Studie

    Haustiere machen laut Studie nicht per se glücklich

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Basel,

    Haustiere machen gemäss einer neuen Studie nicht per se glücklich. Eine mögliche Begründung: Personen, die sich einsam fühlen, holen sich eher ein Haustier.

    haustiere
    Gemäss einer neuen Studie machen Haustiere nicht per se glücklich. Hunde werden eher als emotionale Stütze gesehen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut einer Studie machen Haustiere nicht per se glücklich.
    • Haustierhalter haben im Schnitt einen etwas schlechteren Gesundheitszustand.
    • Die Forschenden vermuten, dass ein Selektionseffekt vorliegen könnte.

    Machen Haustiere glücklich und gesund? Eine neue Schweizer Studie sät Zweifel. Besitzerinnen und Besitzer von Hund, Katze und Co. schneiden teils sogar schlechter ab als Menschen ohne Tiere.

    Für die am Mittwoch im Fachjournal «Plos One» veröffentlichte Untersuchung werteten Forschende der Universität Basel sowie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts, der Universität Luzern und der Open University in den Niederlanden Daten von über 2300 Menschen in der Schweiz aus und verglichen dabei Menschen mit und ohne tierische Mitbewohner.

    haustier
    Haustiere machen nicht per se glücklich. - keystone

    Das unerwartete Ergebnis: Einen allgemeinen, messbaren Vorteil für die körperliche Gesundheit oder das seelische Wohlbefinden durch die reine Tierhaltung konnten sie nicht feststellen. Tierhalterinnen und Tierhalter berichteten im Schnitt sogar von einem etwas schlechteren Gesundheitszustand und rauchten geringfügig mehr Zigaretten pro Tag.

    Auch bei Einsamkeit, Lebenszufriedenheit oder Arztbesuchen zeigten sich kaum Unterschiede zu Menschen ohne Tiere.

    Beziehung und Tierart machen Unterschied

    Bedeutet das, dass Tiere uns nicht guttun? Laut den Forschenden nicht unbedingt.

    Hinter den Zahlen könnte sich ein sogenannter Selektionseffekt verbergen: Es sei möglich, dass Menschen, die ohnehin gesundheitlich beeinträchtigt sind, unter Stress stehen oder sich einsam fühlen, sich häufiger ein Haustier als Trostpflaster oder emotionalen Anker anschaffen.

    Die Studie macht deutlich, dass Haustierhaltung etwas Individuelles ist. Ob ein Tier als unterstützend wahrgenommen wird, hängt demnach stark von der investierten Zeit und der jeweiligen Tierart ab. Wer viel Zeit mit seinem tierischen Begleiter verbringt, erlebt der Studie zufolge das Tier als spürbar stärkere Stütze im Alltag.

    Hunde wurden als die grösste emotionale Stütze wahrgenommen. Frauen berichteten ausserdem von einer stärkere Bindung zu ihrem Tier als Männer.

    Kommentare

    User #4527 (nicht angemeldet)

    Kalten Menschen nutzt auch ein Tier nichts!

    User #3258 (nicht angemeldet)

    Man kann auch ,Frau oder Mann haben und Kinder und der Hund wird von allen geliebt.Ebenso giebt der Hund allen seine Liebe zurück.Ebenfalls bei Katzen und anderen Tieren möglich! Das nennt sich Harmonie. Wer sich nur ein Tier kauft ,um etwas zu kompensieren so wie in Corona Zeit ,der kann einem nur leid tun. Ein Tier ist ein Lebewesen,es hat Gefühle ,oft sogar die Ausgepräteren als der Menschen. Es dann enfach wieder wie ein Gegenstand zu entsogen,ist einfach nur Himmeltraurig.Es ist der Mensch ,der nie zufrieden ist und immer nur will .Und viel zu oft immer nur noch an sich selber denkt.lch lch lch ,wenn man Tiere möchte ,sollte man dies zuerst einmal komplett durchdenken ,mit Aufwand und Zeit und Bütsche und nicht einfach ein schnellschuss hinlegen. Ebenso ,gillt dies vor allem wenn man eigene Kinder möchte .Denn gerade Kinder ,werden heute auch viel zu oft vernachlässigt.

    Weiterlesen

    Haustiere positiver Effekt
    9 Interaktionen
    Nachgefragt
    Spielender Hund
    55 Interaktionen
    Haustiere
    Katzen
    606 Interaktionen
    «Verhätschelt»
    Arbeit
    20 Interaktionen
    Chronoworking

    MEHR STUDIE

    Männer
    Studie zeigt
    Luchs
    36 Interaktionen
    Studie zeigt
    4 Interaktionen
    Genf

    MEHR AUS STADT BASEL

    1 Interaktionen
    Basel
    Anti-Chaoten-Initiative
    40 Interaktionen
    Keine schärferen Vorgaben
    basel
    1 Interaktionen
    Jubiläum