Gesetz

Glarner Landsgemeinde will kein Wohnbauförderungs-Gesetz

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Glarus,

Der Steuerfuss im Kanton Glarus bleibt 2027 unverändert bei 58 Prozent, gleichzeitig wird der Bausteuerzuschlag um ein halbes Prozent erhöht. Ein Antrag der GLP für die Schaffung eines Gesetzes zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus wurde abgelehnt.

Landsgemeinde
Glarner Landsgemeinde. - keystone

Die Glarner Landsgemeinde hiess am Sonntag den Steuerfuss-Antrag des Landrats stillschweigend gut. Demnach bleibt der Steuerfuss trotz angespannter Finanzlage des Kantons im kommenden Jahr unverändert bei 58 Prozent. Gleichzeitig wird jedoch der Baukostenzuschlag um 0,5 auf 2,2 Prozent erhöht. Der Baukostenzuschlag dient der Finanzierung grosser Investitionen.

Abgelehnt wurde ein Memorialsantrag der GLP. Sie wollte die Regierung verpflichten, innert vier Jahren ein Gesetz zur Wohnbauförderung auszuarbeiten. Die Vorlage war umstritten. Regierung und Landrat beantragten Ablehnung.

Ein vor Ort präsentierter Änderungsantrag der GLP verzichtete auf genaue Prozent- und Jahreszahlen. Ziel des Antrags war es, auf kantonaler Ebene gesetzliche Grundlagen für den gemeinnützigen Wohnungsbau zu schaffen.

Es werde zwar viel gebaut, der dabei entstehende Wohnraum liege aber meist in einem hohen Preissegment, argumentierten die Befürwortenden. Gerade für ältere Menschen, aber auch für Familien und «Normalverdienende» fehle es an preisgünstigem Wohnraum.

Die Gegnerinnen und Gegner des Antrags verwiesen darauf, dass die Gemeinden heute schon über die nötigen Werkzeuge verfügten. Sie könnten etwa Bauland an gemeinnützige Bauträger vergeben. Die Gemeinden seien «in der Pflicht, ihre Werkzeuge zu nutzen», sagte die neu gewählte Frau Landesstatthalter Marianne Lienhard.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #1462 (nicht angemeldet)

Landsgemeinde : Es ist wie es ist.

User #2279 (nicht angemeldet)

Das ist doch nur noch für die Medien und Patriotengeschmeichel. Dieser ganze nostalgische Blödsinn hat rein gar nichts mehr mit Demokratie zu tun! Das mag zu früheren Zeiten, als der Kanton noch viel weiniger Einwohner, und die Frauen auch noch kein Stimmrech hatten, noch irgendwie gepasst haben, aber heute im 21Jahrhundert? In einem Kanton mit 43´000 Einwohner, können dort gerade mal gut 5000 einen Platz ergattern und mitbestimmen, der ganze Rest und alle die arbeiten müssen oder sonst verhindert sind, haben nichts zu melden, und müssen alles einfach hinnehmen was da gebrösmelt wird. Ist das die vielgepriesene, freie Demokratie??

Weiterlesen

xx
63 Interaktionen
An Schweizer Konzert
Donald Trump
9 Interaktionen
Doppelmoral

MEHR GESETZ

Freiburg
2 Interaktionen
Freiburg
6 Interaktionen
Freiburg
29 Interaktionen
Neues Gesetz
LGBTQ Gesetz
23 Interaktionen
Verletzt EU-Recht

MEHR AUS RHEINTAL

Bärentritt
Braunwald GL
7 Interaktionen
Glarus
Kontrolle A13 Sevelen
9 Interaktionen
Sevelen SG
Unfall in Rheineck
Rheineck SG