Gesundheitsrat fordert Ausgangssperre in Brasilien

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Brasilien,

Die Gesundheitsbeauftragten der brasilianischen Bundesstaaten fordern eine Ausgangssperre, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Copacabana
Verführerisch: Das schöne Leben an der Copacabana in Rio de Janeiro. - sda - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Gesundheitsrat in Brasilien fordert eine Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr.
  • Damit soll die rasante Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden.

«Der Nationale Rat der Gesundheitsbeauftragten (CONASS) spricht sich für die sofortige Verabschiedung von Massnahmen aus, um den drohenden Zusammenbruch der öffentlichen und privaten Gesundheitssysteme zu vermeiden», hiess es in einem «Brief an die brasilianische Nation», den der CONASS am Montag auf seiner Webseite veröffentlichte.

Zu den geforderten Massnahmen gehören die Aussetzung des Präsenzunterrichts und eine landesweite Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr sowie an den Wochenenden.

Brasilien sehr stark von Pandemie betroffen

Brasilien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Die Impfungen gegen das Coronavirus begannen dort erst im Januar. Bislang haben sich im grössten Land Lateinamerikas fast 10,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Krankheitserreger infiziert - nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher. Am Donnerstag, ein Jahr nach dem ersten registrierten Corona-Fall in Brasilien, überschritt das Land die Marke von 250'000 Toten in Verbindung mit Covid-19.

Präsident Jair Bolsonaro hatte das Coronavirus von Anfang an verharmlost, Einschränkungen lehnte er aus wirtschaftlichen Gründen ab. Mittlerweile zieht der rechtspopulistische Politiker auch den Sinn von Corona-Impfungen grundsätzlich in Zweifel. Als vermeintlichen Beleg für seine Thesen führte Bolsonaro zuletzt auch eine deutsche Umfrage an, die er als Studie bezeichnete und als Argument gegen das Tragen von Schutzmasken herhalten sollte.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

srf
869 Interaktionen
«Alarm»
notausgang
59 Interaktionen
Crans-Montana

MEHR IN NEWS

stranger things
Los Angeles
1 Interaktionen
San Francisco
Tessiner Kantonspolizei
Bellinzona

MEHR CORONAVIRUS

Impfstoff
35 Interaktionen
Studie
Fischer
97 Interaktionen
Verdacht
Evakuierung Schutzanzüge
382 Interaktionen
«Kein Covid»
Horrorhaus Spanien
25 Interaktionen
Wegen Corona

MEHR AUS BRASILIEN

2 Interaktionen
Limeira
a
Bungee-Drama
a
Verschwunden
Neymar und Family
10 Interaktionen
«Gründen eine Band»