Bericht: Todesstrafe für Vater und Haft für Tochter im Iran
Im Iran hat die Justiz im Zusammenhang mit den jüngsten Protesten ein Todesurteil und jahrelange Haft gegen einen Vater und seine Tochter verhängt.

Ein Revolutionsgericht in der Hauptstadt Teheran habe die Todesstrafe für den Mann sowie 25 Jahre Haft für seine Tochter verhängt, berichtete das Onlineportal «Emtedad» unter Berufung auf ihren Anwalt.
Dem Bericht zufolge wurden die beiden Verurteilten nach der Tötung eines Offiziers während der Unruhen Anfang Januar am Stadtrand Teherans festgenommen. Den Vorsitz im Prozess führte demnach Abolghassem Salawati, im Iran auch als «Richter des Todes» bekannt. Das Urteil wurde nach islamischer Rechtsauffassung wegen «Kriegsführung gegen Gott» verhängt.
Die Verteidigung legte Berufung gegen das Urteil beim Obersten Gerichtshof ein, wie «Emtedad» berichtete. Der Antrag sei jedoch abgewiesen worden. Ein Rechtsvertreter der Sicherheitskräfte forderte, die Todesstrafe in der Öffentlichkeit am Ort der Tötung des Offiziers zu vollstrecken.
Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International droht mindestens 30 Menschen im Zusammenhang mit den Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem im Iran die Todesstrafe.
Anfang Januar hatte Irans Sicherheitsapparat die Massenproteste im Land brutal niedergeschlagen. Nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA kamen dabei mehr als 7.000 Menschen ums Leben, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte.














