US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Vergeltung im Falle von Angriffen auf US-Bürger im Nachbarland Irak gedroht.
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Donald Trump - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Scharfe Worte nach Raketenbeschuss auf US-Botschaft in Bagdad.

Im Onlinedienst Twitter wies Trump am Mittwoch darauf hin, dass die US-Botschaft in Bagdad am Sonntag «von mehreren Raketen getroffen» worden sei. Dabei war Sachschaden an Gebäuden auf dem Botschaftsgelände entstanden. «Ratet mal, woher die kamen: Iran», beschuldigte der US-Präsident die Islamische Republik.

Derzeit gebe es «Gerede über zusätzliche Angriffe auf Amerikaner im Irak», fügte Trump hinzu. Er richtete «ein paar freundliche Gesundheitstipps an den Iran: Wenn ein Amerikaner getötet wird, werde ich den Iran zur Verantwortung ziehen. Denkt darüber nach.» Nach Angaben der US-Armee steckte hinter dem Angriff in Bagdad «fast sicher» eine vom Iran unterstützte Miliz, die damit zwar keine Opfer verursacht habe, aber auch keine Opfer habe vermeiden wollen.

Der iranische Aussenminister Mohammed Dschawid Sarif reagierte mit beissendem Spott. «Ihre eigenen Bürger im Ausland in Gefahr zu bringen, wird nicht von den katastrophalen Versäumnissen zu Hause ablenken», schrieb Sarif auf Twitter mit Blick auf die Corona-Krise in den USA.

Durch Trumps Politik des «maximalen Drucks» gegen Teheran haben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran deutlich zugenommen.

Am 3. Januar jährt sich der von Trump angeordnete Drohnenangriff, bei dem der mächtige iranische General Kassem Soleimani getötet wurde. Dies hatte Befürchtungen genährt, dass der erbitterte Konflikt zwischen dem Iran und den USA zu einem Krieg führt. Dem Drohnenangriff waren Raketenangriffe von vom Iran unterstützten Milizen auf US-Ziele im Irak vorausgegangen.

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