Donald Trump

    US-Richter stellt Verfahren gegen Ex-Trump-Berater Flynn nicht ein

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Das juristische Tauziehen um den früheren Nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, geht weiter.

    michael flynn
    Kein Ende in Sicht: Trotz zahlreicher Versuche, das Verfahren um den Ex-Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, zu beenden, will ein US-Bundesrichter dies nicht zulassen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/Carolyn Kaster

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Verfahren gegen den ehemaligen US-Sicherheitsberater Michael Flynn wird fortgesetzt.
    • Zuvor hatte das Justizministerium bereits ein Ende des Strafverfahrens angekündigt.
    • Bundesrichter Sullivan scheint das Verfahren nicht ohne weiteres einstellen zu wollen.

    Das juristische Tauziehen um den früheren Nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, geht weiter. Dies ist ein ungewöhnlicher Vorgang in den USA.

    Das US-Justizministerium hatte für die Anklage bereits ein Ende des Strafverfahrens beantragt, weil der Ex-General sein Geständnis widerrufen hatte. Doch der zuständige Bundesrichter Emmet Sullivan will das Verfahren offenbar nicht ohne Weiteres einstellen.

    US-Medien sprechen von ungewöhnlichem Vorgang

    Am Mittwochabend verfügte er, dass ein Richter im Ruhestand nun in beratender Funktion die Rechtslage hinsichtlich einer möglichen Einstellung prüfen soll.

    Der Erlass war US-Medien zufolge ein sehr ungewöhnlicher Vorgang. Das galt allerdings auch für den Antrag vom Justizministerium aus der vergangenen Woche, das Verfahren trotz mindestens uneindeutiger Beweislage einzustellen. Die Demokraten warfen der US-Regierung unzulässige politische Einmischung in die Belange der Justiz vor.

    donald trump
    US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Michael Flynn wegen seiner Lügen entlassen. - Keystone

    Flynn hatte im Zuge der Ermittlungen wegen möglicher russischer Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 eingeräumt, die Bundespolizei FBI belogen zu haben. Er bekannte sich im Dezember 2017 schuldig, bei einer Aussage beim FBI im Januar desselben Jahres über seine Kontakte zum russischen Botschafter die Unwahrheit gesagt zu haben. Flynn musste nach nur 23 Tagen im Amt im Februar 2017 als Sicherheitsberater der Republikaners Trump zurücktreten.

    Trump musste Flynn wegen Lügen entlassen

    Trump selbst schrieb Ende 2017 auf Twitter, er habe Flynn entlassen müssen, weil er die Bundespolizei FBI und Vizepräsident Mike Pence angelogen habe. Im Januar hatte Flynn beantragt, sein Geständnis zu widerrufen.

    Inzwischen ist das Verfahren gegen Flynn zu einem Wahlkampfthema geworden, mit dem vor allem die Republikaner ihre Basis gegen eine vermeintliche Verschwörung des Establishments anstacheln. Trump bezeichnet Flynn inzwischen als «Helden». Vergangene Woche fügte er hinzu: «Er war ein unschuldiger Mann.» Flynn sei ein Opfer der krummen Machenschaften des FBI geworden, behauptete Trump.

    michael flynn
    Michael Flynn soll US-Präsident Donald Trump angelogen haben. - Keystone

    Zuvor waren Dokumente bekannt geworden, die nach Ansicht von Trump und dessen konservativen Verbündeten nahelegen, dass Flynn vom FBI hereingelegt worden war. In einer handschriftlichen Notiz eines FBI-Ermittlers stand demnach etwa, man müsse Flynn zu einer Lüge bewegen, damit er strafrechtlich verfolgt oder gefeuert werden könne. Trump sagte daraufhin, Flynn sei nun «völlig entlastet».

    Kommentare

    Weiterlesen

    Berater Flynn
    8 Interaktionen
    Russland-Affäre
    Virus Outbreak donald Trump
    335 Interaktionen
    «Grösstes Verbrechen»

    MEHR IN NEWS

    4 Interaktionen
    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    6 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR DONALD TRUMP

    Donald Trump Midterms
    292 Interaktionen
    Steile These
    trump
    51 Interaktionen
    Journalisten raus
    Donald Trump
    51 Interaktionen
    Schon wieder Panne!
    Katie Zacharia
    216 Interaktionen
    Nach fünf Tagen

    MEHR AUS USA

    stevens
    6 Interaktionen
    Lansing
    -
    27 Interaktionen
    «Völlig ausdruckslos»
    Kevin Federline
    26 Interaktionen
    Kevin Federline
    Heidi Klum.
    24 Interaktionen
    New York