Universität Bern

    Universität Bern erhält grosse Diamantensammlung für die Forschung

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    Bern,

    Die Universität Bern erhält eine der weltweit grössten Diamantensammlungen für Forschung und Lehre. Steinreich im materiellen Sinn wird die Uni damit aber nicht. Vielmehr sollen die Diamanten erdgeschichtliche Erkenntnisse ermöglichen.

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    Das Hauptgebäude der Uni Bern. - keystone

    Die «Harris Diamond Collection» wurde von Jeffrey W. Harris und seiner Ehefrau Francesca Harris gestiftet. Sie umfasst über 29'000 Rohdiamanten aus Afrika, Südamerika, Nordamerika, Asien und Ozeanien.

    Der materielle Wert der Steine ist mit durchschnittlich 10 US-Dollar pro Stück gering. Für die Wissenschaft ist die Sammlung jedoch umso bedeutsamer, wie Geologie-Professorin Suzette Timmerman in einer Mitteilung der Universität Bern vom Dienstag zitiert wird.

    Diamanten dienen der Forschung als eine Art Archiv. Da sie chemisch äusserst widerstandsfähig sind, bewahren sie Informationen über die Bedingungen ihrer Entstehung. Die ältesten datierten Diamanten sind rund 3,5 Milliarden Jahre alt. Im Innern können sie winzige Einschlüsse von Mineralien oder Flüssigkeiten enthalten, deren Analyse Einblicke in die Entwicklung des Planeten ermöglicht.

    An der Universität Bern wird Professorin Suzette Timmerman vom Institut für Geologie mit der Sammlung forschen. Sie wurde vom Stifter Jeffrey W. Harris als Nachfolgerin für die Aufsicht der Sammlung ausgewählt. Timmerman untersucht die in den Diamanten eingeschlossenen Stoffe, um die chemische Entwicklung des Erdmantels und die Plattentektonik zu verstehen.

    «Meine Untersuchungen sind insbesondere dank der einzigartigen Infrastruktur an der Universität Bern möglich», sagt Timmerman weiter. Die Universität verfüge über spezialisierte Anlagen wie eine eigene Diamantschleifscheibe.

    Die Sammlung soll künftig helfen, neue Mineralien zu entdecken und den Kohlenstoffkreislauf im tiefen Erdinneren zu erforschen. Viele Proben stammten von Orten, die heute nicht mehr zugänglich seien.

    Ein besseres Verständnis der Entstehungsbedingungen von Diamanten könne auch helfen, neue Vorkommen zu finden. «Dies ist dringend notwendig, da Diamanten viele praktische Anwendungen haben, beispielsweise in der Medizin oder in der Industrie, und viele Diamantenminen sich dem Ende ihrer Lebensdauer nähern», so Timmerman. Die Sammlung steht auch anderen Forschungsinstitutionen in der Schweiz und weltweit zur Verfügung.

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    Kommentare

    User #1755 (nicht angemeldet)

    Dann ab in die Mühle.

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