Psychiaterin will Ablehnung von Trump zur Störung erklären
Eine US-Psychiaterin will den Hass auf Trump als Störung anerkennen lassen. Ihr Antrag sorgt kurz vor den Midterms für Wirbel.

Die Psychiaterin Carole Lieberman will das «Trump Derangement Syndrome» als psychische Störung offiziell anerkennen lassen, berichtet «T-Online». Ihren Antrag an die US-Fachgesellschaft der Psychiater präsentierte sie kurz vor den Zwischenwahlen im Nationalen Presseclub in Washington.
In ihrem Antrag beschreibt Lieberman die Störung als irrationalen, quasi-psychotischen Hass auf alles, was mit dem US-Präsidenten zu tun habe. «Ich rede hier nicht über Leute, die Trump mögen oder nicht», sagt sie bei ihrem Auftritt.
Der Antrag nennt als Beispiele für milde Formen die Popstars Madonna und Bruce Springsteen, oder auch den Papst. Zugleich merkt Lieberman an, dass sie keine der genannten Personen selbst untersucht habe.
Trump und Republikaner nutzen den Begriff
Laut «Heidelberg24» belegt der US-Präsident seit Jahren Kritiker und Gegner mit dem Etikett «Trump Derangement Syndrome». Anfang Juli postete er auf Truth Social ein rund 90-sekündiges KI-Video, in dem seine KI-Version als «Doktor Trump» auftritt.
Im Clip schildern KI-Versionen von Robert De Niro, Julia Roberts und Edward Norton angebliche Beschwerden. Am Ende empfiehlt der KI-Trump, Fake News abzuschalten, zu beten und bei Sorgen eine Diet Coke zu trinken.
Republikanische Senatoren in Minnesota wollten das Syndrom laut «T-Online» per Gesetz als psychische Erkrankung einstufen, scheiterten damit aber. Die demokratische Mehrheitsführerin Erin Murphy sagte damals, falls es ein Scherz sei, verschwende er Steuergelder und verharmlose schwerwiegende psychische Erkrankungen.
Politik und Psychiater äussern sich
Laut «T-Online» forderte der Republikaner Warren Davidson auf Bundesebene im Mai 2025 eine NIH-Studie, der Entwurf wurde nie verabschiedet. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. nannte das Syndrom bei einigen Trump-Gegnern «pathologisch».

Die Psychiaterin Lee warnt laut «Heftig» vor einer aggressiveren Reaktion Trumps auf mögliche Verluste der Republikaner bei den Midterms. Das Portal hält fest, dass die Warnung eine unbestätigte Einschätzung ohne persönliche Untersuchung bleibe.
Einen Termin bei der Fachgesellschaft habe sie inzwischen bekommen, sagt Psychiaterin Lieberman. Bei der Fachgesellschaft der Psychiater dürfte der Antrag nach Einschätzung von «T-Online» jedoch fast sicher scheitern.












