Hilfe, mein Hund hat ständig Hunger!

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Bern,

    Manche Vierbeiner sind immer auf der Suche nach dem nächsten Snack. Was das zu bedeuten hat und wie Besitzer gegensteuern können, liest du hier.

    hund immer hungrig
    Manche Hunderassen sind für ihren enormen Appetit bekannt – Beagle zum Beispiel. - Depositphotos

    Sicherlich kennst auch du einen Hund, der immer Hunger hat. Vielleicht ist es sogar dein eigener Vierbeiner, der dich ständig bettelnd ansieht, wenn du am Essenstisch Platz nimmst?

    Aber warum haben manche Vierbeiner gefühlt rund um die Uhr Appetit – und wie lässt sich das abstellen?

    Der Fall vom immer hungrigen Hund

    Hunde sind extrem soziale Wesen und die meiste Zeit haben wir sie gerne um uns. Aber wenn dein Hund auch beim Essen am liebsten auf deinen Schoss kriechen will, kann das ziemlich nervig sein.

    Viele Hundebesitzer stellen sich die Frage, warum ihr Hund immer hungrig ist. Liegt es an der Rasse, oder ist unstillbarer Hunger vielleicht sogar ein Zeichen von Langeweile?

    Ursachen für übermässigen Hunger

    Einige Hunderassen sind von Natur aus gierig. Labradore, Beagles und Cocker Spaniels sind bekannt dafür, dass sie immer auf der Suche nach Futter sind.

    Der ausgeprägte Appetit dieser Rassen wird unter anderen durch genetische Faktoren geprägt. Manchmal ist aber auch der Kontext ein Anlass für Hunde, ständig auf Futtersuche zu sein: Wo in einem Haushalt mehrere Hunde zusammenleben, kann ständiges Betteln das einzige Mittel sein, um bei der Nahrung nicht zu kurz zu kommen.

    hund immer hunger
    Falsche Erziehung: Wer seinen Hund am Tisch füttert, muss sich nicht wundern, wenn dieser die Extramahlzeit irgendwann hartnäckig einfordert. - Depositphotos

    Auch eine nachlässige Erziehung ist ein möglicher Grund für bettelnde Hunde am Tisch. Dem Hund wird so signalisiert, dass auch er Anrecht auf Futter hat, sobald sein Mensch Nahrung zu sich nimmt.

    Fütterungsempfehlungen überprüfen

    Um sicherzustellen, dass dein Hund genug Futter bekommt, solltest du die Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung deines Hundefutters beachten. Diese Richtlinien sind jedoch nur allgemeine Anhaltspunkte.

    Jeder Hund hat individuelle Bedürfnisse, die von Faktoren wie Alter, Gewicht und Aktivitätslevel abhängen. Achte übrigens auch darauf, dass dein Hund nicht zu viel Futter erhält, da dies zu Übergewicht führen kann.

    Ein gesunder Hund sollte sein Futter in der Regel vollständig fressen und danach nicht mehr nach mehr verlangen.

    Gesunde Snacks und Füllstoffe

    Wenn dein Hund ständig hungrig ist, kann eine ballaststoffreiche Ernährung helfen. Hochwertige Hundefutter mit einem hohen Ballaststoffanteil, wie Haferflocken, sorgen dafür, dass dein Hund länger satt bleibt.

    Du kannst auch gesunde Snacks wie Karotten, Brokkoli oder grüne Bohnen anbieten. Diese Gemüse sind kalorienarm und helfen, das Volumen der Nahrung zu erhöhen, ohne die Kalorienzahl zu steigern.

    So fühlt sich dein Hund satt, ohne dass er übergewichtig wird.

    Die richtige Menge an Leckerli

    Leckerlis sind eine tolle Möglichkeit, deinen Hund zu belohnen, sollten aber in Massen gegeben werden. Idealerweise sollten Leckerli nicht mehr als 10 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme deines Hundes ausmachen.

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    In der täglichen Gesamtfuttermenge des Hundes sollten auch Leckerli mit eingerechnet werden, sonst droht Übergewicht. - Depositphotos

    Achte darauf, dass du die Kalorien der Leckerli in die Gesamtmenge des Futters einrechnest. Wenn du deinem Hund gesunde Snacks wie Gemüse gibst, kannst du die Kalorienzufuhr reduzieren und gleichzeitig seine Zufriedenheit erhöhen.

    Futterverhalten anpassen

    Um das Futterverhalten deines Hundes zu regulieren, kannst du verschiedene Fütterungsmethoden ausprobieren. Futterspielzeuge oder Puzzle-Futterspender sind eine grossartige Möglichkeit, um das Fressen zu verlangsamen und gleichzeitig die geistige Aktivität deines Lieblings zu fördern.

    Wenn du kein spezielles Futterspielzeug hast, kannst du das Futter einfach im Garten verstreuen oder in der Wohnung verstecken. So wird das Fressen zu einer spannenden Herausforderung, und dein Hund wird bestens beschäftigt sein.

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    Kommentare

    User #6350 (nicht angemeldet)

    Wenn mein Hund - neben dem normalen Trockenfutter - mal etwas Besonderes bettelt, dann erhält er ein halbes dickes Rüebli. Dieses zerknabbert er dann genüsslich als wär’s ein Stück Knochen mit Fleisch.

    User #3368 (nicht angemeldet)

    Auch ich kenne das. Unsere Nachbarin hat einen Border Collie und vorher inen Appenzell/Entlebucher Hund. Beide sind und waren anscheinend nie satt. Meine Nachbarin hat sie super erzogen, am Tisch gabs nie etwas und wenn sie Gäste hatte, wies sie auch darauf hin und konnte richtig hässig werden, wenn man sich nicht daran hielt. Die Hunde bekamen und bekommt wirklich genug und dennoch, Cleo kann anscheinend den ganzen Tag essen, sie rennt jedem Krümelchen, was beim Kochen herunterfällt hinterher. Ich denke auch immer, jesses wird der Hund denn nie satt.

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