Donald Trump hält USA nicht für Polizist des Nahen Ostens

    Keystone-SDA
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    Die USA seien nicht «der Polizisten des Nahen Osten». US-Präsident Donald Trump erklärt den Syrien-Abzug.

    Donald Trump, US-Präsident.
    Donald Trump zieht seine Truppen aus Syrien zurück. - AP Photo

    Das Wichtigste in Kürze

    • Für den Rückzug aus Syrien tritt Donald Trump seit Jahren ein.
    • Laut dem US-Präsidenten sei in Syrien nun Zeit für andere, um zu kämpfen.

    US-Präsident Donald Trump hat heute Donnerstag seine Entscheidung zum Abzug der US-Truppen aus Syrien verteidigt und zu verstehen gegeben, dass die USA nicht «der Polizist des Nahen Osten» seien.

    Die Entscheidung, aus Syrien abzuziehen, sei keine Überraschung, erklärte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Dafür trete er seit Jahren ein.

    In seinem Tweet warf er die rhetorische Frage auf, ob die USA «Polizist im Nahen Osten» sein wollten und dafür «nichts bekommen, ausser dem Verlust kostbarer Leben und tausender Milliarden Dollar». Die US-Armee schütze überdies Menschen, die dies «in den meisten Fällen» nicht zu schätzen wüssten. «Wollen wir für immer dort bleiben? Es ist Zeit für andere, nun zu kämpfen.»

    Russland sei glücklich über US-Abzug

    «Anders als die Fake News sagen, sind Russland, Iran, Syrien und viele andere nicht glücklich darüber, dass die USA gehen», twitterte Trump. Denn jetzt müssten sie «den IS und andere, die sie hassen, ohne uns bekämpfen».

    Trump hatte am Mittwoch den Abzug der rund 2000 US-Soldaten aus Syrien bekannt gegeben. Der Rückzug könnte erhebliche Auswirkungen auf die Kräfteverhältnisse in Syrien haben, wo Rivalen der USA wie Russland und der Iran in den vergangenen Jahren erheblich an Einfluss gewonnen haben. Er stellt auch den Fortbestand der kurdischen Milizen in Frage, die dort bislang mit Unterstützung der USA gegen den IS kämpfen.

    Nicht nur bei am Anti-IS-Kampf beteiligten Verbündeten wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien stiess die Entscheidung auf Kritik. Auch zahlreiche Politiker und Experten in den USA kritisierten den Abzug als verfrüht, da er die IS-Miliz stärken und dem Iran, Russland und Syriens Machthaber Baschar al-Assad freie Hand geben werde.

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