Deutsche rätselten: Todesursache von Millionärserbin (†26) bekannt

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Südafrika,

Auf einer Jagdfarm in Südafrika kamen zwei Menschen durch Schüsse ums Leben. Darunter eine deutsche Millionärserbin. Die Familie schliesst ein Verbrechen aus.

Ratzau
Innerhalb von zwei Tagen starben Caroline von Rantzau (Bild) und Finanzchef Arno Koën. Die Polizei schliesst fahrlässige Tötung aus. - instagram/carolinerantzau

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf der Leeuwfontein-Farm starben binnen zwei Tagen zwei Menschen durch Schüsse.
  • Die Familie von Rantzau sagt nun: Beide Todesfälle waren Suizide.
  • Zunächst war Carolines Tod von der Familie noch als Unfall bezeichnet worden.

Auf der Leeuwfontein-Jagdfarm in Südafrika sind innerhalb von zwei Tagen zwei Menschen durch Schüsse gestorben. Zunächst war von einem tragischen Unfall die Rede.

Nun teilen die Anwälte der Hamburger Reederfamilie von Rantzau mit: Caroline von Rantzau und der Finanzchef der Farm, Arno Koën, hätten sich das Leben genommen.

Finanzchef stirbt durch Schuss in die Brust

Arno Koën wurde am 31. Mai tot aufgefunden. Er starb laut südafrikanischer Polizei durch einen Schuss in die Brust aus einer 9-mm-Pistole. Diese lag demnach fünf Meter von der Leiche entfernt.

Einen Tag später wurde die 26-jährige Caroline von Rantzau tot gefunden. Neben ihr lag ein Jagdgewehr vom Kaliber .375.

Es soll aus dem Waffenschrank ihres Vaters, des deutschen Reederei-Unternehmers Eberhart von Rantzau, stammen.

Familie spricht nicht mehr von Unfall

Die Anwälte der Familie erklärten nun: «Es besteht kein Verdacht auf ein Verbrechen, und die Familie arbeitet uneingeschränkt mit den südafrikanischen Polizeibehörden zusammen.»

Zuvor hatte die Familie den Tod von Caroline von Rantzau noch als «tragischen Unfall» bezeichnet.

Die südafrikanische Polizei ermittelte zwei Tage lang auf dem Anwesen, sicherte Spuren und befragte Zeugen. Zu den genauen Umständen macht sie bisher keine Angaben.

Brauchst du Hilfe?

Bist du selbst depressiv oder hast du Suizidgedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Dargebotene Hand (www.143.ch).

Unter der kostenlosen Hotline 143 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe. Die Berater können Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen. Auch eine Kontaktaufnahme über einen Einzelchat oder anonyme Beratung via E-Mail ist möglich.

Für Kinder oder Jugendliche steht die Notrufnummer 147 zur Verfügung.

Hilfe für Suizidbetroffene: www.trauernetz.ch

Polizeisprecher Malesela Ledwaba sagte gegenüber «Bild», eine fahrlässige Tötung werde ausgeschlossen. Derzeit werde auch gegen keine weiteren Personen ermittelt.

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