Zwei Männer sind auf die Arme der berühmten Statue on Rio geklettert. Ein Polizist hat sie entdeckt und festgenommen. Sie müssen sich einem Richter stellen.
Die 38 Meter hohe Christusstatue («Christus, der Erlöser“) im Süden der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro. (Archivbild)
Die 38 Meter hohe Christusstatue («Christus, der Erlöser“) im Süden der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/FELIPE DANA

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei französische Kletterer haben die Nacht in der Christusstatue verbracht.
  • Am Morgen sind sie auf deren Arme geklettert, um die Aussicht zu geniessen.
  • Trotz der Verhaftung bereuen sie ihren Kletter-Trip nicht.

Ein spektakulärer Blick auf den Sonnenaufgang in Rio de Janeiro könnte für zwei französische Touristen teuer werden: Die beiden Männer wurden erwischt, wie sie von den ausgebreiteten Armen der Christusstatue die Aussicht bewunderten.

Nun droht den Abenteurern im Alter von 27 und 28 Jahren eine Strafverfolgung. Die Polizei nahm den 28-jährigen Clement Dumais und seinen ein Jahr jüngeren Begleiter Paul Roux-dit-Buisson am Montag fest. Gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 10'000 Real (rund 1700 Schweizer Franken) wurden die beiden freigelassen. Sie müssen sich nun einem Richter vorstellen.

Fotos und Videos konfisziert

Dumais und Roux-dit-Buisson besuchten die Christusstatue am Sonntag. Vor der Schliessung der ikonischen Sehenswürdigkeit mit 38 Metern Höhe am Abend versteckten sich die beiden. Die Nacht verbrachten sie in der Statue. Am frühen Morgen stiegen sie dann über eine lange Wendeltreppe im Innern der Statue auf deren ausgebreitete Arme.

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Die Christus-Erlöser-Statue in Rio ist beleuchtet, als ob sie eine Mundschutzmaske tragen würde. Foto: Leo Correa/AP/dpa - Dpa

Ein abruptes Ende nahm das Abenteuer, als ein Wachmann die beiden aus Paris stammenden Männer entdeckte. Die Polizei konfiszierte alle Fotos und Videos, die die beiden Männer von ihrem Aussichtspunkt aus gemacht hatten.

Er bereue die Aktion dennoch nicht, sagte Roux-dit-Buisson der Nachrichtenagentur AFP. «Die Aussicht war schön. Nur wenige Menschen bekommen das zu sehen.» Er und sein Begleiter hätten sich «in die Haut Christi versetzt».