Barack Obama

    «Clown-Show»: Barack Obama kritisiert Trump nach Affen-Video scharf

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    USA,

    Lange schwieg Barack Obama – jetzt äussert er sich deutlich. Das umstrittene Video sei Ausdruck einer politischen Kultur ohne Respekt und Anstand.

    barack obama
    Barack Obama und Donald Trump sind keine Freunde. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Barack Obama hat sich erstmals zu einem rassistischen Video von Donald Trump geäussert.
    • Der frühere US-Präsident kritisiert fehlenden Anstand und Scham in der Politik.
    • Auch Republikaner wie Tim Scott verurteilten die Veröffentlichung.

    Der frühere US-Präsident Barack Obama hat sich erstmals zu einem rassistischen Video geäussert, das Amtsinhaber Donald Trump veröffentlicht hatte. In diesem werden Obama und seine Ehefrau Michelle Obama als Affen verunglimpft.

    In einem Interview mit dem Politik-Podcaster Brian Tyler Cohen sprach Obama von fehlender «Scham» und mangelndem «Anstand» in der Politik.

    «Zutiefst verstörend»

    Viele Amerikaner empfänden ein solches Verhalten als «zutiefst verstörend», sagte Obama. Es gebe eine «Clown-Show auf den sozialen Netzwerken und im Fernsehen».

    Ohne Trump namentlich zu nennen, erklärte er: «Es scheint keinerlei Scham mehr darüber bei Menschen zu geben, die einst dachten, dass es Anstand, einen Sinn für Anständigkeit und Respekt für das Amt geben sollte, richtig? Das ist verloren gegangen.»

    Obama zeigte sich überzeugt, dass ein solches Auftreten den Republikanern bei den Kongress-Zwischenwahlen schaden werde. «Letztlich wird die Antwort vom amerikanischen Volk kommen», sagte er.

    Das Video war am 5. Februar auf Trumps Plattform Truth Social veröffentlicht worden. Es behandelte angebliche Manipulationen bei der Präsidentschaftswahl 2020, die Trump gegen Joe Biden verlor.

    Am Ende waren die lachenden Köpfe der Obamas auf Affenkörpern vor Dschungelkulisse zu sehen. Das löste Empörung aus, Trump wurde Rassismus vorgeworfen.

    Kritik auch aus republikanischen Reihen

    Auch aus den eigenen Reihen kam Kritik. Der schwarze republikanische Senator Tim Scott sprach von «der rassistischsten Veröffentlichung, die sich dieses Weisse Haus je geleistet hat».

    Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sprach zunächst von «gespielter Empörung». Später entfernte das Weisse Haus das Video und erklärte, ein Mitarbeiter habe es «irrtümlich veröffentlicht».

    Trump sagte, er habe «nur den ersten Teil angesehen und nicht das ganze Video». Der Mitarbeiter sei nicht zur Verantwortung gezogen worden.

    Kommentare

    User #3038 (nicht angemeldet)

    Wenn ein Clown einen Zirkus führt hat das Publikum nichts zu lachen.

    User #4170 (nicht angemeldet)

    Linke und Grüne haben eben häufig keinen Sinn für Humor. Hehehe. LOL.

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