Trump: «Viele, die wir im Auge hatten, sind tot»
Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf iranische Militär- und Führungsstrukturen ist die Lage im Nahen Osten erneut deutlich eskaliert.

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA und Israel greifen seit Samstag zentrale Militär- und Führungsziele im Iran an.
- Dabei wurden Irans oberster Führer Ali Chamenei sowie mehrere ranghohe Militärs getötet.
- Das Regime reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte.
- Die Eskalation lässt die Sorge vor einem regionalen Krieg im Nahen Osten wachsen.
Israel hatte am Samstagmorgen mit Unterstützung der USA einen grossangelegten Angriff auf Iran gestartet. Die Schläge richteten sich insbesondere gegen Ziele, die mit Raketenprogrammen sowie der militärischen Führung des Landes in Verbindung stehen.
Bei den Angriffen wurden der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie mehrere ranghohe Militärs getötet. Teheran reagierte umgehend mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel.
Auch Staaten in der Region, in denen die USA Militärbasen unterhalten, wurden angegriffen. Ausserdem kündigte Teheran weitere Vergeltung an. International wächst die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Region.
Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:
Franzosen und Briten schicken Kriegsschiffe nach Zypern
19.34: Nach dem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt auf Zypern verstärken die Nato-Staaten Grossbritannien und Frankreich ihre Präsenz in der Region.
Die Briten werden Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein Kriegsschiff entsenden, wie Premierminister Keir Starmer ankündigte.

Der staatlichen zyprischen Nachrichtenagentur KYPE zufolge entsendet Frankreich Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte in den östlichen Mittelmeerraum.
Wegen Iran: USA stellt Finanz-«Deals» mit Spanien auf Eis
18.51: Spanien wurden von US-Präsident Donald Trump wegen seiner Haltung im Iran-Krieg kritisiert.
«Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen», sagte Trump im Weissen Haus mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. Niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Wenn die USA wollten, könnten sie die Stützpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen.

«Sie waren unfreundlich», sagte Trump. Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, «alle Deals» mit Spanien einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunächst unklar.
Grossbritannien wird von Trump kritisiert
18.48: «Ich bin nicht glücklich über das Vereinigte Königreich», sagte Donald Trump im Hinblick auf Grossbritanniens Haltung zu Iran.

Grossbritannien hatte den USA britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen.
Am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung in begrenztem Umfang. Trump sagte, es hätte deutlich bessere Lösungen dafür gegeben.
Trump: «Viele der Leute, die wir im Auge hatten, sind tot»
18.38: US-Präsident Donald Trump zufolge haben die USA derzeit keinen konkreten Plan für die politische Nachfolge im Iran. «Viele der Leute, die wir im Auge hatten, sind tot», sagte Trump beim Empfang von Bundeskanzler Friedrich Merz im Weissen Haus.

Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, der sich als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht hat, sprach Trump keine direkte Unterstützung aus.
«Ich habe gesagt, er macht einen sehr netten Eindruck, aber mir scheint, jemand aus den eigenen Reihen, der gerade beliebt ist – falls es so jemanden überhaupt gibt –, wäre besser.»
US-Botschaft im Libanon schliesst
18.31: Nach Schliessungen der US-Vertretungen in Saudi-Arabien und Kuwait wird auch der Betrieb an der US-Botschaft im Libanon vorerst eingestellt.
Grund seien Spannungen in der Region, teilte die Botschaft mit. Ein Termin für die Wiederöffnung wurde nicht genannt.
Trump rechtfertigt Iran-Einsatz mit Sicherheitsinteressen
18.30: US-Präsident Donald Trump hat den Krieg mit dem Iran erneut mit eigenen Sicherheitsinteressen begründet – und nicht mit einer Entscheidung Israels.
«Wenn überhaupt, dann habe ich Israel vielleicht unter Druck gesetzt. Aber Israel war bereit, und wir waren bereit», sagte er.

Trump sagte, er sei bereits während der Verhandlungen mit dem Iran sicher gewesen, dass Teheran zuerst angreifen werde. «Und ich wollte nicht, dass das passiert.»
Laut Rubio wollte Iran angreifen
18.28: US-Aussenminister Marco Rubio hat sich zum Iran-Einsatz geäussert.
«Die unmittelbare Gefahr bestand darin, dass wir wussten, dass der Iran, wenn er angegriffen würde – und wir gingen davon aus, dass er angegriffen werden würde –, sofort gegen uns vorgehen würde.»

Man habe nicht tatenlos zusehen und einen Schlag einstecken wollen, bevor man selbst zurückschlage.
Merz stimmt mit Trump in Iran-Thematik überein
18.23: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump Übereinstimmung in der Iran-Politik betont.
«Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran gestürzt werden muss», sagte Merz in seinem kurzen Eingangsstatement bei seinem zweiten Besuch bei US-Präsident Donald Trump in Washington.

