US-Gericht schränkt Zugang zu Abtreibungspille ein
Ein US-Gericht schränkt den Zugang zur Abtreibungspille massiv ein. Künftig darf das Medikament vorerst nicht mehr per Post verschickt werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Berufungsgericht verlangt wieder die persönliche Abgabe der Abtreibungspille.
- Die Regelung trifft besonders Staaten mit strengen Abtreibungsgesetzen.
- Der Entscheid gilt vorerst, während das Verfahren weiterläuft.
Ein US-Berufungsgericht hat den Zugang zur Abtreibungspille Mifepriston deutlich eingeschränkt. Die Richter entschieden, dass das Medikament vorerst nicht mehr per Post oder über Telemedizin bezogen werden darf.
Stattdessen müssen Patientinnen die Pille wieder persönlich bei einem Arzt oder in einer Klinik erhalten. Damit wird eine Lockerung aus dem Jahr 2023 vorübergehend aufgehoben.
Die damalige Regelung der Arzneimittelbehörde FDA hatte erlaubt, das Medikament ohne direkten Arztbesuch zu verschreiben und zu verschicken. Diese Praxis hatte sich während der Corona-Pandemie etabliert.
Der neue Entscheid geht laut «BBC» auf eine Klage des Bundesstaates Louisiana zurück. Kritiker argumentieren, die bisherige Regelung habe bestehende Abtreibungsverbote unterlaufen.
Gegner kritisieren Gerichts-Entscheidung scharf
Befürworter des Urteils sprechen von einem wichtigen Schritt zum Schutz ungeborener Kinder. Gegner hingegen kritisieren die Entscheidung scharf und sehen darin einen Angriff auf den Zugang zu medizinischer Versorgung.
Mifepriston ist Teil eines Zwei-Medikamenten-Verfahrens und gilt als häufigste Methode für Schwangerschaftsabbrüche in den USA. Medizinische Fachgesellschaften stufen die Anwendung als sicher und wirksam ein.
Das Urteil gilt vorerst, während der Fall weiter vor Gericht verhandelt wird. In Bundesstaaten, in denen Abtreibungen erlaubt sind, bleibt der Zugang grundsätzlich bestehen. Der Zugang erfolgt jedoch unter strengeren Bedingungen.



















