Krieg

Hohe Kerosinpreise: Erste Airline stellt Flugbetrieb ein

Simon Huber
Simon Huber

USA,

Die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines stellt den Flugbetrieb aufgrund der gestiegenen Kerosinpreise per sofort ein. Eine letzte Rettung ist gescheitert.

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Spirit Airlines hat den Flugbetrieb aufgrund zu hoher Kerosinpreise eingestellt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Spirit Airlines hat den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt.
  • Eine Rettung über 500 Millionen Dollar ist gescheitert.
  • Hauptgrund sind stark gestiegene Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs.

Die Krise bei Spirit Airlines ist eskaliert. Die US-Billigfluggesellschaft hat den Flugbetrieb per sofort eingestellt.

Eine geplante Rettung in Höhe von 500 Millionen Dollar ist laut einem Bericht des «Wall Street Journal» gescheitert.

Weder der Staat noch Investoren konnten sich am Ende auf eine ausreichende Finanzierung einigen. Die US-Regierung hatte vorgesehen, im Gegenzug für die Finanzspritze rund 90 Prozent der Anteile zu übernehmen.

Zwar hatten zwei von drei wichtigen Gläubigergruppen dem Plan bereits zugestimmt. Ziel war es, eine Liquidation zu verhindern und rund 17'000 Arbeitsplätze zu sichern. Doch die Gespräche scheiterten letztlich.

Besonders belastend wirkten zuletzt die stark gestiegenen Treibstoffkosten. Der Preis für Kerosin hat sich bis Ende April auf rund 1,19 Dollar pro Liter verdoppelt. Auslöser ist der Iran-Krieg.

Hohe Kosten bringen Sanierungspläne zum Scheitern

Die hohen Kosten brachten die Sanierungspläne endgültig zum Scheitern. Spirit kämpfte zwar schon länger ums Überleben, doch der Preisschock dürfte der entscheidende Faktor gewesen sein.

Macht dir die Kerosinkrise Sorgen?

Innerhalb eines Jahres hatte die Airline zweimal Gläubigerschutz beantragt. Im Zuge der Restrukturierung wurden die Flotte verkleinert und das Streckennetz reduziert.

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Die Aktie von Konkurrent JetBlue legte nach dem Spirit-Aktieneinbruch stark zu. (Archivbild) - keystone

An den Finanzmärkten reagierten Anleger deutlich. Die Aktie von Spirit brach zeitweise um rund 75 Prozent ein. Gleichzeitig legten Konkurrenten wie Southwest, JetBlue und Frontier zu.

Spirit ist damit das erste direkte Opfer der wirtschaftlichen Folgen des Konflikts in der Luftfahrtbranche.

Kommentare

User #6113 (nicht angemeldet)

Kommt es jetzt knüppeldick und der RTL2 Michel muss sich mit der aktuellen Politik auseinandersetzen?

User #3764 (nicht angemeldet)

Sehe nichts davon , wenn ich in den Himmel schaue, Flugverkehr ganz normal...

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