Stadt Zürich

Zürcher Stadtangestellte haben in Altjahrswoche frei – bezahlt

Dominik Neuhaus
Dominik Neuhaus

Zürich,

Die bezahlte Brücke über die Altjahrswoche, eine sechste Ferienwoche: Die Vorteile, von denen Zürcher Stadtangestellte profitieren, kommen nicht überall gut an.

Zürich
Ein Gebäude der Zürcher Stadtverwaltung im Langstrassenquartier. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Zürcher Stadtparlament spricht den Stadtangestellten eine sechste Ferienwoche zu.
  • Bereits jetzt geniesst das Stadtpersonal Vorteile gegenüber der Privatwirtschaft.
  • Wirtschaftsvertreter fürchten um den Verlust von Fachkräften.

Wer über Weihnachten und Neujahr die Brücke machen will, muss dafür in der Privatwirtschaft meist Ferientage drangeben. Nicht so bei Zürcher Stadtverwaltung: Die Stadtangestellten profitieren jedes Jahr von sechs garantierten Brückentagen.

Zusätzlich zu den vier regulären Wochen kommt das Stadtpersonal damit auf fünf Ferienwochen und einen zusätzlichen freien Tag.

Machst du über Weihnachten und Neujahr die Brücke?

Doch es kommt noch besser für die Stadtangestellten: Das Stadtparlament hat einen Vorstoss von Rot-Grün nach einer sechsten Ferienwoche klar angenommen. Nun muss der Stadtrat eine konkrete Vorlage ausarbeiten.

Die wachsenden Privilegien für Angestellte der Stadtverwaltung sorgen für Unmut bei Wirtschaftsvertretern. Dies, weil die Stadt Zürich als attraktiver Arbeitgeber die privaten Unternehmen konkurriert.

SVP-Gemeinderat Stephan Iten sagt gegenüber der «NZZ»: «Die Stadt entzieht der Privatwirtschaft Arbeitskräfte.»

Nicole Barandun, Mitte-Nationalrätin und Präsidentin des Zürcher Gewerbeverbandes, stimmt zu: «Die Unternehmen müssen mit ihrem Steuergeld eine Verwaltung finanzieren, die ihnen dann wieder die Arbeitskräfte abspenstig macht.»

Grünen-Politiker: Sechste Ferienwoche «unerlässlich»

Grünen-Politiker Luca Maggi hielt in der Stadtratsdebatte zum Thema dagegen: Eine weitere Ferienwoche ist für ihn «unerlässlich», vor allem für Schichtarbeitende.

Maggi führte die aus seiner Sicht gestiegenen Ansprüche ins Feld, die an die Arbeitnehmenden gestellt werden.

«Wenn sie nicht reagiert, verliert die Stadt als Arbeitgeberin ihre Konkurrenzfähigkeit», befürchtet er. Dies hält der Grüne auch angesichts des Fachkräftemangels für problematisch.

Der Direktor des Verbandes Arbeitgeber Zürich, Christian Zehnder, entgegnet gegenüber der «NZZ»: «Es ist nicht die Stadt, die an Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Privaten einbüsst. Hingegen setzt die Stadt Standards, welche die Arbeitnehmenden bald als normal ansieht.»

Unternehmen stünden dann vor der Wahl: «Diese entweder nachvollziehen oder als weniger attraktiver Arbeitgeber dastehen.»

Kommentare

User #1434 (nicht angemeldet)

Die Zeit wird durch Mehrarbeit über das ganze Jahr vorgeholt. Es ist so... Diese Artikel sind absoluter Schrott und schüren schlechte Stimmung... nebst dem.. vielleicht sollte man es sich mal überlegen, ob die Privatwirtschaft vielleicht mal faire Löhne zahlt und nicht nur ständig jammert. -->Auch eventuell mal den Mitarbeitern, welche schlussendlich den grössten Anteil zu den gewinnen beitragen, zeigt, dass man Sie wert schätzt. Das wäre z. B. mal eine Massnahme mit 1 Woche mehr Ferien, es zu zeigen....! ---

User #3139 (nicht angemeldet)

Oben herrscht unten folgt, so wirds in zukunft mit der totaldigitalen welt.

Weiterlesen

Aargau
Nidwaldnen
1 Interaktionen
Nidwalden
teuerungsausgleich
4 Interaktionen
Solothurn

MEHR AUS STADT ZüRICH

de
86 Interaktionen
Zürcher Derby
GC Trainer Scheiblehner
86 Interaktionen
1:2-Pleite
Langstrasse Zürich
236 Interaktionen
Jetzt belegt
FCZ GC
86 Interaktionen
2:1 gegen GC