Gericht

US-Gericht schränkt Zugang zu Abtreibungspille ein

Simon Huber
Simon Huber

USA,

Ein US-Gericht schränkt den Zugang zur Abtreibungspille massiv ein. Künftig darf das Medikament vorerst nicht mehr per Post verschickt werden.

abtreibung
Ein US-Gericht hat beschlossen, dass die Abtreibungspille künftig nicht mehr per Post verschickt werden darf. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Berufungsgericht verlangt wieder die persönliche Abgabe der Abtreibungspille.
  • Die Regelung trifft besonders Staaten mit strengen Abtreibungsgesetzen.
  • Der Entscheid gilt vorerst, während das Verfahren weiterläuft.

Ein US-Berufungsgericht hat den Zugang zur Abtreibungspille Mifepriston deutlich eingeschränkt. Die Richter entschieden, dass das Medikament vorerst nicht mehr per Post oder über Telemedizin bezogen werden darf.

Stattdessen müssen Patientinnen die Pille wieder persönlich bei einem Arzt oder in einer Klinik erhalten. Damit wird eine Lockerung aus dem Jahr 2023 vorübergehend aufgehoben.

Die damalige Regelung der Arzneimittelbehörde FDA hatte erlaubt, das Medikament ohne direkten Arztbesuch zu verschreiben und zu verschicken. Diese Praxis hatte sich während der Corona-Pandemie etabliert.

Der neue Entscheid geht laut «BBC» auf eine Klage des Bundesstaates Louisiana zurück. Kritiker argumentieren, die bisherige Regelung habe bestehende Abtreibungsverbote unterlaufen.

Gegner kritisieren Gerichts-Entscheidung scharf

Befürworter des Urteils sprechen von einem wichtigen Schritt zum Schutz ungeborener Kinder. Gegner hingegen kritisieren die Entscheidung scharf und sehen darin einen Angriff auf den Zugang zu medizinischer Versorgung.

Mifepriston ist Teil eines Zwei-Medikamenten-Verfahrens und gilt als häufigste Methode für Schwangerschaftsabbrüche in den USA. Medizinische Fachgesellschaften stufen die Anwendung als sicher und wirksam ein.

Bist du für ein strenges Abtreibungsrecht?

Das Urteil gilt vorerst, während der Fall weiter vor Gericht verhandelt wird. In Bundesstaaten, in denen Abtreibungen erlaubt sind, bleibt der Zugang grundsätzlich bestehen. Der Zugang erfolgt jedoch unter strengeren Bedingungen.

Kommentare

User #2090 (nicht angemeldet)

Lieber das, als eine Abtreibung. Aber die USA ist ja eh wieder Antifrau und überhaupt auf einem Kurs, da wird es einem schwindelig. Und kein einziges Ziel gegen Bandenkriminalität usw. wird er erreichen, war alles nur Wählerfanggewäsch und das Geld, das man so dringend in der Infrastruktur bräuchte, hat er in seinen Kriegen verballert. Man stelle sich vor, JEDE Minute Irankrieg kostete Millionen. Und da sie kein Krankenkassensystem haben, wird er auch nichts gegen die Medikamentenabhängigkeit machen usw. usw.

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