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Axpo will drei bis vier Gaskraftwerke für Versorgungssicherheit

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Baden,

Axpo-Verwaltungsratspräsident Thomas Sieber fordert drei bis vier neue Gaskraftwerke. Auch die bestehenden AKW sollen für bis zu 80 Jahre weiterlaufen.

Axpo Gaskraftwerke
Thomas Sieber, Verwaltungsratspräsident der Axpo, favorisiert für die Schweizer Stromversorgung drei bis vier Gaskraftwerke. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Axpo-Chef Sieber will drei bis vier neue Gaskraftwerke zur Sicherung der Stromversorgung.
  • Die AKW Gösgen und Leibstadt sollen aus seiner Sicht bis zu 80 Jahre weiterlaufen.
  • Sieber rechnet mittelfristig mit sinkenden Strompreisen dank erneuerbarer Energien.

Axpo favorisiert laut Verwaltungsratspräsident Thomas Sieber zur Sicherung der Schweizer Stromversorgung drei bis vier Gaskraftwerke. Das bevorzugte Szenario des Stromkonzerns kombiniere Wasserkraft, erneuerbare Energien und Gas, sagte er im «CH-Media»-Interview.

Gaskraftwerke hätten «grosse Vorteile», weil sie schnell regelbar und relativ rasch gebaut seien sowie Flexibilität ins System brächten. Es müssten jedoch die Voraussetzungen geschaffen werden und gesetzliche Anpassungen erfolgen, damit solche gebaut werden könnten.

Wie soll die Schweiz ihre Stromversorgung sichern?

Gleichzeitig bleibe der Weiterbetrieb bestehender Kernkraftwerke zentral. «Das gibt uns Zeit für den Ausbau anderer Kapazitäten und ist aus volkswirtschaftlicher Sicht gleichzeitig die kostengünstigste Option für Winterstrom in den nächsten Jahren oder sogar Jahrzehnten», sagte Sieber in dem am Montag veröffentlichten Gespräch.

Für Gösgen und Leibstadt seien Laufzeiten von bis zu 80 Jahren denkbar. Bei Gösgen müsse bis 2029 entschieden werden, ob das Werk weiterbetrieben oder wie geplant vom Netz genommen werde.

Fördergelder stärker auf Winterstrom ausrichten?

Sieber sprach sich zudem dafür aus, Fördergelder stärker auf Winterstrom auszurichten und den Ausbau der Windkraft voranzutreiben. Die Schweiz müsse jetzt handeln, um bis 2050 genügend Winterstrom und Versorgungssicherheit gewährleisten zu können.

Die Strompreise dürften sich mittelfristig eher nach unten entwickeln. Weltweit kämen immer mehr erneuerbare Energien ins System, die preisdämpfend wirkten, sagte Sieber, der Ende Mai als Verwaltungsratspräsident bei der Axpo zurücktritt.

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Kommentare

User #2440 (nicht angemeldet)

Axpo "will" nichts. Sie sagen lediglich, dass mangels Alternativen für eine optimale Versorgungssicherheit der Schweiz einige punktuelle Gaskraftwerke sehr sinnvoll wären.

User #4657 (nicht angemeldet)

Betrieben dann mit Sauerstoff? Gas ist nicht nur aktuel Mangelware. Das Geld ggf in andere Technologie investieren. Aber bitte mit einem Gesamtkonzept!

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