Die USA wollen einen grosse Datensatz über Virus-Proben aus dem Labor in Wuhan untersuchen. Wird dadurch der Ursprung des Coronavirus klarer?
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Der Zutritt zum Labor in Wuhan ist nicht erlaubt, doch ein Datensatz soll den USA nun Informationen geben, was darin passiert ist. - dpa, afp

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA sind in den Besitz eines Datensatz aus dem Wuhan-Labor gekommen.
  • Die Entzifferung dürfte aber schwierig sein und länger dauern.
  • Mit Sicherheit kann damit nicht gesagt werden, ob das Coronavirus aus dem Labor kommt.

Aus der Natur oder aus dem Laborwoher kommt das Coronavirus? Es ist eine Frage, die Regierungen, Geheimdienste und Wissenschaftler gleichermassen interessiert. Mithilfe eines riesigen Datensatzes erhoffen sich die USA, einer Antwort näherzukommen.

Wie «CNN» berichtet, sind US-Geheimdienste in den Besitz eines grossen Informationskatalogs aus dem Labor in Wuhan gekommen. Darin sind die genetischen Baupläne aller Virusproben enthalten, die das Labor untersucht hat.

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Kommt das Coronavirus aus diesem Labor in Wuhan? - dpa

Seit langem versuchen Ermittler, die genetischen Daten von Virusproben aus dem Labor in Wuhan zu erhalten. 2019 wurden diese aber von China aus dem Internet gelöscht. Wie US-Geheimdienste nun Zugriff darauf erhalten haben, ist unklar. Ein Insider sagte gegenüber «CNN», dass auch Spionage eine Möglichkeit sei.

Die Daten sind nun da, doch die Entzifferung dürfte einige Zeit dauern. Denn dafür braucht es Personen, die mehrere Kriterien erfüllen: Sie müssen eine Sicherheitsfreigabe haben, Mandarin können, auf Biologie spezialisiert sein. Solche Personen zu finden, könne schnell schwierig werden, so ein Insider.

Nicht nur das Personal könnte ein Problem werden, sondern auch die Technik: Der Datensatz umfasst eine Unmenge an Rohdaten. Für die Handhabung müssen die Geheimdienste auf einen Supercomputer zugreifen.

Ursprung des Coronavirus: Datensatz sei kritisches Puzzleteil

Mit dem Datensatz wollen Ermittler herausfinden, ob das Labor in Wuhan Virus-Proben hatte, die Informationen zur Herkunft des Coronavirus geben könnten.

Trotzdem haben Insider keine grosse Hoffnung, mit dem Datensatz die Frage, woher das Coronavirus kommt, endgültig beantworten zu können. Es müssten noch weitere Elemente zusammengefügt werden. Doch der Datensatz sei ein kritische Puzzleteil.

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