Er freue sich sehr «über die Gelegenheit, in diesen schwierigen Zeiten mit Ihnen zu sprechen». Man werde aber auch «über die Zeit danach sprechen, darüber, was dann geschieht, wenn sie gestürzt sind», ergänzte Merz.
EDA sucht mit der Swiss nach Lösungen für gestrandete Schweizer
18.15: Rund 4800 Schweizer Reisende sitzen am vierten Tag der amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran im Nahen Osten fest. Diejenigen, die sich in der Ad-hoc-App des EDA registriert haben, hoffen, einen der wenigen angebotenen kommerziellen Flüge nutzen zu können.

Einige Dutzend Schweizerinnen und Schweizer hätten Anfang dieser Woche mit einem kommerziellen Flug die Region verlassen können. Das erklärte die Direktorin für konsularische Angelegenheiten im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Marianne Jenni, am Dienstag bei einer improvisierten Pressekonferenz vor dem Bundeshaus.
Aber man müsse Geduld haben und davon ausgehen, dass der Luftraum noch eine Weile geschlossen bleibt. «Wir arbeiten intensiv mit Swiss zusammen, um Lösungen zu finden», erklärte sie.
Europäische Staaten starten Evakuierungsflüge
17.46: Mehrere Länder bringen nach der Eskalation im Nahen Osten die ersten Evakuierungsflüge für ihre Staatsbürger auf den Weg. 175 Spanier seien von Abu Dhabi aus mit einer Linienmaschine gestartet und auf dem Weg nach Madrid, teilte Aussenminister José Manuel Albares mit.
Die britische Regierung organisiert ebenfalls einen Charterflug, der in den kommenden Tagen von Maskat im Oman aus starten soll, wie Aussenministerin Yvette Cooper im Parlament ankündigte.

Polens Regierungschef Donald Tusk sagte, auch sein Land bereite eine Evakuierungsaktion für die polnischen Staatsbürger in der Region vor. Er habe Anweisungen gegeben, dass auf Flüge mit den Regierungsflugzeugen verzichtet werde, damit die Maschinen bereit seien, wenn sich die Möglichkeit biete, erklärte Tusk.
Netanjahu droht der Hisbollah
17.42: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einer weiteren Verschärfung der Angriffe gedroht.

«Die Hisbollah hat einen sehr schweren Fehler begangen, als sie uns angegriffen hat», sagte Netanjahu bei einem Besuch eines Luftwaffenstützpunktes. Israel habe bereits mit grosser Kraft reagiert, «und wir werden mit noch grösserer zusätzlicher Kraft reagieren».
Israelis feiern Karneval im Bunker
17.13: Trotz täglicher Raketenangriffe aus dem Iran feiern Israelis ausgelassen das jüdische Karnevalsfest Purim in Schutzräumen.
In öffentlichen Bunkern werden regelrechte Purim-Partys gefeiert: Kinder verkleiden sich als Spiderman, Prinzessin oder Polizist und Erwachsene tanzen zu Musik. Purim ist ein fröhliches Fest, bei dem sich vor allem, aber nicht nur, Kinder verkleiden.

In den sozialen Medien posteten Israelis Videos von ihren Feiern. «Die Iraner werden uns nicht stoppen», schrieb etwa ein User und stellte dazu ein Video von einer Party in einem zum Schutzraum umfunktionierten Parkhaus in der Küstenmetropole Tel Aviv, in dem Dutzende Menschen zu Musik tanzen.
Gebäude von geistlichem Expertenrat in Iran getroffen
17.08: Das Gebäude eines Expertenrats einflussreicher Geistlicher im Iran ist nach Medienberichten bei einem Angriff in der Stadt Ghom getroffen und schwer beschädigt worden.
Es gab allerdings widersprüchliche Angaben aus Israel und dem Iran zu der Frage, ob dort zum Zeitpunkt des Angriffs gerade ein Gremium iranischer Geistlicher tagte, das einen Nachfolgers von Ajatollah Chamenei bestimmen soll.

Staatsoberhaupt und Religionsführer Chamenei war am Samstag bei einem israelischen Angriff getötet worden.
Nach ersten Informationen war das Gebäude zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch leer, es hätten sich dort keine Personen befunden.
Swiss fliegt bis Freitag nicht nach Dubai
16.55: Die Fluggesellschaft Swiss annulliert nach der Destination Tel Aviv auch ihre Flüge nach Dubai. Dies gilt vorerst bis und mit 6. März, wie die Swiss am Dienstag mitteilte. Die Flüge nach Tel Aviv sind bis 8. März ausgesetzt.

Die Swiss sei sich bewusst, dass viele Reisende in den Golfstaaten derzeit auf eine Ausreise hoffen würden, heisst es in der Mitteilung. Für die Fluggesellschaft stehe die Sicherheit ihrer Besatzungen und Passagiere aber an erster Stelle.
Deshalb werde bis 6. März der Luftraum der Arabischen Emirate und von Zypern gemieden. Bis 8. März gelte dies auch für die Lufträume von Israel, Jordanien, Dammam in Saudi-Arabien, Libanon, Iran, Irak Bahrain, Kuwait und Katar. Viele dieser Lufträume seien derzeit sowieso generell geschlossen.
Mindestens 30'000 Menschen im Libanon mussten ihre Häuser verlassen
16.36: Im Libanon sind wegen der andauernden israelischen Luftangriffe nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) bisher rund 30'000 Menschen in staatlich ausgewiesenen Notunterkünften registriert worden.

