zivilisten seien dabei verletzt worden. Der Flughafen liegt etwa zehn Kilometer von der Grenze zum Iran entfernt. Die aserbaidschanische Seite behalte sich das Recht vor, «angemessene Gegenmassnahmen» zu ergreifen.

Italien prüft Hilfe bei Luftverteidigung in Golfstaaten

09.45: Italien plant angesichts der iranischen Luftangriffe, den Golfstaaten Hilfe im Bereich der Luftverteidigung zu leisten. Das gab Premierministerin Giorgia Meloni gegenüber dem Radiosender «RTL 102.5» bekannt.

Meloni
Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni will die Golfstaaten bei der Luftverteidigung unterstützen. - keystone

«Wie Grossbritannien, Frankreich und Deutschland beabsichtigt auch Italien, den Golfstaaten Hilfe zu leisten, insbesondere im Bereich der Verteidigung und vor allem der Luftverteidigung», sagte Meloni.

«Das tun wir nicht nur, weil es sich um befreundete Nationen handelt, sondern vor allem, weil Zehntausende Italiener in der Region leben und rund 2000 italienische Soldaten dort stationiert sind – Menschen, die wir schützen wollen und müssen.»

Proiranische Milizen im Irak reklamieren weitere Angriffe für sich

09.42: Prorianische Milizen im Irak haben erneute mehrere Angriffe auf «feindliche Ziele» im Irak für sich reklamierte. Die Gruppe «Islamischer Staat» sprach von 29 Angriffen innerhalb von 24 Stunden.

Demnach seien bei den Angriffen Dutzende Drohnen und Raketen eingesetzt worden. Zudem habe man eine Drohne der «amerikanischen Besatzung» mit «geeigneten Waffen» abgeschossen.

Die Gruppe «Islamischer Widerstand» – eine Art Dachgruppe für proiranische Milizen im Irak – hat seit Ausbruch des Iran-Kriegs bereits Dutzende Angriffe gegen «gegnerische» Stützpunkte im Irak und in der Region für sich reklamiert.

Iran bestreitet Raketenangriff auf die Türkei

09.10: Der iranische Generalstab hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Türkei mit einer ballistischen Rakete angegriffen zu haben. Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen.

Das ging aus einer offiziellen Erklärung hervor. Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei, hiess es weiter.

Am Mittwoch hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen. Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche. Es gab keine Verletzten.

Unklar bleibt, welches Ziel die iranische Rakete gehabt haben soll. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das Geschoss hätte den wichtigen Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen.

Revolutionsgarden greifen Tanker im Persischen Golf an

08.57: Die iranischen Revolutionsgarden melden einen Angriff auf einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs. Auf dem Webportal der Garden heisst es weiter, das Schiff stehe in Flammen.

Stützpunkt
Der Nato-Luftwaffenstützpunkt in Incirlik. (Archivbild) - keystone

Die Revolutionsgarden erneuerten ihre Drohung, im Kriegsfall die Strasse von Hormus zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine Durchfahrt und würden angegriffen.

Angriffe treffen Flüchtlingslager

08.07: Lokale Medien im Libanon berichteten von Angriffen in den als Dahija bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut. Dabei wurden auch zwei Autos getroffen. Drei Menschen kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums ums Leben.

Rauch Iran
Rauch über Teheran am Donnerstagmorgen. Die Stadt wurde erneut angegriffen. - keystone

Auch ein palästinensisches Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden des Libanons wurde nach libanesischen Angaben getroffen. Dabei seien zwei Menschen getötet worden, meldete das Gesundheitsministerium mitteilte. Eine weitere Person sei verletzt worden.

Iran droht den USA nach Versenkung eines Kriegsschiffes

08.04: Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat den USA nach dem tödlichen Angriff auf die Fregatte «IRIS Dena» im Indischen Ozean mit Konsequenzen gedroht. Araghtschi schrieb auf X: «Merken Sie sich meine Worte: Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen.»

Araghtschi warf den USA vor, 2.000 Meilen (ca. 3.219 km) von der iranischen Küste entfernt eine «Gräueltat auf See» begangen zu haben. Die «IRIS Dena» mit 130 Besatzungsmitgliedern sei als Gast der indischen Marine in internationalen Gewässern unterwegs gewesen und ohne Vorwarnung angegriffen worden.

Auto
Bei Angriffen auf Beirut wurden zwei Autos getroffen. - keystone

Laut übereinstimmenden Medienberichten wurde das Schiff von einem US‐U‐Boot mit einem Torpedo versenkt.

Asiens Börsen erholen sich deutlich – Ölpreise steigen wieder

07.41: Die Börsen in Asien haben sich am Donnerstag nach den starken Verlusten der Vortage deutlich erholt. Die Nervosität blieb allerdings gross wegen der Spannungen im Nahen Osten und der Unsicherheit über den wichtigen Öltransportweg durch die Strasse von Hormus.

