Bern an der Spitze: Diese Kantone bestellen am meisten im Sex-Shop

Simon Binz
Simon Binz

Bern,

Die «Sex Map 2026» des Online-Händlers Amorana zeigt: Besonders kleine Kantone bestellen überdurchschnittlich viele Sextoys.

Liebe
Der Online-Sextoy-Händler Amorana hat eine «Sex Map» für die Schweiz erstellt. Dabei ist zu sehen, welche Kantone am meisten Sex-Spielzeug bestellen. - Foto: Amorana

Das Wichtigste in Kürze

  • Bern führt das Sextoy-Ranking der Schweiz deutlich an.
  • Kleine Kantone bestellen gemessen an der Bevölkerung besonders viel.
  • Romandie bleibt bei Online-Bestellungen deutlich zurückhaltender.

Die Schweiz liebt unterschiedlich – je nach Region sogar sehr unterschiedlich. Das zeigt eine neue Analyse des Schweizer Online-Händlers Amorana. Für die «Sex Map 2026» wertete das Unternehmen aus, welche Produkte Kundinnen und Kunden in den einzelnen Kantonen besonders häufig bestellen.

Das Resultat überrascht: Nicht etwa Zürich oder Basel stehen an der Spitze. Der Kanton Bern führt das nationale Ranking deutlich an. Gemessen an der Bevölkerung bestellen Menschen im Kanton Bern schweizweit die meisten Sexshop-Produkte. Das deutet laut Analyse auf eine besonders grosse Neugier und Experimentierfreude hin.

Überrascht dich das Ergebnis der «Sex Map»?

Auch in der Bundesstadt selbst zeigt sich diese Offenheit. Besonders gefragt sind klassische Produkte wie Vibratoren, Gleitgel und Dildos. Gleichzeitig greifen Kundinnen und Kunden häufig zu Bondage-Accessoires. Handschellen, Fesseln oder Seile gehören in Bern zu den meistgekauften Artikeln.

Eine weitere Besonderheit: Bern gilt als besonders «po-verliebt». In keiner anderen Stadt werden so viele Anal-Toys bestellt.

Kleine Kantone mischen vorne mit

Direkt hinter Bern folgen zwei deutlich kleinere Kantone: Appenzell Ausserrhoden und Schwyz. Beide landen im Ranking auf den Plätzen zwei und drei. Das zeigt laut der Analyse, dass Lust keineswegs nur ein urbanes Phänomen ist.

Sextoys
Gemessen an der Bevölkerung bestellen Menschen im Kanton Bern schweizweit die meisten Produkte. - Foto: Amorana

Gerade in kleineren Kantonen bestellen Menschen gemessen an der Einwohnerzahl besonders häufig Produkte aus dem Sortiment. Im Kanton Schwyz fällt vor allem die Nachfrage nach Gleitmitteln auf. Insgesamt wurden dort laut Auswertung über 35'000 Liter verkauft.

Westschweiz deutlich zurückhaltender

Ein Blick auf die Kantone zeigt klare regionale Unterschiede. Viele Deutschschweizer Kantone liegen im Ranking weit vorne. Die Westschweiz hingegen bleibt deutlich zurückhaltender. Besonders in den Kantonen Waadt und Genf werden gemessen an der Bevölkerung weniger Produkte bestellt als im Schweizer Durchschnitt.

Überraschungen auch in kleinen Orten

Auch einzelne Gemeinden fallen mit speziellen Vorlieben auf. So zeigt sich Appenzell besonders experimentierfreudig. Dort werden schweizweit die meisten Sexpuppen gekauft. Auch sogenannte Penis-Formungssets sind hier besonders gefragt.

Die Nidwaldner Gemeinde Stans weist ebenfalls auffällige Werte auf. Dort werden besonders viele Dildos und Fantasy-Dildos bestellt. Gleichzeitig sind Strap-ons in Stans beliebter als in jeder anderen Schweizer Stadt.

Ein Kilometer Dildos

Die Auswertung liefert auch einige kuriose Zahlen zum Schweizer Liebesleben. Würde man alle verkauften Dildos aneinanderreihen, ergäbe sich eine Länge von rund 1’071 Metern. Das entspricht etwa elf Fussballfeldern.

Dildo
In Zürich liegt der Dildo-Durchschnitt bei 15,25 Zentimetern. - Foto: Amorana

Auch beim Dildo-Durchschnitt gibt es regionale Unterschiede. Die Modelle messen schweizweit im Schnitt 15,75 Zentimeter. In Bern sind sie mit durchschnittlich 16,5 Zentimetern etwas länger. In Zürich liegt der Durchschnitt bei 15,25 Zentimetern.

Diese Aromen mögen Schweizer besonders

Auch beim Gleitgel zeigt sich die Schweiz grosszügig. Insgesamt wurden mehr als eine Tonne verkauft – genug, um einen Whirlpool für vier Personen zu füllen.

Bei aromatisiertem Gleitgel zeigt sich die Schweiz überraschend kulinarisch. Die beliebtesten Geschmacksrichtungen sind: Himbeere, Blaubeermuffin und Caramel Latte.

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Kommentare

User #3725 (nicht angemeldet)

Ist ja logisch, das die Berner dort am meisten bestellen, die anderen Kantone ermöglichen das mit ihrem Finanzausgleich!

User #3989 (nicht angemeldet)

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