Viele weitere Vertriebene hätten die Nacht in ihren Autos, am Strassenrand und in Staus verbracht, teilte ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bei einer Pressekonferenz in Genf mit.
Israel hatte zuvor die Bewohner von mehr als 53 Dörfern zur Evakuierung aufgerufen. Besonders betroffen sind der Südlibanon, die Bekaa-Ebene sowie die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut.
Deutschland startet am Mittwoch eine Rückholaktion
16.33: Die deutsche Regierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten.
Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Aussenminister Johann Wadephul im Sender Welt TV an.

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen weiterhin Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.
Berlin werde versuchen, alte, kranke und schwache Menschen sowie schwangere Frauen und Kinder nach Deutschland zurückzubringen. «Wir müssen schauen, wen wir dort mitnehmen können», sagte Wadephul.
Rutte verteidigt US-Angriff auf den Iran
16.20: Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten auf Iran erneut verteidigt.
«Der Iran steht kurz davor, sich nukleare Fähigkeiten und ballistische Raketen zu beschaffen», sagte Rutte bei einem Besuch in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje. Das sei nicht nur eine «existenzielle Bedrohung» für Israel, sondern stelle auch eine grosse Gefahr für Europa dar.

Dagegen hatte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Montag gesagt, die Behörde sehe im Iran kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen.
Gleichzeitig schloss er nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge etwa auf Informationen zum iranischen Atomprogramm beruhten, die der IAEA nicht vorlägen. Die UN-Atomwächter hatten seit Monaten keinen Zugang mehr zu wichtigen Anlagen im Iran.
Deutsche SPD kritisiert Israel und die USA wegen Bruch des Völkerrechts
15.52: Die Parlamentsfraktion der deutschen Partei SPD wirft den USA und Israel vor, mit ihrem Angriff auf den Iran das Völkerrecht gebrochen zu haben. Die sozialdemokratische SPD ist als Koalitionspartnerin der Christdemokraten von Kanzler Friedrich Merz an der deutschen Regierung beteiligt.

«Für uns steht fest, dass nach allem, was wir wissen, augenblicklich das Völkerrecht nicht eingehalten worden ist», sagte Fraktionschef Matthias Miersch in Berlin. Das zu benennen, bedeute nicht, dass man «dem Regime eine Träne nachweint». Nun müsse es darum gehen, am Verhandlungstisch eine Zukunft für den Iran zu organisieren.
Die Regierung hat es bisher vermieden, sich eindeutig zur Völkerrechtsfrage zu positionieren. Die Positionierung der SPD kam kurz vor einem geplanten Treffen von Merz mit US-Präsident Donald Trump in Washington.
Israel hat Angriffsserie auf Teheran gestartet
15.46: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine grossangelegte Angriffsserie in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen.

Ziel der Luftangriffe sei Infrastruktur der iranischen Führung, hiess es in einer Mitteilung der Armee. Einwohner der Stadt berichteten von heftigen Explosionen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.
Ein Sprecher der israelischen Armee veröffentlichte auf der Plattform X auf Persisch «dringende Warnungen» an die Menschen im Iran. Dies betreffe das Hakimieh-Industriegebiet im Osten der Hauptstadt und den Pajam-Flughafen bei Karadsch, einem Vorort Teherans.
EU verstärkt Militärpräsenz in Zypern
15.44: Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt von Akrotiri verstärken EU-Staaten ihre militärische Präsenz auf der EU-Inselrepublik Zypern.

Nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur KYPE entsendet Frankreich auf Bitten der Republik Zypern Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte in den östlichen Mittelmeerraum.
Der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis habe den deutschen Kanzler Friedrich Merz telefonisch über die jüngsten Ereignisse informiert, berichtete die Nachrichtenagentur weiter.
Hafen im Oman angegriffen
15.41: Im Handelshafen von Dukm im Oman ist es erneut zu einem Drohnenangriff gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen berichtete, wurden Treibstofftanks von mehreren Drohnen attackiert.

Verletzt wurde demnach niemand, die Schäden seien begrenzt. Zunächst war unklar, wer für den Angriff verantwortlich war.
Der Iran wies zurück, hinter dem Angriff zu stecken. Es seien keine Attacken «gegen das Territorium und die Häfen des befreundeten und benachbarten Landes Oman» erfolgt, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Generalstab.
Katar: «Rote Linien wurden überschritten»
15.12: Die katarische Regierung sieht wegen der andauernden iranischen Angriffe auf Ziele in der Golfregion «rote Linien» überschritten.
Es bestehe kein Kontakt zum Iran, sagte der Sprecher des katarischen Aussenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Katar sei darauf fokussiert, sein Territorium und seine Bürger zu schützen.
Seit Samstag habe der Iran mehr als 100 ballistische Raketen auf Katar abgeschossen. Ein Grossteil konnte abgewehrt werden. Ausserdem seien seitdem 39 Drohnen und zwei Kampfflugzeuge abgeschossen worden.

