Facebook-Film «The Social Reckoning» erhält gemischte Kritiken
Aaron Sorkin bringt mit «The Social Reckoning» die Facebook Files ins Kino. Der investigative Thriller sorgt bei Kritikern für gemischte Reaktionen.

Aaron Sorkins neuer Film «The Social Reckoning» greift die Enthüllungen der «Facebook Files» auf und erzählt sie als investigativen Thriller. Im Mittelpunkt steht die Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen, die interne Dokumente an die Presse weitergibt, berichtet «San Francisco Chronicle».
Mikey Madison spielt Haugen, die im Film als junge Facebook-Ingenieurin auf problematische Auswirkungen der Algorithmen stösst. Die Dokumente zeigen unter anderem Risiken für Jugendliche und die Verstärkung politisch polarisierender Inhalte.
Jeremy Allen White verkörpert den «Wall Street Journal»-Reporter Jeff Horwitz, der gemeinsam mit Haugen die Missstände öffentlich macht. Jeremy Strong übernimmt die Rolle von Mark Zuckerberg, dessen Darstellung deutlich düsterer ausfällt als in «The Social Network».
Vergleiche mit «All the President's Men»
«San Francisco Chronicle» bezeichnet den Film als packenden journalistischen Thriller und zieht Vergleiche mit «All the President's Men». Die Kritik sieht darin zugleich eine eindringliche Auseinandersetzung mit Facebook und unkontrollierter Konzernmacht.

«Screen Daily» hebt die minutiös recherchierte Dramatisierung und Sorkins pointiertes Drehbuch hervor. Auch die Leistungen von Mikey Madison und Jeremy Allen White werden von «Screen Daily» ausdrücklich gelobt.
Madison und White hätten eine spürbare Chemie, die Sorkins präzise ausgearbeitete Dialoge wirkungsvoll zur Geltung bringen. Zugleich kritisiert «Screen Daily», dass der Film an Wirkung verliert, weil viele der aufgedeckten Missstände bereits bekannt sind.
«The Social Reckoning» spaltet die Kritiker
Trotz Lob für die brisante Geschichte fallen die ersten Kritiken zu «The Social Reckoning» gemischt aus. «Yahoo Entertainment» vermisst den visuellen Stil des Vorgängers und sieht in Sorkins Film einen deutlich schwächeren Nachfolger.

Auch «Slashfilm» urteilt kritisch und bezeichnet den Film als überraschend blass und schwerfällig. Mikey Madison sei als Frances Haugen fehlbesetzt, während Jeremy Strongs Zuckerberg-Darstellung zu den stärkeren Elementen gehöre.
«High On Films» kritisiert wiederum, dass Haugen als Figur wenig Entwicklung erfahre und der Film zu zaghaft bleibe. Jeremy Strong erhält dagegen auch dort Lob für seine Darstellung des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg.
«The Social Reckoning» startet am 8. Oktober
«Yahoo Entertainment» und «Slashfilm» bemängeln zudem, dass die Enthüllungen kaum nachhaltige Konsequenzen für Facebook und Zuckerberg hatten. «USA Today» kritisiert ebenfalls, dass die brisante Vorlage letztlich zu wenig Wirkung entfaltet.
Die Kritik bezeichnet den Film als enttäuschenden Journalismus-Thriller, der sein starkes Ausgangsmaterial nicht ausschöpfe. «The Social Reckoning» startet am 8. Oktober 2026 in den Deutschschweizer Kinos.















