Donald Trump

    Umfrage: Donald Trump wird bei Amerikanern immer unbeliebter

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    USA,

    Die US-Konsumenten blicken wegen der Zollpolitik von Donald Trump pessimistischer in die Zukunft. Die Umfragewerte des Präsidenten sinken.

    Donald Trump
    Donald Trump verunsichert mit seiner Zollpolitik Anleger und Konsumenten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-Amerikaner fürchten hohe Inflation und steigende Arbeitslosigkeit.
    • Sie blicken pessimistischer in die Zukunft als vor einem Monat oder im Dezember.
    • Die Umfragewerte von Donald Trump sinken deswegen auch stark ab.

    Donald Trumps Umfragewerte sinken, der US-Präsident wird immer unbeliebter. So erhielt er in einer Umfrage von «YouGov» vor zwei Wochen noch eine Zustimmung von 48 Prozent. Aktuell liegt sie bei 43 Prozent. Seit Amtsantritt ist sie in allen Wählergruppen gesunken – teils um 30 Prozentpunkte.

    Der Grund für die schwachen Umfragewerte dürfte in der chaotischen Zollpolitik von Donald Trump liegen. So blicken die Amerikaner auch pessimistischer in die wirtschaftliche Zukunft: Gemäss dem Konsumenten-Index der Universität Michigan fiel die Stimmung im April um 6,2 Punkte auf 50,8 Punkte. Die Umfragen wurden jedoch vor der Aufhebung der hohen, «reziproken» Zölle durchgeführt.

    Es ist der vierte Monat in Folge, in dem sich die Stimmung verschlechtert hat. Seit Dezember und damit vor dem Amtsantritt von Donald Trump sank sie um über 30 Prozent.

    Gestiegen ist dafür der Anteil Amerikaner, der einen Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet. Seit November hat er sich verdoppelt.

    Auch in der Inflationsfrage sind die Befragten pessimistisch. So erwarten sie, dass die Preise in einem Jahr 6,7 Prozent höher sind als heute. Im Vormonat lag die Erwartung noch bei 5 Prozent. Es ist der höchste erwartete Wert seit über 40 Jahren.

    Glaubst du, dass es dir in einem Jahr besser geht als heute?

    Experten gehen davon aus, dass die pessimistischen Erwartungen mit der Zollpolitik von Donald Trump zusammenhängen. Der US-Präsident hat Abgaben von 10 Prozent auf alle Einfuhren beschlossen. Zudem wurden viele Länder mit Zöllen von teils fast 50 Prozent belegt, diese wurden aber pausiert.

    China hat auf die Zollankündigung Trumps mit eigenen Zöllen reagiert, worauf der US-Präsident die Abgaben auf 145 Prozent erhöhte. Der befürchtete Handelskrieg drückt die Erwartungen, einige Wall-Street-Experten gehen davon aus, dass die USA in eine Rezession fallen werden.

    Kommentare

    User #5913 (nicht angemeldet)

    Schuldenberg wächst: Trump schuldet der Schweiz über 300 Milliarden Dollar. Als eine der wichtigsten Geldgeberinnen hilft die Schweiz mit, das Haushaltsdefizit der USA zu finanzieren. Trump braucht so viel Geld wie noch nie, um die massiven Ausgaben des Staats zu finanzieren.

    User #2546 (nicht angemeldet)

    100 Tage im Amt: Trumps Umfragewerte sacken auf Rekordtief – dieser schimpft über Fox News und Murdoch. Lediglich 44 Prozent sind noch mit der Arbeit des US-Präsidenten zufrieden. Besonders seine Wirtschaftspolitik stösst auf Kritik. Für Vance und Musk sieht es nicht besser aus.

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