Auch der internationale Flughafen in Doha sei Ziel der Angriffe gewesen. Katar warf der iranischen Regierung vor, damit nicht nur militärische Ziele, sondern auch lebenswichtige Infrastruktur ins Visier zu nehmen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate zählten bisher 812 abgefeuerte Drohnen in Richtung ihres Staatsgebiets. 755 seien abgefangen worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.
Ausserdem seien 186 ballistische Raketen in Richtung der Emirate abgefeuert worden. Seit Samstag wurden demnach drei Menschen durch herabfallende Trümmerteile getötet und 68 verletzt.
Erleichterte Gesichter nach Ankunft in Frankfurt
14.55: Nach der Ankunft des Flugzeugs aus Dubai zeigen sich die Passagiere am Frankfurter Flughafen erleichtert. Sie konnten heute Morgen zurück nach Deutschland fliegen.

Gegen 9 Uhr Ortszeit hob das Flugzeug aus der Krisenregion ab. Nun liegen sich die Angehörigen in den Armen.

Am Dienstagabend sollen am Berliner Flughafen zwei Maschinen «planmässig» in Richtung Naher Osten abheben, wie ein Sprecher der «Bild» mitteilt.
Israelische Luftwaffe führt weitere Angriffswellen durch
14.34: Die israelische Luftwaffe hat heute Dienstag gemäss eigenen Angaben erneut mehrere Angriffswellen im Westen Irans durchgeführt.
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«Dutzende von Raketenwerfern, Verteidigungs- und anderen Feuersystemen» habe man angegriffen.
Jordanien öffnet Luftraum
14.31: Der Vorsitzende der jordanischen Zivilluftfahrtbehörde, Deifallah Farajat, gab am Dienstag bekannt, dass der jordanische Luftraum nun wieder für den zivilen Flugverkehr geöffnet sei.
Die seit Montagabend geltende Sperrung ist somit aufgehoben. Die Entscheidung sei nach «gründlicher Überprüfung» und Bewertung der aktuellen Sicherheitslage getroffen worden.
Trump will nicht mit dem Iran verhandeln
14.02: Für US-Präsident Trump kommt der Verhandlungsversuch des Irans offenbar zu spät.

«Sie wollen gemeinsam sprechen», schreibt Trump auf seiner Plattform «Truth Social». Doch nun sei es «too late».
Hisbollah: «Ära der Geduld» ist vorbei
13.53: Die Hisbollah im Libanon hat Israel mit einem erneuten offenen Krieg gedroht. Die «Ära der Geduld ist vorbei», sagte der hochrangige Hisbollah-Funktionär Mahmud Komati in einer Mitteilung der Organisation.

Lange Zeit habe sich die Hisbollah zurückgehalten. Doch der Staat sei nicht in der Lage, das Land vor den anhaltenden israelischen Angriffen zu schützen.
«Wir können die Tötung unserer Bürger und die Zerstörung unserer Häuser nicht länger dulden», sagte Komati. Wenn Israel eine Konfrontation suche, «dann soll es ein offener Krieg sein».
Erstes Flugzeug aus Dubai gelandet
13.38: Das erste der fünf Flugzeuge, die heute Morgen in Dubai gestartet sind, ist in Frankfurt (D) gelandet. Der Airbus A380 setzte um 13.35 Uhr auf deutschem Boden auf.
Deutschland bestellt iranischen Botschafter ein
13.32: Deutschlands Auswärtiges Amt hat angesichts der iranischen Angriffe auf Israel und andere Staaten der Region den iranischen Botschafter in Berlin einbestellt.
«Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen», teilte das deutsche Aussenministerium in Berlin auf X mit.
«Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismässigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele», kritisierte das Auswärtige Amt weiter. «Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region.»
Israel: Hochrangigen Kommandeur im Visier
13.28: Die israelische Armee hat gemäss eigenen Angaben einen «hochrangigen Kommandeur des iranischen Terrorregimes» in Teheran angegriffen. Um wen es sich dabei handelt, wurde nicht näher definiert.
Iran verbietet Export von Lebensmitteln
13.20: Angesichts des Kriegs hat der Iran sämtliche Lebensmittelexporte verboten.

Einem Regierungsbeschluss zufolge sei auch die Ausfuhr von Agrarprodukten bis auf weiteres untersagt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern sei zur Priorität erklärt worden.
Angriffe auf katarischen Flughafen abgewehrt
13.07: Wie das katarische Aussenministerium vermeldet, habe es «Angriffsversuche» auf den Hamad International Airport gegeben. Diese seien jedoch alle abgewehrt worden.
Weiter schreibt das Ministerium, dass man heute israelische Soldaten dabei beobachtet habe, wie sie libanesisches Gebiet betreten hätten. Anschliessend seien die Soldaten wieder zur Blauen Linie zurückgekehrt.
Die sogenannte Blaue Linie beschreibt eine markierte Linie, die auf den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon im Jahr 2000 zurückgeht. Sie gilt nicht als offizielle Staatsgrenze.
«Zweifellos eine Gefahr» für Atomkraftwerk im Iran
13.05: Das Kernkraftwerk Bushehr im Iran ist aufgrund des aktuellen Konflikts bedroht. Das gab der Chef des russischen staatlichen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow,, gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA bekannt.

