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    Jeffrey Epstein: Diese Prominenten stehen auf neuer Enthüllungsliste

    Simon Binz
    Simon Binz

    USA,

    Im Zuge der Aufarbeitung des Epstein-Falls wurde eine umfangreiche Namensliste veröffentlicht. Insgesamt 305 Persönlichkeiten werden in den Akten erwähnt.

    Jeffrey Epstein
    Die Epstein-Akten bringen immer mehr brisante Details ans Licht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-Justiz hat eine Liste mit den in den Epstein-Files genannten Namen veröffentlicht.
    • Insgesamt sind 305 bekannte Persönlichkeiten erwähnt – darunter sogar die Queen.
    • Die Erwähnung erfolgt laut Behörden in unterschiedlichen Kontexten ohne Schuldzuweisung.

    Die Aufarbeitung des Falls Jeffrey Epstein (†66) hat eine neue Dimension erreicht: Das US-Justizministerium hat erstmals eine offizielle Liste mit 305 bekannten Persönlichkeiten veröffentlicht, die in den Ermittlungsunterlagen zum verurteilten Sexualstraftäter erwähnt werden.

    Die Zusammenstellung wurde von US-Justizministerin Pam Bondi in einem Bericht an den Kongress vorgelegt. Die Liste umfasst Politiker, Unternehmer, Künstler, Medienvertreter und weitere öffentliche Figuren, deren Namen in den Dokumenten mindestens einmal auftauchen.

    Bist du überrascht, welche Namen auf der neuesten Epstein-Liste auftauchen?

    Dazu gehören etwa auch Weltstars wie Beyoncé, Cher, Kim Kardashian, Bruce Springsteen oder auch Jay-Z. Sogar die Queen wird erwähnt. Zu den prominenten politischen Persönlichkeiten auf der Liste zählen neben Trump und seinem Vizepräsidenten JD Vance auch Michelle Obama, Marco Rubio sowie die Clintons.

    Namen tauchen in «sehr unterschiedlichen Kontexten» auf

    Laut Ministerium handelt es sich nicht um eine Liste von Beschuldigten, sondern um eine reine Erfassung von Erwähnungen in den Akten. Die Behörden stellen ausdrücklich klar, dass die Nennung «keine Schuld oder Beteiligung» an Epsteins Verbrechen bedeute.

    Bondi schreibt, die Namen würden in «sehr unterschiedlichen Kontexten», etwa in Kontaktverzeichnissen, Reiseunterlagen, Kommunikationsdaten oder organisatorischen Zusammenhängen erscheinen. Eine Erwähnung könne ebenso beiläufig sein wie Teil administrativer oder gesellschaftlicher Kontakte.

    Zahlreiche der aufgeführten Persönlichkeiten waren bereits in den vergangenen Jahren im Zuge von Gerichtsverfahren, Zeugenaussagen oder Medienberichten genannt worden. Neu ist jedoch, dass die US-Regierung nun erstmals eine gebündelte, offiziell bestätigte Gesamtliste veröffentlicht hat.

    Damit erhält die Öffentlichkeit einen strukturierten Überblick über das weitverzweigte Netzwerk, das sich rund um Epstein dokumentieren lässt – ohne dass daraus automatisch rechtliche Konsequenzen für die Genannten folgen.

    Der «Epstein Files Transparency Act»

    Die Veröffentlichung erfolgte im Rahmen des «Epstein Files Transparency Act», eines Gesetzes, das die Herausgabe aller nicht klassifizierten Unterlagen zum Fall verlangt. Nach Angaben der Behörden sichteten Mitarbeiter über Monate hinweg Millionen Seiten an Dokumenten sowie umfangreiche Foto- und Videodateien, um die Materialien aufzubereiten und freizugeben.

    Jeffrey Epstein
    Die Epstein-Files werden noch lange zu reden geben. - Keystone

    Die Akten wurden in mehrere Themenbereiche gegliedert. Darunter Unterlagen zu Epstein und seiner langjährigen Vertrauten Ghislaine Maxwell, Flug- und Reisedaten, Hinweise auf Kontakte und institutionelle Verbindungen sowie interne Kommunikation der Behörden. Auch Dokumente zu Epsteins Haftzeit und seinem Tod wurden einbezogen.

    US-Justizministerin: Keine Personen geschützt

    Bondi betonte in ihrem Schreiben, dass keine Dokumente zurückgehalten oder geschwärzt worden seien, um Einzelpersonen vor «Peinlichkeiten, Reputationsschäden oder politischer Sensibilität» zu schützen.

    Einschränkungen habe es ausschliesslich dort gegeben, wo gesetzliche Vorgaben greifen. Insbesondere beim Schutz von Opfern, bei aktiv geschützten Ermittlungsinformationen oder bei privilegierter juristischer Kommunikation.

    Ein kleiner Teil zusätzlicher Unterlagen steht noch unter gerichtlicher Prüfung und könnte nach entsprechender Freigabe veröffentlicht werden. Die grundlegende Durchsicht der Materialien gilt nach Angaben des Justizministeriums jedoch als abgeschlossen.

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