Inzwischen rund 30 Millionen Arbeitslose wegen Coronavirus-Pandemie in den USA

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In den USA haben wegen der Coronavirus-Krise inzwischen mehr als 30 Millionen Menschen ihren Job verloren.

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Ein Antrag auf Arbeitslosenhilfe. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • 3,84 Millionen Erstanmeldungen in der vergangenen Woche.

Allein in der vergangenen Woche meldeten sich 3,84 Millionen Menschen neu arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Damit verloren im Zeitraum von sechs Wochen etwas mehr als 30 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz. Im Vergleich zu den Vorwochen ist die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe aber rückläufig.

Die Pandemie hat in den USA zu einer verheerenden Wirtschaftskrise geführt: Das Virus und die Massnahmen zu dessen Eindämmung haben die Wirtschaftsaktivität in vielen Branchen weitgehend zum Erliegen kommen lassen. Zahlreiche Betriebe mussten zumindest vorübergehend schliessen.

In den USA begann die Arbeitslosigkeit Mitte März massiv anzusteigen: In der Woche vom 15. bis 21. März verloren 3,3 Millionen Menschen ihren Job, in den folgenden Wochen dann knapp 6,9 Millionen, 6,6 Millionen, 5,2 Millionen, 4,4 Millionen und nun rund 3,8 Millionen. Eine aktuelle Arbeitslosenquote liegt nicht vor.

Die Wirtschaftsleistung der USA ist im ersten Quartal um 4,8 Prozent geschrumpft. Das ist der stärkste Rückgang des Bruttoinlandsprodukts seit Ende 2008. Die Zahlen des zweiten Quartals dürften noch deutlich dramatischer ausfallen. US-Notenbankchef Jerome Powell warnte am Mittwoch, die Wirtschaftsaktivität werde im zweiten Quartal voraussichtlich in einem «noch nie dagewesenen» Masse zurückgehen.

US-Kongress und US-Regierung haben in den vergangenen Wochen mehrere Corona-Hilfspaketen aufgelegt. Das grösste von ihnen wurde Ende März beschlossen und hat einen Umfang von rund zwei Billionen Dollar (rund 1,8 Billionen Euro). Es ist damit das grösste Rettungspaket der US-Geschichte.

Die USA sind das Land mit den meisten bestätigten Coronavirus-Infektionen und Todesfällen weltweit. Einige Bundesstaaten haben inzwischen aber damit begonnen, die strikten Massnahmen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Virus zu lockern. US-Präsident Donald Trump strebt im Wahljahr 2020 eine rasche Rückkehr zur Normalität an. Experten warnen, eine zu rasche Lockerung der Corona-Einschränkungen könnte zu Wiederanstieg der Infektionszahlen führen.

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