Gericht

Impfstoff bringt BioNTech und Moderna vor Gericht

Sandra Neumann
Sandra Neumann

USA,

Der Konflikt um den Corona-Impfstoff erreicht eine neue Stufe vor Gericht. BioNTech sieht zentrale Technologien seines Impfstoff systematisch verletzt.

Impfstoff
Patentstreit zwischen BioNTech und Moderna um mRNA-Technologien könnte die Zukunft vom Impfstoff maßgeblich beeinflussen. (Archivbild) - AFP

BioNTech hat in den USA Klage gegen Moderna wegen eines neuen Corona-Impfstoff eingereicht, berichten internationale Medien übereinstimmend. Laut «Der Standard» betrifft die Klage das Vakzin mNEXSPIKE, das als modernisierte Weiterentwicklung gilt.

Das Unternehmen aus Mainz wirft Moderna vor, geschützte mRNA-Technologien ohne Lizenz genutzt zu haben. Dem Bericht zufolge fordert BioNTech Schadenersatz sowie eine Beteiligung an künftigen Einnahmen.

Der Rechtsstreit knüpft an frühere Verfahren zwischen beiden Konzernen an, die bereits seit Jahren andauern. Beobachter sehen darin eine erneute Eskalation im Wettbewerb um die führende Rolle bei mRNA-Produkten.

Impfstoff im Mittelpunkt des Verfahrens

Der Konflikt konzentriert sich laut «EcoReporter» auf technische Details des neuen Moderna-Produkts. Besonders strittig ist demnach die Bauweise der mRNA-Sequenz sowie deren Stabilisierung.

Würdest du dich erneut mit einem Corona-Impfstoff impfen lassen?

BioNTech argumentiert, genau diese Elemente seien durch eigene Patente umfassend geschützt. Das Unternehmen sieht darin zentrale Innovationen, die den Erfolg moderner Technologien für den Impfstoff überhaupt erst ermöglichten.

Sollte ein Gericht die Vorwürfe bestätigen, könnte dies weitreichende Folgen für Produktion und Vertrieb haben. Branchenbeobachter halten sogar Anpassungen bestehender Lieferverträge für möglich.

Marktfolgen und Reaktionen

Moderna weist die Anschuldigungen zurück und betont laut «Die Zeit» die Eigenständigkeit seiner Forschung. Das Unternehmen kündigte an, sich gegen die Klage mit allen juristischen Mitteln zu verteidigen.

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Analysten sehen den Streit als wegweisend für neue mRNA-Anwendungen gegen Krebs und andere Krankheiten sowie für den künftigen Impfstoff. (Archivbild) - dpa

Analysten sehen in dem Verfahren einen Testfall für die Zukunft der mRNA-Technologie über Covid-19 hinaus. Beide Firmen investieren weiterhin stark in Anwendungen gegen Krebs und andere Krankheiten.

Der Ausgang könnte deshalb die Kräfteverhältnisse im globalen Biotech-Sektor langfristig beeinflussen. Investoren verfolgen den Streit aufmerksam, da erhebliche finanzielle Konsequenzen möglich erscheinen.

Kommentare

User #5037 (nicht angemeldet)

Wann kommt den jetzt die Zwangsimpfung in Kanton Sankt Galle häts?🙄

User #3962 (nicht angemeldet)

Sehr enttäuschende Kommentarspalte. Zur corona hochzeit wären zu dem Zeitpunkt schon über 100 Kommentare da. Das zeigt, wie unwichtig das Thema Corona geworden ist. Nur noch die Leute, welche immer noch in ihrer Skeptikerblase stecken, kommentieren hier weiterhin ihre Lügen und behauptungen ohne irgendwelche Belege.

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