Wenige Kilometer vom AKW entfernt seien Explosionen zu hören. «Das richtet sich nicht gegen das Werk, sondern gegen Militäranlagen dort», sagte er der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. «Doch die Bedrohung wächst, je intensiver der Konflikt wird.»
Rosatom erwäge, weitere 150 bis 200 Mitarbeiter aus Buschehr abzuziehen, sobald die Sicherheitslage es zulasse, sagte Lichatschow. Die Russen bauen im Iran an einem zweiten Reaktorblock. Familien und Kinder der russischen Spezialisten seien schon vor den Angriffen in Sicherheit gebracht worden.
Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Atomkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom.
Öllager in Fujairah brennt lichterloh
12.58: Nach einem Drohnenangriff auf ein Öllager ist in Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Feuer ausgebrochen. Eine riesige Rauchsäule steigt auf, wie Videos in den sozialen Medien zeigen.
Iranian drones struck the oil terminal of Fujairah, UAE. Parts of the oil facilities are burning. pic.twitter.com/oWnm3aL06g
— (((Tendar))) (@Tendar) March 3, 2026
Fujairah gilt als strategischer Knotenpunkt für Energie und Rohöl. Die Stadt liegt am Golf von Oman, ausserhalb der Strasse von Hormus.
Angriff auf Schule im Iran könnte Kriegsverbrechen sein
12.46: Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln.
In Minab nahmen unterdessen Tausende an der Beerdigung zahlreicher Kinder teil.
«Die Verantwortung für die Untersuchung des Angriffs liegt bei den Streitkräften, die ihn durchgeführt haben», teilte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte in Genf mit.

«Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten.»
Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen.

Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Sie wollten die Berichte ebenso wie die US-Amerikaner prüfen.
30'000 Vertriebene in Notunterkünften
11.50: Seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran haben mindestens 30'000 Menschen Schutz in Notunterkünften im Libanon gesucht. Das gab das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen am Dienstag bekannt.
Viele hätten zuvor in ihren Autos übernachtet. Vermehrt hätten die Menschen im Stau auf den Strassen festgesessen.
Israelisches Militär greift iranischen Führungskomplex an
11.22: Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge in der vergangenen Nacht ein «Sicherheitsgebäude der Regierung im Führungskomplex des iranischen Terrorregimes» angegriffen.
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Bei dem Angriff habe man zahlreiche Waffen auf das Präsidentenbüro sowie das Gebäude des Obersten Nationalen Sicherheitsrats abgeworfen. Über 250 Bomben seien abgeworfen worden, berichtet «Times of Israel».
Auch das iranische Offiziersausbildungsinstitut sei angegriffen worden.
Israel beschreibt das Gebäude als «wichtigstes und zentrales Hauptquartier des iranischen Terrorregimes».
IAEA bestätigt Schäden an Atomanlage
10.44: Die Internationale Atomaufsichtsbehörde (IAEA) hat Schäden an der iranischen Atomanlage Natanz bestätigt.
Based on the latest available satellite imagery, IAEA can now confirm some recent damage to entrance buildings of Iran’s underground Natanz Fuel Enrichment Plant (FEP). No radiological consequence expected and no additional impact detected at FEP itself, which was severely… pic.twitter.com/7CS7BRZo1s
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) March 3, 2026
«Anhand der neuesten verfügbaren Satellitenbilder kann die IAEA nun einige kürzlich aufgetretene Schäden an den Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage Natanz im Iran bestätigen.»
Radiologische Folgen und somit Gefahr für die Bevölkerung werden allerdings nicht erwartet.
Israels Armee: Irans Feuerkraft lässt nach
10.36: Gehen dem Iran nun langsam die Waffen aus? Die iranischen Angriffe auf Israel haben sich israelischen Militärangaben zufolge inzwischen abgeschwächt.
«Wir beobachten, dass ihre Feuerkraft nachlässt», sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani. «Wir konnten ihre Fähigkeit, Raketen auf uns und die Region abzufeuern, begrenzen.»
Er räumte allerdings ein, dass dies zum Teil auch damit zusammenhängen könnte, dass die iranische Führung womöglich Waffenbestände für den Fall aufspare, dass der Krieg länger dauern sollte.
Doch wesentlich seien die israelisch-amerikanischen Angriffe: «Wir haben Hunderte ballistische Raketen zerstört, und wir beobachten», sagte Schoschani. Der Iran könne nicht mehr im grossen Umfang Raketen abfeuern.
Iran: Mindestens 787 Menschen getötet
10.22: Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen.

