Weitere Einvernahmen zur Brandkatastrophe von Crans-Montana VS
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS mit 41 Toten und 115 Verletzten für die letzten Monate des Jahres vier weitere Einvernahmen angesetzt. Je nach Entwicklung der Ermittlungen könnten weitere hinzukommen.

Dies teilte die Walliser Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Dienstag auf Anfrage mit. Am 29. September soll erstmals der ehemalige Gemeinderat von Crans-Montana einvernommen werden, der von 2017 bis 2020 für die Sicherheit zuständig war. Zuvor hatte er von 2008 bis 2014 das Feuerwehr- und Rettungszentrum von Crans-Montana geleitet.
Am 20. Oktober wird der frühere Gemeindepräsident von Chermignon, Jean-Claude Savoy, zum dritten Mal befragt. Bereits am 13. Mai und am 16. Juli war er zu Einvernahmen vorgeladen worden. Beim ersten Termin hatte er die Aussage verweigert, weil er und sein Anwalt zuvor keinen Zugang zu den Akten erhalten hatten.
Die Staatsanwaltschaft hat auch die Betreiber der Bar «Le Constellation», Jacques und Jessica Moretti, erneut vorgeladen. Wie bereits am 5. Juni sollen sie am 11. November und am 11. Dezember im Rahmen von Konfrontationseinvernahmen befragt werden.
Jacques Moretti kam Mitte August in Untersuchungshaft. Der Franzose steht im Verdacht, gegenüber seiner Ehefrau gewalttätig geworden zu sein.
Insgesamt zählt das Verfahren derzeit 17 Beschuldigte. Darunter sind acht ehemalige oder amtierende Mitglieder der Exekutiven von Crans-Montana oder Chermignon sowie sieben aktuelle oder ehemalige Angestellte der beiden Gemeinden. Hinzu kommen Jacques und Jessica Moretti.
Allen Beschuldigten werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen. Jessica Moretti muss sich seit ihrer letzten Einvernahme Anfang Juni zusätzlich wegen Urkundenfälschung verantworten.