Medizin
Medizinische Fachkräfte transportieren die Körper von Besatzungsmitgliedern der «IRIS Dena». - keystone

Unterdessen stiegen die Ölpreise erneut. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent kletterte um rund drei Prozent auf knapp 77 Dollar, während US-Öl der Sorte WTI um etwa 2,5 Prozent auf gut 83 Dollar zulegte.

Auslöser bleibt die Blockade der Strasse von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports läuft. Die USA stellten zwar eine mögliche Eskorte für Tanker in Aussicht, während der Iran erklärte, die Kontrolle über die Passage zu haben.

Neue Angriffswelle in Teheran – Raketenangriffe auf Israel

07.36: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle in Teheran begonnen. In einer Mitteilung des Militärs war die Rede von grossangelegten Angriffen auf Infrastruktur der iranischen Führung in der Hauptstadt.

Börse Asien
Die Börsen in Asien haben sich deutlich erholt. - keystone

Augenzeugen berichteten über Explosionsgeräusche im Bereich von Teheran. Ausserdem griff Israels Luftwaffe den Angaben zufolge mehrere Kommandozentren der proiranischen Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut an.

Im Verlauf der Nacht hatte es in Israel immer wieder Raketenalarm gegeben. Dabei wurde auch über parallele Raketenangriffe aus dem Iran und vom Libanon aus auf den jüdischen Staat berichtet. Ein Einwohner Tel Avivs berichtete von gewaltigen Knallgeräuschen.

Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. Am Vortag waren nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom Dutzende von Menschen verletzt worden.

Israel täuschte die Mullahs mit Abendessen-Trick

07.30: Vor dem US-israelischen Angriff auf den Iran am Samstagmorgen sollen die Streitkräfte eine «psychologische Operation» durchgeführt haben, wie ein Vertreter der israelischen Streitkräfte (IDF) am Mittwoch verriet.

Demnach habe man einen möglichst grossen Überraschungseffekt erzielen wollen. Doch die Sorge war offenbar gross, dass der Iran auf auffällige Bewegungen am Freitagabend rund um den zentralen Militär­komplex in Tel Aviv aufmerksam werden könnte.

Deshalb habe man am Freitag bewusst den Eindruck vermittelt, dass das Militär für das Wochenende herunterfahre. «Wir veröffentlichten Fotos und Informationen, die nahelegten, dass IDF-Mitarbeiter und die oberste Führung nach Hause zum Schabbat-Abendessen gingen», so der Vertreter.

Ein Täu­schungs­ma­nö­ver: Die Generäle, die am Freitagabend tatsächlich nach Hause gegangen waren, kehrten unauffällig ins Hauptquartier zurück.

Dort wurde in den frühen Morgenstunden des Samstag den Angriff auf das Mullah-Regime befehligt.

Experte: Teheran will Kriegskosten für Washington erhöhen

Zerstörung Iran
Der Iran war auf den US-israelischen Angriff nicht vorbereitet. - keystone

05.45: «Iran versucht, den Konflikt zu regionalisieren», sagt der Leiter des Iran-Programms der International Crisis Group, Ali Vaez. «Die Angriffe auf die Golfstaaten und US-Stützpunkte zeigen, dass Teheran davon ausgeht, dass die beste Option ist, die Kosten für Washington uns seine Verbündeten so schnell wie möglich zu erhöhen.»

Iran-Rakete sollte Nato-Luftwaffenstützpunkt treffen

05.31: Das Abfeuern einer ballistischen Rakete auf die Türkei am Mittwoch stellte eine neue Eskalationsstufe dar. Das iranische Geschoss hätte den wichtigen Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf US-Militärkreise. Die Rakete war von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden.

Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an

05.12: Die iranischen Streitkräften haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak angegriffen. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldete die staatlichen Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen «anti-iranischer Separatisten» zu sehen sein sollen.

US-Medien berichteten zuletzt, Präsident Donald Trump erwäge, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Irans Regierung zu bewaffnen. Das Weisse Haus wies dies zurück. Regierungssprecherin Karoline Leavitt bestätigte allerdings, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Iraks gesprochen habe.

Iran beschiesst Israel – Explosionen in Jerusalem

04.29: Das israelische Militär teilte mit, dass der Iran in den frühen Morgenstunden mehrere Raketen in Richtung Israel abgefeuert habe.

Berichte über mögliche Opfer gebe es bislang nicht, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Innerhalb von zwei Stunden wurden drei Raketenwarnungen ausgegeben, in Jerusalem waren Explosionen zu hören.

Peschmerga Iran USA Israel
Greifen die Peschmerga-Kämpfer im Iran ein? - keystone

Ölpreise ziehen weiter an

03.45: Die Angst vor einer länger andauernden Blockade der Strasse von Hormus im Zuge des Konflikts zwischen den USA und dem Iran lässt die Ölpreise am Donnerstag steigen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um mehr als zwei Prozent auf 83,07 Dollar. US-Leichtöl der Sorte WTI legt um 2,6 Prozent zu und kostet 76,60 Dollar. Die wichtige Route für den Transport von Energie ist bereits seit mehreren Tagen blockiert.