Die Zahl lässt sich nicht unabhängig überprüfen.
Drohnenangriff vor Omans Küste gemeldet
10.00: Im Handelshafen von Dukm im Oman ist es erneut zu einem Drohnenangriff gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen berichtete, wurden Treibstofftanks von mehreren Drohnen attackiert.
Verletzt wurde demnach niemand, die Schäden seien begrenzt. Zunächst war unklar, wer für den Angriff verantwortlich war.
Bereits am Sonntag war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am Samstag hat Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Im Oman selbst sind keine US-Stützpunkte. Häfen wie der in Dukm können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten.
Witkoff: Iran prahlte mit elf Atombomben in Reichweite
09.17: Noch während der Atomverhandlungen mit den USA hat sich der Iran nach Darstellung Washingtons gerühmt, genug hochangereichertes Uran für elf Atombomben zu besitzen.
Dies berichtet der US-Sondergesandte Steve Witkoff nun in einem Interview mit dem US-Sender Fox News.

«Beide iranischen Unterhändler sagten ganz offen und ohne Scham, dass sie 460 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran kontrollierten und sich bewusst seien, dass damit elf Atombomben hergestellt werden könnten», berichtete Witkoff.
«Sie waren stolz darauf, dass sie alle möglichen Kontrollmechanismen umgangen hatten, um an einen Punkt zu gelangen, an dem sie elf Atombomben hätten herstellen können.»
Israel: Hisbollah-Anführer in Beirut getötet
09.13: Israels Militär hat eigenen Angaben zufolge einen Hisbollah-Anführer in Beirut getötet.
צה"ל חיסל בביירות את מוביל תחום ההתעצמות לחיזבאללה מטעם 'כוח קדס'
— צבא ההגנה לישראל (@idfonline) March 3, 2026
חיל הים תקף אתמול בביירות, בהכוונת אמ"ן, וחיסל את רצ'א חזאא'י, מוביל תחום ההתעצמות לחיזבאללה מטעם 'כוח קדס', המשמש גם כראש המטה של גיס לבנון של הכוח.
במסגרת תפקידו, חזאא'י שימש כיד ימינו של מפקד הגיס ונחשב גורם…
Raca Khaza'i, ein «führender Kämpfer», sei gestern bei einem Angriff getötet worden. Der Mann soll als «rechte Hand» und Schlüsselfigur beim Machtausbau der Hisbollah gelten.
Er habe beim Aufbau von Routen für den Waffenverkehr sowie bei der Leitung umfangreicher Prozesse zur Stärkung von iranischen Waffen geholfen.
Israels Verteidigungsminister: Wollen «Angriffe auf israelische Grenzgemeinden» verhindern
09.00: Nun haben sich auch der Militärsprecher Nadav Schoschani und der israelische Verteidigungsminister Israel Katz zum Vorgehen im Südlibanon geäussert.
Schoschani betonte, dass es sich um eine «taktische Massnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern» handele.

«Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Einsätze gegen uns ausweiten.» Wie viele Soldaten Israel im Nachbarland in der Nähe zur israelischen Grenze positioniert hat, wollte Schoschani nicht sagen.
«Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und ich haben die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) ermächtigt, weitere strategische Positionen im Libanon einzunehmen und zu sichern, um Angriffe auf israelische Grenzgemeinden zu verhindern», teilte Israels Verteidigungsminister Israel Katz mit.
Israel dringt mit Bodentruppen in Südlibanon ein
08.17: Israelische Streitkräfte haben gemäss eigenen Angaben auf X Bodentruppen stationiert. Diese sind gemäss des israelischen Senders «N12» in den Südlibanon eingedrungen.

Der Sender schreibt von fünf punktuellen Orten, an denen das israelische Militär offenbar eine Art «Frontverteidigungslinie» bildet.

Das Ziel sei allerdings kein Bodenmanöver, sondern eine Verteidigungslinie, die sich auf die Waffen der Hisbollah konzentriert.
US-Botschaft in Kuwait wurde geschlossen
08.03: Die US-Botschaft in Kuwait bleibt aufgrund der «anhaltenden regionalen Spannungen» bis auf Weiteres geschlossen. Das gab die US-Botschaft auf X bekannt.
Security Alert: U.S. Embassy Kuwait Closure
— U.S. Embassy Kuwait (@USEmbassyQ8) March 3, 2026
Due to ongoing regional tensions, the U.S. Embassy in Kuwait will be closed until further notice. We have canceled all regular and emergency consular appointments. We will communicate when the embassy returns to normal operations.… pic.twitter.com/x3hJQXp51Q
Alle regulären und dringenden Konsulartermine wurden abgesagt.
US-Streitkräfte greifen Provinz mit grösstem Nuklearforschungszentrum an
07.59: US-Streitkräfte haben offenbar die Provinz Isfahan im Zentraliran angegriffen. Auf der Plattform X ist eine entsprechende Meldung zu finden.
Südlich der Stadt Isfahan, die in der gleichnamigen Provinz liegt, befindet sich das grösste atomare Forschungszentrum des Irans. Die Anlage wird von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) überwacht.
Das Zentrum betreibt drei chinesische Kernreaktoren.
Schwere Bombardierung erschüttern Teheran und Vororte
07.34: Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen rund ein Dutzend Raketen ein, wie iranische Medien berichteten.
In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Bewohner der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen.
Israel führt zeitgleich Angriffe in Teheran und Beirut durch
07.29: Die israelischen Streitkräfte greifen aktuell zeitgleich militärische Ziele in Teheran und Beirut an. Das gab das israelische Militär am Dienstagmorgen auf X bekannt.
Trump: USA haben «unbegrenzten» Vorrat an Waffen
07.17: US-Präsident Trump hat sich erneut via «Truth Social» zu Wort gemeldet. In seinem Beitrag geht er auf die Waffenvorräte der USA ein. Diese seien «praktisch unbegrenzt» verfügbar.

