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    Indien: Parlament will Drittel der Unterhaussitze für Frauen

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    Indien,

    Schon 1996 sollten Frauen mehr Sitze im indischen Parlament erhalten. Nun sollen sie einen Drittel der Sitze im Unterhaus und in Regionalparlamenten besetzen.

    Indiens Premierminister Narendra Modi spricht im Parlament in Neu Delhi.
    Indiens Premierminister Narendra Modi spricht im Parlament in Neu Delhi. - Uncredited/AP/dpa

    Schon 1996 sollten Frauen mehr Sitze bekommen, konservative Abgeordnete stellten sich damals aber gegen den Reformvorschlag. Heute ist die Stimmung eine andere – trotzdem ist es noch ein langer Weg.

    In Indien hat das Parlament einer Gesetzesänderung zugestimmt, wonach ein Drittel der Sitze im Unterhaus sowie in Regionalparlamenten für Frauen reserviert werden sollen. Nach elf Stunden Debatte votierten am späten Abend (Ortszeit) alle 215 Abgeordneten des Oberhauses für die Änderung, wie es aus dem Parlament hiess.

    Bis die Reform aber tatsächlich in Kraft tritt, dürfte es lange dauern – Beobachter sprechen von frühestens dem Jahre 2029. Die Änderung war erstmals bereits im Jahr 1996 vorgeschlagen, aber von vielen konservativen Abgeordneten lange abgelehnt worden. Frauen sind derzeit im Unterhaus deutlich in der Minderheit.

    Historischer Schritt

    Die Zustimmung der Regionalparlamente der Bundesstaaten zu der Änderung wird erwartet. Bevor die Reform aber dann tatsächlich in Kraft treten kann, soll es zunächst noch eine Volkszählung geben. Anschliessend sollen je nach Bevölkerungsgrösse der einzelnen Bundesstaaten die Sitzzahlen angepasst werden. Am Mittwochabend hatte bereits die Mehrheit der Abgeordneten im Unterhaus der Änderung zugestimmt.

    Premierminister Narendra Modi schrieb am Abend auf der Plattform X (ehemals Twitter), dass es ein historischer Schritt sei, der sicherstelle, dass Stimmen von Frauen effektiver gehört würden.

    Die Entscheidung könnte möglicherweise die Unterstützung von Frauen gegenüber der hindunationalistischen Regierungspartei BJP in anstehenden Regionalwahlen in den kommenden Monaten sowie bei den nationalen Wahlen im kommenden Jahr fördern.

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