Gesetz

    Mexiko stellt Verbreitung von Rachepornos unter Strafe

    Keystone-SDA
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    Mexiko,

    In Mexiko wird die Weitergabe von Bildern sexuellen Inhalts in Digitalmedien ohne die Zustimmung der dargestellten Personen landesweit unter Strafe gestellt.

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    Eine Person schaut sich auf einem Computer einen Porno an. (Symbolbild) - DPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mexiko hat das «Olimpia-Gesetz» verabscheidet.
    • Nun steht die Verbreitung von Rachepornos unter Strafe – mit bis zu sechs Jahren.
    • Das Gesetz ist nach einer jungen Frau namens Olimpia Coral benannt.

    Die Abgeordnetenkammer verabschiedete das «Olimpia-Gesetz», das dafür Haftstrafen von bis zu sechs Jahren vorsieht, am Donnerstag mit 446 Stimmen bei nur einer Gegenstimme. Im November hatte bereits der Senat, das Oberhaus des mexikanischen Parlaments, seine Zustimmung erteilt.

    Das Gesetz ist nach einer jungen Frau namens Olimpia Coral benannt. Im Jahr 2013, als sie 18 Jahre alt war, hatte ihr damaliger Freund ein Sex-Video von ihr gegen ihren Willen im Internet veröffentlicht, das weit verbreitet wurde. Coral überlebte drei Suizidversuche, später wurde sie zur Aktivistin. In ihrem Heimatbundesstaat Puebla sorgte sie dafür, dass das, was ihr widerfahren war, verboten wurde. Seitdem verabschiedete auch die Mehrheit der anderen Bundesstaaten entsprechende Gesetze.

    Das künftig landesweit geltende Gesetz verbietet neben der ungenehmigten Weitergabe intimer Fotos oder Videos – auch Rachepornos genannt – auch die Förderung sexistischer Stereotype und die Verherrlichung geschlechtsspezifischer Gewalt oder Hassrede in digitalen Medien. Bestraft werden kann dies mit drei bis sechs Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 89'600 Peso (rund 3700 Euro). Als strafverschärfend gilt es, wenn ein Täter eine Liebesbeziehung zum Opfer hat oder gehabt hat.

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