Kriege könnten «für immer» geführt werden. Die USA sei gut aufgestellt – und bereit, gross zu gewinnen.
Bundeskanzler Merz trifft Trump in Washington
07.05: Drei Tage nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Washington eingetroffen, um sich mit US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus zu treffen.

Ein Thema wird dabei ganz klar im Mittelpunkt stehen: Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die sich inzwischen zu einem Krieg ausgeweitet haben, der einen grossen Teil der Nahost-Region erfasst hat. Es ist der zweite Besuch des Kanzlers im Weissen Haus seit seinem Amtsantritt vor zehn Monaten. Der Erste verlief ausgesprochen harmonisch, diesmal dürfte es schwieriger werden.
Fluggesellschaft Emirates startet fünf Flüge aus Dubai
07.02: Fünf Flüge der Fluggesellschaft Emirates sind am Dienstagmorgen aus Dubai gestartet.
Five Emirates aircraft departed Dubai this morning — all A380s — bound for Jeddah, Manchester, Paris, London, and Frankfurt. pic.twitter.com/LUV0YB1uA7
— Flightradar24 (@flightradar24) March 3, 2026
Wie «Flightradar24» wie X vermeldet, steuern die Flugzeuge die Städte Dschidda, Manchester, Paris, London und Frankfurt an.
USA: Weitere militärische Infrastruktur im Iran zerstört
06.55: Die US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen im Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen.
Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mitteilte. «Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen», hiess es.
Weitere Drohnen nahe Riad abgefangen
04.15: Nach dem Drohnenangriff auf die US-Botschaft in Riad, hat das saudi-arabische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass anschliessend acht weitere Drohnen nahe Riad und Al-Chardsch, rund 80 Kilometer weiter südlich, abgefangen und zerstört worden seien.
Israelisches Militär: Zwei Drohnen aus dem Libanon abgefangen
04.11: Das israelische Militär berichtet, dass zwei weitere Drohnen aus dem Libanon abgefangen worden seien.
Netanjahu: «Wir werden keinen endlosen Krieg führen»
03.55: Benjamin Netanjahu hat sich gegenüber «Fox News» zum Iran-Krieg geäussert. Dabei meinte der israelische Premierminister: «Dies wird eine schnelle und entschlossene Aktion sein». Und: «Letztendlich liegt es am iranischen Volk, die Regierung zu wechseln… Die USA und Israel schaffen gemeinsam die Voraussetzungen dafür.»
Vance: Machtwechsel im Iran ist nebensächlich
03.33: Vertreter der US-Regierung haben betont, dass es Trump im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer «perfekten Welt» würden die USA es begrüssen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident JD Vance dem Sender «Fox News». Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange.
Trump kündigt Vergeltung für Angriff auf US-Botschaft an
03.15: Trump sagte gegenüber «NewsNation», dass man bald erfahren werde, wie die Vergeltungsmassnahmen als Reaktion auf einen Angriff auf die US-Botschaft in Riad und auf den Tod von US-Militärangehörigen während des Iran-Konflikts aussehen werden.
Diese Informationen teilte eine Reporterin des Medienunternehmens auf X mit und zitierte ein Interview mit dem US-Präsidenten: «Er sagte mir auch, dass er nicht glaube, dass Bodentruppen nötig sein werden.»

Die US-Botschaft in Riad wurde von zwei Drohnen getroffen, was zu einem begrenzten Brand und einigen Sachschäden führte. Das teilte das Verteidigungsministerium des Königreichs zuvor in einem Beitrag auf X mit.
Republikaner: Israel hätte mit oder ohne die USA gehandelt
02.11: Nach Darstellung des Sprechers des US-Repräsentantenhauses hat Druck von Seiten Israels massgeblich zu der Entscheidung der USA für einen Angriff auf den Iran beigetragen.
«Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung», sagte der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.

Die US-Regierung habe deshalb eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Sie habe die Bedrohungen für die USA, für deren Soldaten und Einrichtungen in der Region und darüber hinaus bewerten müssen, sagte Johnson.
Auf Basis «hervorragender Geheimdienstinformationen» seien sie zu dem Schluss gekommen, dass der Iran im Fall eines Angriffs durch Israel sofort mit Vergeltungsmassnahmen gegen die USA reagieren würde. Er sei überzeugt, dass die US-Regierung das Richtige getan habe.
Saudis teilen mit: Drohnenangriff auf US-Botschaft
01.35: Das saudische Verteidigungsministerium erklärt in einer Stellungnahme, dass die US-Botschaft in Riad von zwei Drohnen getroffen wurden. Der Drohnenangriff habe zu einem «begrenzten» Brand und geringfügigen Sachschäden geführt.