US-Senat stimmt gegen stärkeres Mitspracherecht im Iran-Krieg

03.02: Im Konflikt um die Entscheidungshoheit über das Vorgehen im Iran-Krieg hat der US-Senat Präsident Donald Trump den Rücken gestärkt. Bei einer Abstimmung gab es nicht genug Stimmen für einen mehrheitlich von Demokraten unterstützten Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, wie der Senat auf X mitteilte. Die Abstimmung ging 53 zu 47 aus.

Eine sogenannte War Powers Resolution wurde erstmals in Reaktion auf den Vietnam-Krieg 1973 angewendet. Ein Hauptmerkmal solcher Resolutionen sind beschleunigte Verfahren, mit denen der Kongress über die Entsendung oder den Abzug von Truppen entscheiden kann.

«Donald Trump hat Amerika in einen Konflikt gestürzt ohne klare Ziele, ohne Plan und ohne Genehmigung durch den Kongress», hatte Minderheitsführer Chuck Schumer zuvor gesagt. Mit der Resolution wollten die Demokraten den «illegalen und unnötigen» Krieg im Iran beenden, hiess es in einer Erklärung mehrerer Kongressmitglieder. «Sie hindert die USA nicht daran, sich selbst oder Israel gegen einen iranischen Angriff zu verteidigen.»

Nachbarschaft der US-Botschaft in Katar evakuiert

02.38: Die Umgebung der US-Botschaft in Katar ist evakuiert worden. Die Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilte das Innenministerium des Golfstaats mit. Ihnen seien anderweitige Unterkünfte gestellt worden. Zu den Hintergründen der Evakuierung machte die Behörde zunächst keine Angaben.

Explosion an Tanker im Persischen Golf gemeldet

Chuck Schumer
Chuck Schumer, Mehrheitsführer des Senates der USA, kritisiert den Iran-Krieg. - keystone

02.14: Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf ist es zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine grosse Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut.

IOM-Chefin warnt vor Migrationskrise durch Iran-Krieg

02.00: Wegen des Iran-Kriegs warnt die Chefin der UN-Organisation für Migration (IOM) Europa vor einer Migrationskrise, die sich binnen Tagen entwickeln könnte. «Schauen Sie sich das Beispiel der Ukraine an, wo innerhalb weniger Tage Millionen von Menschen die Grenze überquert haben», sagte IOM-Chefin Amy Pope im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Entscheidend sei, ob der Konflikt andauere, sich ausweite und dabei auch zivile Infrastruktur getroffen werde. «Das sind einige der Auslöser, von denen wir erwarten, dass sie zu mehr Migrationsbewegungen führen werden», sagte sie.

Israelische Luftwaffe greift Hisbollah-Stellungen in Beirut an

01.21: Die israelische Luftwaffe hat erneut Stellungen der proiranischen Hisbollah in Beirut angegriffen. Ziel sei die Infrastruktur der Terrororganisation, erklärte die Armee. Zuvor hatte das Militär bereits ein Gebäude in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt als Stützpunkt der schiitischen Miliz identifiziert und einen Angriff angekündigt. Ein Armeesprecher rief die Anwohner dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.

In der Nacht auf Donnerstag zerstörten die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben mehrere Raketenabschussrampen und eine Drohnenfabrik der Hisbollah im Süden des Landes nahe der Grenze zu Israel. Die Angaben des Militärs liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Amy Pope
Wegen des Iran-Kriegs warnt die Chefin der UN-Organisation für Migration (IOM) Europa vor einer Migrationskrise, die sich binnen Tagen entwickeln könnte. - keystone

EU-Kommissar rechnet nicht mit Fluchtbewegung aus Iran

00.02: Die Eskalation im Iran-Krieg führt nach Einschätzung der EU-Kommission zu keiner massenhaften Migration aus dem Land Richtung Europa. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sagte der «Bild» mit Blick auf Gespräche mit dem türkischen Aussenminister Hakan Fidan: «Der hat versichert, dass er die Grenzen zugemacht hat in Richtung Iran. Und dass er auf der anderen Seite auch dazu steht, dass wir eine gute Kooperation haben zwischen der Europäischen Union und der Türkei.»

Kommentare

User #6534 (nicht angemeldet)

Warum woill Israel seine Nachbarn seit Jahrzehnte lang von der Landkarte tilgen?

User #6534 (nicht angemeldet)

Das Terrorregime in Israel steht vor seinem Ende. Hehehe. LOL.

Weiterlesen

Chamenei Israel USA Iran
37 Interaktionen
CIA kannte Standort
privatjet
Dubai/Paris
a
Laut Leavitt

MEHR AUS IRAN

Netanjahu
121 Interaktionen
Vollständig behandelt
3 Interaktionen
Teheran
Strasse von Hormus
18 Interaktionen
Schiffsverkehr
a
77 Interaktionen
Trump verkündet