Mann treibt 7 (!) Tage im Meer – Fischer retten ihn lebend

Keystone-SDA
Keystone-SDA

China,

Qin Jianping stürzte bei einem Sturm vor Hainan in China ins Wasser. Er überlebte – dank rohen Krebsen, Meerwasser und Urin.

südchinesisches Meer
Der Mann stürzte bei einem Spaziergang ins Meer – und wurde erst eine Woche danach gerettet. - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Der 39-jährige Qin fiel bei einem Sturm ins Meer und trieb tagelang auf hoher See.
  • Ohne Handy sparte er Kraft, klammerte sich an Bojen und ass rohe Krebse.
  • Gegen den Durst trank er Meerwasser und sogar seinen eigenen Urin.

Ein Mann in Südchina hat nach einem Sturz ins Meer tagelang auf hoher See überlebt, bis Fischer ihn lebend aus dem Wasser zogen.

Qin Jianping sei am 27. Mai bei stürmischem Wetter während eines nächtlichen Spaziergangs an der Promenade in Haikou auf Chinas beliebter Urlaubsinsel Hainan ausgerutscht und ins Meer gefallen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Aufnahmen von Überwachungskameras der Polizei bestätigten demnach den Vorfall.

Strömung zieht Mann aufs Meer hinaus

Die Strömung zog den Mann auf das Meer hinaus, wo er nach eigenen Angaben vergeblich versuchte, dagegen anzuschwimmen. «Ich bin zuvor noch nie im Meer geschwommen», sagte der 39-Jährige einem Reporter im Spital.

Sein Mobiltelefon ging verloren, so dass er keine Hilfe rufen konnte. Um Energie zu sparen, liess er sich treiben und entledigte sich seiner Kleidung und seines Schmucks.

Fischer zogen den Mann schliesslich an Land. (Symbolbild) - pexels

Nach mehr als 40 Stunden erreichte er eine Boje, auf der er sich erholte, bis ihn eine Welle wieder ins Meer zurückstiess, wie Xinhua am vergangenen Wochenende berichtete.

Am 31. Mai, dem fünften Tag seiner Odyssee, erreichte er eine weitere Boje, an der er sich vor lauter Erschöpfung nur noch festklammern statt hinaufziehen konnte.

Um seinen Hunger zu stillen, ass er nach eigenen Worten Dutzende kleine Krebse roh, die er an der Boje fand. Seinen Durst bekämpfte er laut Xinhua mit salzigem Meerwasser und eigenem Urin.

Fischer ziehen ihn ins Boot

Nach sieben Tagen entdeckten zwei Fischer den völlig erschöpften und halluzinierenden Qin. Er habe nichts mehr sehen können, sagte Fischer Zheng Shizhong im Lokalfernsehsender Hainan. Sie hätten ihm einen langen Stock gereicht und ihn ins Boot gezogen.

«Er wusste gewiss, dass ihn jemand rettet», sagte Zheng. Qin erzählte im Spital, er habe gedacht, dass er den Griff einer Restaurant-Tür in den Händen gehalten habe.

Hast du im Meer schon mal eine brenzlige Situation erlebt?

An Land wurde Qin Berichten zufolge zunächst auf der Intensivstation des Spitals im Kreis Chengmai versorgt. Im Fernsehen sprach Arzt Chen Boyi von infizierten Wunden und starker Dehydration bei Qin.

Drei Tage später wurde er laut Medienberichten am 5. Juni auf eine gewöhnliche Station verlegt, nachdem sich sein Zustand gebessert hatte.

Kommentare

Weiterlesen

Guangxi
1 Interaktionen
Peking
Haiangriff
16 Interaktionen
Australien
1 Interaktionen
Bern
Nachhaltigkeit
282 Interaktionen
E-Mobilität

MEHR IN NEWS

Nato Russland Wladimir PUtin
1 Interaktionen
Entlang Nato-Grenze
Badi Kandersteg
3 Interaktionen
Rätsel in Kandersteg
Nadine Masshardt PFAS-Studie
Mrd.-Überschuss

MEHR AUS CHINA

Choutou
112 Interaktionen
Mio. Follower!
1 Interaktionen
Peking
Shein
180 Interaktionen
75 Std. pro Woche
1 Interaktionen
Peking