Wichtige Ölexporteure haben am Dienstag Beratungen über ihre Förderstrategie aufgenommen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden globalen Nachfrage stiegen Rohölpreise während der Online-Gespräche der Allianz Opec+ an.
Rohöl Öl
Die wichtigsten ölproduzierenden Länder haben sich am Freitag erneut nicht auf eine Erhöhung der Öl-Fördermenge einigen können. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent wurde am Nachmittag um 70,08 US-Dollar gehandelt.

Das waren 1,77 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,28 Dollar auf 68,60 Dollar.

Ein Unterausschuss der Opec+ empfahl den Energieministern der Allianz, nicht von den geplanten Schritten zur Erhöhung der Förderung abzuweichen. Die Opec+ besteht aus der in Wien ansässigen Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und aus kooperierenden Ländern unter der Führung Russlands.

Der Verbund sieht sich derzeit mit gegensätzlichen Entwicklungen konfrontiert. Einerseits habe sich die Ölnachfrage in grossen Märkten wie den USA und China verbessert, und auch aus Europa gebe es positive Signale, sagte der saudische Energieminister Abdulasis bin Salman. «Es gibt aber noch immer Wolken am Horizont», warnte er.

Der angolanische Ölminister Diamantino Azevedo wies darauf hin, dass Corona-Infektionszahlen im vergangenen Monat in grossen Ländern wie Indien, Japan und Brasilien angestiegen seien und dass Corona-Varianten den Wirtschaftsaufschwung gefährden könnten.

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