Klimakonferenz

    China und USA wieder in direkten Klima-Verhandlungen

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    Ägypten,

    Die USA und China haben ihre Klimaverhandlungen am Donnerstag bei der UN-Klimakonferenz in Ägypten wieder aufgenommen.

    John Kerry
    John Kerry, der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für Klimafragen. (Archiv) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die USA und China nähern sich wieder an – zumindest bei Klimagesprächen.
    • Die Länder standen deswegen bei der UN-Klimakonferenz in direktem Kontakt.

    Die USA und China stehen nach ihren im Spätsommer abgebrochenen Klimagesprächen bei dem Thema offensichtlich wieder in direkten Verhandlungen.

    Der US-Klimabeauftragte John Kerry habe am Donnerstagabend bei der UN-Klimakonferenz in Ägypten fast drei Stunden lang mit Chinas Klimaunterhändler Xie Zhenhua gesprochen, sagten Beobachter der Klima-Denkfabrik E3G am Freitag, die die Beratungen aus der Nähe verfolgten.

    Möglicherweise wollten die beiden eine «konstruktive Rolle spielen im Endspurt» der Konferenz, sagte Experte Alden Meyer. «Es ist interessant, dass sie so viel Zeit miteinander verbracht haben.»

    Gemeinsame Bemühungen vertiefen

    China hatte den Klimadialog mit den USA während Spannungen um Taiwan im August abgebrochen. In die Gespräche kam aber wieder Bewegung nach dem Treffen von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping mit US-Präsident Joe Biden auf Bali am Montag. Die Wiederaufnahme des Dialogs wurde zwar nicht ausdrücklich verkündet. Die Rede war laut US-Regierung aber davon, dass beide Länder in grossen Fragen wie dem Klimawandel zusammenarbeiten müssten und dass die «Bemühungen in diesen und anderen Fragen vertieft» werden müssten.

    Kerry und Xie hatten sich auf der Klimakonferenz in Scharm el Scheich schon vor Tagen getroffen und ausgetauscht. Spekuliert wurde dort auch über ein angebliches Abendessen der beiden am Dienstagabend.

    xi jinping
    Xi Jinping, Präsident von China, in Peking. - Xie Huanchi/XinHua/dpa

    Am Donnerstag erschienen Xie überraschend bei einer Veranstaltung mit Kerry zur Reduzierung des Methan-Ausstosses. Kerry unterbrach daraufhin einen Redner und stellte Xie vor als «jemand, der mein Freund geworden ist». Xie sprach mit Blick auf Kerry seinerseits von «meinem sehr guten Freund».

    Beim weltweiten Ausstoss fossiler CO2-Emissionen belegt China mit einem Anteil von 31 Prozent den ersten Platz, gefolgt von den USA mit einem Anteil von 14 Prozent. Danach folgen die EU (acht Prozent) und Indien (sieben Prozent).

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