Roland Rino Büchel (SVP) zur Bargeldinitiative: «Nur Original wirkt»
SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel sagt Ja zur Initiative «Bargeld ist Freiheit». Es gehe um die Grundversorgung mit einem sicheren Zahlungsmittel.

Das Wichtigste in Kürze
- Am 8. März 2026 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Bargeldinitiative ab.
- SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel sagt zur Initiative überzeugt Ja.
- Ein Gastbeitrag.
Noten und Münzen müssen als physisches, gesetzliches Zahlungsmittel langfristig gesichert werden. Rechtlich, politisch und praktisch im Alltag. Das Ziel der Initiative ist klar und unmissverständlich.
Der Bund muss sicherstellen, dass alle Menschen in diesem Land jederzeit Zugang zu einem Zahlungsmittel haben, das unabhängig funktioniert und niemanden diskriminiert oder gar ausschliesst.
Es geht um die Grundversorgung
In zu vielen Bereichen des täglichen Lebens werden Barzahlungsmöglichkeiten eingeschränkt und häufig sogar ganz abgeschafft.
Das betrifft den öffentlichen Verkehr, öffentliche Verwaltungen, öffentliche Toiletten und Veranstaltungen auf öffentlichem Boden. Wir haben es gerade vor ein paar Wochen bei den Weihnachtsmärkten erlebt. Mehr und mehr sind auch ganz normale Betriebe betroffen. Wir Bürger spüren und erfahren das tagtäglich.

Diese Einschränkungen fussen nicht auf Verboten oder direkten politischen Entscheiden. Sie schleichen sich in unseren Alltag hinein und werden häufig damit begründet, dass es «technisch einfacher» sei, Noten und Münzen als Zahlungsmittel auszuschliessen.
Wenn der Bund die Verantwortung für Noten und Münzen trägt, dann reicht es nicht, deren Existenz auf dem Papier zu sichern. Dann muss auch sichergestellt sein, dass sie im Alltag angenommen und nutzbar bleiben. Seien wir uns klar: Ein Zahlungsmittel, das theoretisch existiert, aber praktisch nicht mehr akzeptiert wird, ist kein gesichertes Zahlungsmittel.
Noten haben mit Vertrauen und Sicherheit zu tun
Ich bin immer wieder erstaunt, dass Politiker, quasi locker vom Hocker, so tun, als ob es nur um irgendwelche Detailfragen des Zahlungsverkehrs ginge.
Das Gegenteil ist der Fall. Noten und Münzen haben mit Freiheit und Sicherheit zu tun. Schlussendlich geht es um das Vertrauen der Bürger in staatliche Institutionen.

Ein Staat, der sein einziges vollständig unabhängiges Zahlungsmittel relativiert, macht sich abhängig von Systemen, die demokratisch ungenügend oder überhaupt nicht kontrolliert sind.
Noten und Münzen sind nicht altmodisch. Sie stehen für Verlässlichkeit in einer Welt, die sich mit geradezu rasender Geschwindigkeit verändert.
Ja zur Initiative «Bargeld ist Freiheit»
Es liegt an uns Stimmbürgern, jetzt Verantwortung zu übernehmen, damit auch kommende Generationen noch selbstbestimmt bezahlen können.
In der öffentlichen Debatte wird der direkte Gegenvorschlag oft als «gleichwertige Alternative» zur Volksinitiative angepriesen. Dem ist nicht so: Das Konzept des Bundesrats hält zwar fest, dass es Bargeld gibt. Aber es bleibt offen, wer für die Versorgung verantwortlich ist und ob Münzen und Banknoten auch künftig real angenommen werden müssen.
Der Gegenvorschlag garantiert also nicht, dass Bargeld im Alltag tatsächlich nutzbar bleibt.
Die Initiative hingegen ist klar und unmissverständlich. Darum bin ich für das Original und sage am 8. März 2026 mit Überzeugung Ja zur Initiative «Bargeld ist Freiheit».
Zum Autor
Roland Rino Büchel (*1965) ist seit 2010 Nationalrat für die SVP und unter anderen Mitglied der Geschäftsprüfungskommission NR. Er ist Sportmanager, Kleinunternehmer und wohnt in Oberriet, SG.








