John R. Bolton hofft auf Abwahl von US-Präsident Donald Trump

    Keystone-SDA
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    USA,

    Das brisante Enthüllungsbuch von John R. Bolton ist an diesem Dienstag erschienen. Vorher goss der Ex-Sicherheitschef des Weissen Hauses weiter Öl ins Feuer.

    John R. Bolton
    Der frühere US-Sicherheitsberater John R. Bolton (r) im Mai 2018 neben Donald Trump. - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • John Bolton hofft auf eine Abwahl von Donald Trump als US-Präsident.
    • Der frühere Sicherheitsberater sagte: «Ich denke, er sollte nicht Präsident sein.»
    • Weiter empfiehlt Bolton, Trumps Rivalen Joe Biden im kommenden Wahlkampf zu wählen.

    Der Ex-Sicherheitsberater der USA, John R. Bolton, hofft auf eine Abwahl von US-Präsident Donald Trump im November. Trump solle als Präsident mit nur einer Amtszeit in die Geschichte eingehen, der das Land in eine Abwärtsspirale gestürzt hat.

    Dies sagte John R. Bolton in einem am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Senders ABC. Die Schlussfolgerung aus seinem am Dienstag erschienenen Buch sei deutlich: «Ich denke, er sollte nicht Präsident sein

    Bolton
    Bild aus besseren Zeiten: US-Präsident Donald Trump (links) konnte auf die Dienste des einstigen Sicherheitsberaters John Bolton (rechts) zählen - nun will die US-Regierung die Veröffentlichung seines Buches verhindern. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/MARKUS SCHREIBER

    Bolton sagte, er werde weder für Trump noch für dessen mutmasslichen Herausforderer Joe Biden stimmen.

    ABC hatte bereits vor wenigen Tagen Auszüge des Interviews veröffentlicht. Darin hatte Bolton gesagt, Trump sei nicht für das Amt des Präsidenten geeignet. «Ich glaube nicht, dass er die Kompetenz hat, den Job zu machen.»

    donald trump
    Donald Trump wirkt nach seinem misslungen Auftritt in Tulsa am Sonntagabend geknickt. - keystone

    Der 71-Jährige hatte eineinhalb Jahre lang mit Trump zusammengearbeitet. Trump hatte seinen Nationalen Sicherheitsberater im vergangenen September geschasst.

    Buch von John R. Bolton wie geplant erschienen

    Ein Bundesgericht in Washington hatte am Samstag den Antrag einer einstweiligen Verfügung abgelehnt. Die Trump-Regierung hatte versucht, die Veröffentlichung des Buches wegen darin enthaltener Geheiminformationen in letzter Minute zu stoppen.

    John R. Bolton
    John R. Bolton kurz vor seiner Entlassung - AFP/Archiv

    In der Begründung von Richter Royce Lamberth hiess es, es sei zu spät für einen Veröffentlichungsstopp. Das Buch enthält explosive Vorwürfe gegen Trump. Der Präsident hat angekündigt, Bolton werde «einen sehr hohen Preis» für die Veröffentlichung bezahlen.

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