Eine bewaffnete Palästinenserin ist am Mittwoch nach Angaben des israelischen Militärs bei einem versuchten Anschlag im Westjordanland getötet worden.
Hebron
Israelische Soldaten und Sicherheitspersonal am Ort eines versuchten Schussangriffs in der Westjordanland-Stadt Hebron, 19. Mai 2021. Nach Angaben eines israelischen Armeesprechers näherte sich eine Frau den Soldaten und Anwohnern an der Elias-Kreuzung mit einem Gewehr, wurde aber neutralisiert und keine Soldaten wurden verletzt. - Keystone

Die Frau sei mit einem Sturmgewehr auf die Zufahrt zur jüdischen Siedlung Kirjat Arba in der Stadt Hebron zugegangen, teilte das israelische Militär mit. Sie habe dabei Schüsse abgegeben und sei in der Folge von israelischen Soldaten ausser Gefecht gesetzt worden. Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte ihren Tod. Unter den israelischen Soldaten kam niemand zu Schaden.

Erst am Dienstag hatte ein bewaffneter Palästinenser versucht, in Hebron israelische Soldaten anzugreifen. Der Mann habe den Berichten zufolge eine Maschinenpistole, ein Messer und einen Sprengsatz bei sich getragen. Die Soldaten erschossen ihn, bevor er sie angreifen konnte.

Aus Protest gegen Israels hartes Vorgehen im Gazastreifen waren am Dienstag im Westjordanland tausende palästinensische Demonstranten dem Aufruf zu einem «Tag des Zorns» gefolgt. Vor einem israelischen Kontrollpunkt nahe Ramallah kam es zu einem Feuergefecht mit bewaffneten Palästinensern. Dabei kamen drei Palästinenser ums Leben, zwei israelische Soldaten erlitten Verletzungen.

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