Eine neue Studie untersucht den Krankheitsverlauf bei der Omikron-Variante des Coronavirus. Das Fazit: Dieser fällt eher mild aus.
SVP Coronavirus
Ein Tankwart steht neben einer Zeitungsschlagzeile mit dem Titel «New covid variant here» (dt. Neue Variante des Coronavirus hier). Die Omikron-Variante (B.1.1.529) war zuerst im südlichen A - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine neue Studie geht dem Krankheitsverlauf von Omikron auf den Grund.
  • Sie kommt zu dem Ergebnis, dass dieser oft mild ausfällt.
  • Die Wahrscheinlichkeit, ins Spital zu müssen, sei 80 Prozent geringer.

In Südafrika bestätigt eine neue Studie den eher milden Krankheitsverlauf der Coronavirus-Variante Omikron. Nach Auswertung von bis Ende November vorliegenden Daten ergibt sich laut den Autoren eine bis zu 80 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, zur Behandlung ins Krankenhaus zu müssen.

«Die sehr ermutigenden Daten deuten stark auf eine geringere Schwere der Omikron-Infektionswelle hin», sagte am Mittwoch Cheryl Cohen von Südafrikas Nationalem Institut für übertragbare Krankheiten (NICD).

Omikron scheint im Epizentrum an Dynamik zu verlieren

Sie warnte jedoch, dass es sich noch um frühe Daten handelt und weitere Studien nötig seien. Die geimpften Omikron-Patienten hätten zudem eine 70-prozentige Chance, einer Behandlung auf der Intensivstationen zu entgehen.

Mit Einsetzen der Sommerferien in Südafrika verbreitet sich die neue Coronavirus-Variante Omikron nun zwar landesweit - scheint aber im bisherigen Epizentrum rund um die Städte Johannesburg und Pretoria (Gauteng-Provinz) an Dynamik zu verlieren. «Ja, die Fallzahlen in der Gauteng-Provinz sinken seit über einer Woche - ich denke daher, dass wir dort den Höhepunkt der vierten Welle hinter uns haben», sagte Cohen. Es sei aber noch zu früh, um von einem landesweiten Erreichen des Höhepunkts der vierten Infektionswelle zu sprechen.

Coronavirus Südafrika
Die neue Variante des Coronavirus wurde in Südafrika entdeckt. (Symbolbild) - dpa

In Südafrika dominiert die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen. Der Grossraum um die Metropole Johannesburg und die Hauptstadt Pretoria hatte bei den täglichen Neuinfektionen landesweit zeitweise einen Anteil von bis zu 80 Prozent gehabt. Allerdings liegt die Zahl der Krankenhauseinweisungen deutlich unter denen vorangegangener Infektionswellen. Auch die Zahl der Aufenthalte im Hospital sank deutlich auf im Schnitt drei bis vier Tage, so die Studie.

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