Stier- und Hahnenkämpfe bleiben in Peru erlaubt. Eine entsprechende Initiative ist in dem südamerikanischen Land gescheitert.
Fans von Stier- und Hahnenkämpfen demonstrieren in Lima
Fans von Stier- und Hahnenkämpfen demonstrieren in Lima - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Stier- und Hahnenkämpfe bleiben in Peru weiterhin erlaubt.
  • Das Oberste Gericht des Landes hat eine enstprechende Klage von Tierschützern abgewiesen.
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Das Oberste Gericht des südamerikanischen Landes wies am Dienstag eine Klage von Tierschützern auf Verbot dieser Veranstaltungen ab.

Im Richterkollegium wurde die notwendige Stimmenzahl verfehlt, um die Stier- und Hahnenkämpfe für verfassungswidrig zu erklären.

Das gab die Gerichtsvorsitzende Marianella Miranda bekannt. Sie selber gehörte zu den drei Richtern, die im siebenköpfigen Kollegium für die Billigung der Klage gestimmt hatten.

Tierschutz in Peru fragwürdig

Peru hat zwar Gesetze zum Tierschutz. Die blutigen Stier- und Hahnenkämpfe sind davon jedoch durch eine Klausel ausgenommen, welche die Spektakel als «Kulturveranstaltungen» definiert.

Die auf die spanische Kolonialzeit zurückgehenden Stier- und Hahnenkämpfe sind in mehreren lateinamerikanischen Staaten legal. In Peru sind Stierkämpfe überaus populär.

Das Land hat mehr Stierkampfarenen als Fussballstadien. Hahnenkämpfe waren in Peru im 19. Jahrhundert zeitweise verboten, bevor sie wieder erlaubt wurden.

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