Gemäss dem UN-Kinderhilfswerk Unicef leben nirgends so viele Jugendliche wie in Indien. Nun beginnt das Land 15- bis 18-Jährige gegen das Coronavirus zu impfen.
Jugendliche warten in einer staatlichen Schule auf ihre Impfung gegen das Coronavirus. Foto: Manish Swarup/AP/dpa
Jugendliche warten in einer staatlichen Schule auf ihre Impfung gegen das Coronavirus. Foto: Manish Swarup/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Manish Swarup

Das Wichtigste in Kürze

  • In Indien werden 15- bis 18-Jährige gegen Corona geimpft.
  • Bei ihnen wird der im Land entwickelte Totimpfstoff Covaxin benutzt.
  • Ausserdem soll es für ältere Menschen ab kommender Woche die Booster-Impfung geben.

Indien hat begonnen, seine 15- bis 18-Jährigen gegen Corona zu impfen. In dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land leben nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef die meisten Jugendlichen der Welt. Zuletzt wurden 33'750 Corona-Fälle gemeldet, hiess es aus dem Gesundheitsministerium in Neu Delhi am Montag. Geimpft werde auch in Schulen, berichteten indische Medien.

Für die Jugendlichen solle der im Land breit genutzte und vor Ort entwickelte Totimpfstoff Covaxin verwendet werden. Ab kommender Woche soll es erstmals auch Booster-Impfungen geben – für Mitarbeitende im Gesundheitsbereich und gewisse ältere Menschen.

Die Corona-Zahlen in Indien waren nach einer heftigen, tödlichen zweiten Welle im Zusammenhang mit der Delta-Variante im Frühjahr tief gefallen. In den vergangenen Tagen stiegen die Tagesfallzahlen aber auf noch niedriger Basis deutlich. Untersuchungen während der vergangenen Monate zeigten, dass viele Inderinnen und Inder Antikörper im Blut hatten. Entweder wegen einer durchgemachten Infektion, wegen der Impfung oder wegen beidem.

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