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    Facebook-Mitarbeiter kritisieren Umgang der Firma mit Trump-Post

    Keystone-SDA
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    USA,

    Facebook-Mitarbeiter haben öffentlich Firmen-Boss Mark Zuckerberg kritisiert. Es geht um den Umgang mit einem Post von Donald Trump.

    Trump Facebook Twitter
    Donald Trump, Präsident der USA, spricht im Rosengarten des Weissen Hauses. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Twitter versah einen Tweet von Trump mit einem Warnhinweis.
    • Mark Zuckerberg hielt dagegen fest, der Beitrag sei mit Facebooks Regeln vereinbar.
    • Das sehen einige Facebook-Mitarbeiter aber nicht so.

    Facebook-Mitarbeiter kritisieren öffentlich die Entscheidung von Gründer Mark Zuckerberg, anders als Twitter nicht gegen eine umstrittene Äusserung von US-Präsident Donald Trump vorzugehen.

    «Mark liegt falsch – und ich werde so laut wie möglich versuchen, ihn umzustimmen», schrieb etwa Ryan Freitas, der für das Produktdesign bei Facebooks Newsfeed zuständig ist, am Montag bei Twitter. «Ich bin ein Facebook-Mitarbeiter, der überhaupt nicht mit der Entscheidung von Mark einverstanden ist, nichts gegen Trumps jüngste Beiträge zu unternehmen, die ganz klar Gewalt anheizen», erklärte Produktdesigner Jason Stirman.

    Mark Zuckerberg
    Mark Zuckerberg, Vorstandsvorsitzender von Facebook, hält eine Rede. - dpa

    Laut US-Medienberichten legten einige Facebook-Mitarbeiter am Montag auch aus Protest die Arbeit im Homeoffice nieder. Es bliebt allerdings unklar, wie viele Beschäftigte sich an der Aktion beteiligten. Eine Facebook-Sprecherin sagte der «New York Times», man ermutige die Mitarbeiter, sich offen zu äussern, wenn sie nicht mit der Firmenführung einer Meinung sind.

    Verbot von Gewaltverherrlichung auf Twitter

    Bei der Kontroverse geht es um einen Tweet von Trump, der auch auf Trumps Facebook-Profil gespiegelt wurde. Darin reagierte der US-Präsident auf erste Ausschreitungen in Minneapolis nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt.

    Der Präsident schrieb, man werde die Kontrolle wiederherstellen, und fügte hinzu: «Wenn Plünderungen beginnen, wird geschossen» – «when the looting starts, the shooting starts». Der Satz ist ein historisch behaftetes Zitat. Mit diesen Worten hatte 1967 der damalige Polizeichef von Miami ein hartes Vorgehen gegen die schwarze Bevölkerung angekündigt.

    Trump Tweet
    Diesen Tweet versah Twitter mit einem Warnhinweis. - dpa

    Twitter versah Trumps Tweet mit einem Warnhinweis, weil er das Verbot von Gewaltverherrlichung auf der Plattform verletze. Zuckerberg erklärte dagegen, der Beitrag sei mit Facebooks Regeln vereinbar, auch wenn ihm persönlich solche «spaltende und aufwieglerische Rhetorik» widerstrebe. «Aber meine Verantwortung ist es, nicht nur persönlich zu reagieren, sondern als Chef einer Institution, die sich der Redefreiheit verschrieben hat.»

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