Gericht

Ex-Präsident Duterte wegen vielfachen Mordes vor Gericht

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Niederlande,

Knapp ein Jahr nach seiner Festnahme ist das Vorverfahren beim Internationalen Strafgerichtshof gegen den Ex-Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte, eröffnet worden.

Rodrigo Duterte
Aktivisten halten Bilder des ehemaligen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte während einer Kundgebung hoch, bevor sie sich am Montag, dem 23. Februar 2026, an einem Veranstaltungsort in Quezon City auf den Philippinen eine Live-Übertragung von Dutertes Vorverhandlung aus Den Haag ansehen. - keystone

Die Ankläger werfen dem 80-Jährigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im staatlichen «Krieg gegen die Drogen» vor – insbesondere Mord und Mordversuche in 78 Fällen – darunter auch an Kindern von 2011 bis 2019. Duterte blieb der Anhörung ohne Angabe von Gründen fern – das ist zulässig.

Im Vorverfahren prüfen die Richter zunächst die Beweise darauf, ob sie zur Eröffnung des Hauptverfahrens ausreichen. Eine Entscheidung wird im Mai erwartet. Vor dem Gericht demonstrierten sowohl Anhänger als auch Gegner Dutertes.

Der stellvertretende Chefankläger Mame Mandiaye Niang nannte den Start des Verfahrens ein bedeutendes Signal für die Bevölkerung der Philippinen und das internationale Recht. «Es ist eine Erinnerung für alle Mächtigen, dass sie nicht über dem Recht stehen.»

Duterte soll der Anklage zufolge zunächst als Bürgermeister der Stadt Davao und später als Präsident nicht nur selbst Menschen getötet, sondern Morde auch angeordnet, geplant, finanziert und öffentlich gerechtfertigt haben. Duterte habe auch ein Kopfgeld auf mutmassliche Drogenkriminelle oder -süchtige ausgesetzt.

Der Ex-Präsident war im März 2025 auf Grundlage eines Haftbefehls des Strafgerichtshofs in Manila festgenommen und in die Niederlande ausgeflogen worden. Er hatte die Vorhaltungen als haltlos zurückgewiesen.

Duterte war von 2016 bis 2022 Präsident der Philippinen. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass sein erbarmungsloser Kampf gegen Drogenkriminalität bis zu 30.000 Menschen das Leben kostete. Verdächtige wurden oft ohne Prozess regelrecht hingerichtet.

Kommentare

User #2632 (nicht angemeldet)

Freisprechen!Super gemacht danke Presidente!

User #3785 (nicht angemeldet)

Ein gewisser Donald Trump soll genau hinhören.

Weiterlesen

Schweinswal
70 Interaktionen
Drama
leben
196 Interaktionen
«Dreist»

MEHR IN POLITIK

EU-Haushalt
Donald Trump Ballsaal
1 Interaktionen
Ballsaal
Im Irak

MEHR GERICHT

LGBT
33 Interaktionen
In Russland
x
1'438 Interaktionen
Vor Gericht
Justitia Statue
3 Interaktionen
Anschlag geplant

MEHR AUS NIEDERLANDE

König Willem-Alexander
6 Interaktionen
«Koningsdag»
World Press Photo
14 Interaktionen
Jahr 2026
Rodrigo Duterte
2 Interaktionen
Den Haag
Amsterdam