Die von der Corona-Krise gut erholte US-Wirtschaft hat im Juni ihre Schlagzahl verringert. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Dienstleister und Industrie zusammen - fiel um 4,8 auf 63,9 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte.
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Die Wirtschaft der USA ist bis jetzt schwächer gewachsen als bisher erwartet wurde. (Archiv) - sda - KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE

Das Barometer hielt sich aber weit über der Marke von 50, ab der es ein Wachstum signalisiert. In der Industrie allein liefen die Geschäfte so gut wie noch nie, während sie bei den Dienstleistern an Schwung verloren.

Das Barometer deute «auf ein weiteres beeindruckendes Wachstum der US-Wirtschaft im Juni hin und rundet damit einen beispiellosen Wachstumsschub im zweiten Quartal als Ganzes ab», sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Dass sich der Aufschwung zuletzt etwas verlangsamt habe, liege an Kapazitätsengpässen. Dadurch könnten die Unternehmen die Nachfrage nicht in vollem Umfang bewältigen.

Etwas nachgelassen hat der Preisdruck. «Die Wirtschaft läuft aber weiterhin heiss», sagte Williamson dazu. «Die Preise für Waren und Dienstleistungen steigen immer noch sehr stark.» Versorgungsengpässe würden eher schlimmer als besser. Gleichzeitig hätten die Firmen Mühe, offene Stellen zu besetzen. «Während das zweite Quartal wahrscheinlich den Höhepunkt des Wirtschaftswachstums darstellen wird, ist ein gleichzeitiger Gipfel bei der Inflation weit weniger sicher.»

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