Donald Trump

    Wahlsoftwarefirma will Anwältin wegen Verleumdung belangen

    Keystone-SDA
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    USA,

    Die Firma Dominion Voting Systems hat eine Klage gegen die Anwältin Sidney Powell eingereicht. Diese hatte die Firma der Wahlmanipulation beschuldigt.

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    Trumps Anwälte Sidney Powell und Rudy Giuliani bei einer Pressekonferenz in Washington. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Firma Dominion Voting Systems hat eine Klage gegen Sidney Powell eingereicht.
    • Die Trump-nahe Anwältin hatte das Unternehmen beschuldigt, die Wahl manipuliert zu haben.
    • Die Firma habe dadurch einen Imageschaden davongetragen.

    Ein Wahlsoftwareunternehmen will eine Anwältin aus dem Umfeld des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump wegen Verleumdung belangen. Die Firma Dominion Voting Systems reichte am Freitag bei einem Gericht in der US-Hauptstadt Washington eine Klage gegen die Anwältin Sidney Powell ein. Sie hatte die Firma öffentlich beschuldigt, mit ihrer Software die US-Präsidentschaftswahl zugunsten von Trumps Herausforderer Joe Biden manipuliert zu haben.

    Firma verlangt Schadensersatzzahlungen

    Das Unternehmen beklagte, es sei wegen Powells Vorwürfen heftigen Anfeindungen ausgesetzt gewesen und habe erheblichen Imageschaden davongetragen. In der Klageschrift verlangt die Firma Schadensersatzzahlungen von insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Dollar. Powell hatte sich als Unterstützerin in Trumps Feldzug gegen den Wahlausgang unter anderem in Verschwörungstheorien verstrickt.

    Georgia zählt Stimmen
    Wahlhelfer arbeiten im Hauptquartier für Wählerregistrierung und Wahlen in Gwinnett County in Lawrenceville in der Nähe von Atlanta an der Auszählung von Wahlzetteln. 06.11.2020, USA, Lawrenceville - dpa

    Sie behauptete zum Beispiel öffentlich, der 2013 verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chavez habe Hintertüren in die Software von Dominion Voting Systems einbauen lassen, die bei der Auszählung der Stimmen verwendet wurde. Angeblich sei es dadurch möglich gewesen, dass eine für Biden abgegebene Stimme 1,25 Stimmen wert gewesen sei. Belege lieferte sie nicht. Die Software wurde nur beim Einscannen von Stimmzetteln verwendet. Die Wahlbehörden betonen, dass es für jede abgegebene Stimme einen Papierbeleg gebe.

    Powell und Trump weiter in engem Kontakt

    Trump hatte die Wahl im November mit klarem Abstand gegen seinen demokratischen Herausforderer Biden verloren. Er weigerte sich jedoch, die Niederlage einzugestehen und behauptete stattdessen, er sei durch massiven Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden.

    Sein Wahlkampfteam hatte sich angesichts umstrittener Äusserungen von Powell distanziert. Nach US-Medienberichten war die Anwältin in den vergangenen Wochen jedoch weiter in engem direktem Kontakt mit Trump.

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