Budget-Überschuss: Macht Bund Streichung der PFAS-Studie rückgängig?
Die Berner SP-Nationalrätin Nadine Masshardt fordert, dass die Langzeit-Studie zu den Auswirkungen von PFAS auf die Gesundheit wiederaufgenommen wird.
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Das Wichtigste in Kürze
- Letztes Jahr viel eine umfassende PFAS-Gesundheitsstudie dem Sparhammer zum Opfer.
- Nationalrätin Nadine Masshardt (SP/BE) fordert, dass der Entscheid rückgängig gemacht wird.
- Unterdessen wurde bekannt, dass der Bund im Budget einen unverhofften Überschuss hatte.
Wer ist schuld, wer hilft Betroffenen, wer darf Massnahmen verordnen? Die Ewigkeits-Chemikalien PFAS sind in aller Munde, auch wörtlich.
PFAS in Zürcher Milch, in Aargauer Hechten und St. Galler Kälbern. PFAS auch auf Urner Spielplätzen, dem Stadtberner Viererfeld und generell fast flächendeckend in Schweizer Böden.
Dass PFAS nicht gesund sind, weiss man. Eine umfassende Langzeitstudie hätte Klarheit schaffen sollen, wie genau sich die Ewigkeits-Chemikalien auf den Menschen auswirken.
Das Pilotprojekt in den Kantonen Bern und Waadt verlief erfolgreich. Das BAG hätte die Studie am Swiss Tropical and Public Health Institute an der Uni Basel finanziert.

Doch dann kam die Politik ins Spiel: 100'000 Personen über 20 Jahre zu untersuchen, das ist teuer. Der Bund muss sparen, also kippte das Parlament die PFAS-Studie letzten Dezember aus dem Budget.
Plötzlich Geld vorhanden: Hat die PFAS-Studie wieder Chancen?
Sehr zur Enttäuschung der Berner SP-Nationalrätin Nadine Masshardt: «Die Studie hätte endlich und zum ersten Mal wirklich Daten geliefert, was die Auswirkungen von PFAS auf unsere Gesundheit sind.»
Doch dann stellte sich heraus: Statt einem Minus verzeichnete der Bund gar Milliarden-Mehreinnahmen.
In einem Vorstoss fragt Masshardt nun deshalb: Ist der Bundesrat gewillt, auf die Studien-Streichung zurückzukommen?
«Es wäre absolut zentral, dass diese Studie kommt. Jetzt erst recht, wenn man weiss, dass es zu diesen Mehreinnahmen gekommen ist», sagt sie zum BärnerBär.
Es sei so oder so nie angebracht gewesen, die Gesundheits-Studie zu streichen.

Es sei dies ja auch nicht das erste Mal, dass es beim Bundesbudget zu Fehlprognosen gekommen sei, betont Masshardt.
«Und es zeigt, dass diese Fehlprognosen zur Folge haben, dass abgebaut wird: Bei Massnahmen, die wichtig sind, sei es im sozialen Bereich, bei Klima und Verkehr oder eben jetzt im Gesundheitsbereich.»
Nun könnte man ja auch einmal den umgekehrten Weg gehen: «Bei dieser Studie geht es um die Gesundheit der Schweizerinnen und Schweizer. Es wäre elementar, dass man diese wieder aufnimmt.»












