Deutschland: 16-Jähriger schlägt Lokführer nieder

    Simon Binz
    Simon Binz

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    In Sachsen (D) hat ein 16-Jähriger einen Lokführer brutal zusammengeschlagen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG fordert nun Konsequenzen.

    Faustschlag Sachsen
    In Sachsen (D) wurde ein Lokführer von einem 16-Jährigen brutal zusammengeschlagen (Symbolbild). - Getty

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein 16-Jähriger schlug in Sachsen (D) einen Lokführer nieder, der einer Kollegin half
    • Der Täter wurde mit einem Messer im Wald gefasst und nach dem Verhör freigelassen.
    • Laut dem Verband denkt ein Drittel der Bahnbeschäftigten wegen Gewalt an eine Kündigung.

    Ein 16-Jähriger hat in einer Regionalbahn in Sachsen (D) einen Lokführer niedergeschlagen und auf ihn eingetreten. Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend gegen 20.50 Uhr zwischen Ottendorf-Okrilla-Nord und Laussnitz.

    Der Jugendliche hatte zuvor unbefugt die Gleise überquert und war dabei von einer Zugbegleiterin fotografiert worden. Als er die Frau bedrohte und bedrängte, stoppte der Lokführer den Zug und eilte ihr zu Hilfe.

    Hast du auch schon Gewalt gegen Bahnpersonal erlebt?

    Laut Bundespolizei griff der 16-Jährige ihn sofort massiv an: «Er schlug ihn ins Gesicht, drückte ihn zu Boden und trat auf ihn ein.» Ein Fahrgast versuchte einzugreifen und sprühte Pfefferspray – dabei erlitten der Lokführer, die Zugbegleiterin und ein weiterer Reisender Verletzungen an Augen und Atemwegen.

    Täter mit Messer erwischt

    Der Jugendliche flüchtete aus dem Zug, wurde aber von der Landespolizei in einem nahen Waldstück gestellt. Bei ihm fand sich auch ein Messer. Nach dem Verhör übergaben die Beamten ihn seiner Mutter. Ein jugendlicher Begleiter wurde dem Jugendnotdienst übergeben.

    Gewerkschaft fordert Doppelbesetzung

    Der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch forderte nach dem Vorfall gegenüber der «DPA» erneut strukturelle Massnahmen: «Die wichtigste Massnahme wäre die Doppelbesetzung, damit kein Zugbegleiter mehr allein auf dem Zug arbeiten muss.»

    Loroch zufolge kommt es täglich zu gewalttätigen Angriffen auf Zugpersonal. Bereits ein Drittel der Bahnbeschäftigten denke wegen der Sicherheitslage über einen Jobwechsel nach. Politik und Bahnunternehmen müssten endlich wirksame Massnahmen ergreifen.

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    Kommentare

    User #1369 (nicht angemeldet)

    Tragisch ist, dass das bald auch bei uns Normalität sein wird.

    User #5201 (nicht angemeldet)

    Genau die Bahnmitarbeiter sollen zusammenstehen und alle kündigen. Dan evt, klingelts bei der Politik und sie machen was.

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