Währenddessen hat die US-Botschaft in Riad eine Sicherheitswarnung herausgegeben und empfiehlt amerikanischen Staatsbürgern in Saudi-Arabien, sich sofort in Sicherheit zu bringen.
Israels Armee: Entwarnung nach Raketenangriff aus dem Iran
01.22: Nach einem erneuten iranischen Raketenangriff in der Nacht gibt das israelische Militär Entwarnung. Inzwischen dürfe die Bevölkerung die Schutzräume jedoch wieder verlassen, nachdem zuvor die Luftabwehr im Einsatz war, teilte die Armee mit.
Reuters meldet Brand in US-Botschaft in Riad
01.15: Gemäss Reuters ist nach einer Explosion in der US-Botschaft in der saudischen Hauptstadt Riad ein Feuer ausgebrochen. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf zwei Quellen. Bisher gibt es keine weiteren Informationen.

Israels Armee greift erneut im Libanon an
00.43: Die israelische Armee greift in der Nacht erneut im Libanon an. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut, wie die Armee mitteilte.
Amerikaner sollen Dutzende Nahost-Länder sofort verlassen
00.09: Das US-Aussenministerium ruft Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen. Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf der Plattform X auf «schwerwiegende Sicherheitsrisiken».
Die Aufforderung betrifft folgende Länder und Regionen: Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, das Westjordanland und den Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen.
Israels Armee: Neuer Raketenangriff aus dem Iran
00.02: Israel ist nach Militärangaben in der Nacht erneut aus dem Iran mit Raketen angegriffen worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, wie die Armee mitteilte. In Tel Aviv und anderen Gebieten heulten die Sirenen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in die Schutzräume zu begeben.
Israel bombardiert Irans Rundfunksender
23.54: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei der weiteren Angriffswelle auch die staatliche iranische Rundfunkanstalt IRIB in Teheran bombardiert.
«Vor kurzem hat die israelische Luftwaffe das Kommunikationszentrum des iranischen Terrorregimes angegriffen und zerstört», teilte die israelische Armee mit.
Der Chef des Senders bestätigte den Angriff zwar, betonte aber zugleich, der Sendebetrieb gehe weiter. Die staatliche Rundfunkagentur Iribnews betonte sogar, der Sendebetrieb sei «in keiner Weise beeinträchtigt».
Kuwaits Armee meldet weiteres Todesopfer
23.40: Das Militär des Golfstaats Kuwait meldet ein weiteres Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region. Laut dem Generalstabschef der kuwaitischen Armee sind somit mittlerweile zwei Marinesoldaten im Dienst bei einem «Militäreinsatz» ums Leben gekommen. Details dazu, wo und wie genau die Soldaten ums Leben kamen, wurden nicht genannt.
Israel greift erneut in Teheran an – Explosionen zu hören
23.30: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran gestartet. Augenzeugen berichteten von heftigen Explosionen. Der Staatssender PressTV berichtete, das Gelände der IRIB-Rundfunkanstalt sei attackiert worden.
Zuvor hatte ein Sprecher der israelischen Armee auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen.
Allerdings dürfte die Warnung die Menschen kaum erreichen, da die Behörden das Internet im Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffeam Samstag gesperrt haben.
Rubio verteidigt Iran-Angriffe: Eigene Verluste sonst höher
23.13: US-Aussenminister Marco Rubio hat die Angriffe seines Landes auf den Iran auch als proaktive Massnahme zum eigenen Schutz gerechtfertigt. «Wir wussten, dass es zu einem israelischen Eingreifen kommen würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte auslösen würde», führte Rubio am Montagnachmittag (Ortszeit) vor Journalisten aus.

Die USA seien zu der Einschätzung gekommen, dass sie mehr Verletzte und Tote zu verzeichnen hätten, wenn sie unter diesen Umständen nicht «präventiv» gegen den Iran vorgegangen wären. «Wir haben proaktiv auf defensive Weise gehandelt, um zu verhindern, dass sie grösseren Schaden anrichten», sagte er.
Deutscher Aussenminister: Gefahr für Angriff auf Nato-Land besteht
22.35: Nach dem Angriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern hält der deutsche Bundesaussenminister Johann Wadephul einen Angriff auf ein Nato-Land für möglich.
«Ja, diese Gefahr besteht, das kann man nicht von der Hand weisen», sagte der CDU-Politiker im ZDF-«heute-journal» auf die Frage, ob im Zuge des Iran-Kriegs nun auch Nato-Länder angegriffen werden könnten.
EU sagt wegen Krieg weiteres Ministertreffen in Zypern ab
22.17: Die EU verschiebt wegen des Iran-Kriegs ein weiteres in Zypern geplantes Ministertreffen. Wie die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft am Abend mitteilte, werden die Kulturminister nicht wie ursprünglich vorgesehen an diesem Donnerstag und Freitag in dem Inselstaat im östlichen Mittelmeer zusammenkommen. Zuvor war bereits ein für diesen Montag und Dienstag terminiertes Europaministertreffen abgesagt worden.
















