Viele Schweizer zieht es im Sommer nach Italien. Maria Elena Rossi, von der italienischen Zentrale für Tourismus sagt, welche Regionen besonders gefragt sind.
Venedig Tourismus
In Venedig wurden die öffentlichen Trinkbrunnen abgestellt. - Unsplash
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Das Wichtigste in Kürze

  • Italien rechnet mit einem Ansturm an Gästen aus der Schweiz.
  • Ein wichtiges Indiz dafür ist die Auswertung der Google-Suche.
  • Besonders beliebt sind Mailand, Rimini, Rom und Venedig.

Nach zwei Pandemie-Sommern zieht es dieses Jahr viele Schweizer ans Meer. Zu den beliebtesten Destinationen gehört dabei Italien. Beim südlichen Nachbarn rechnet man mit einem grossen Ansturm.

Maria Elena Rossi, von der Italienischen Zentrale für Tourismus ENIT sagt, welche Regionen besonders gefragt sind. Und auch, wie man am bequemsten anreist.

Nau.ch: Welche italienischen Städte und Regionen stehen bei Schweizern heuer besonders hoch im Kurs?

Maria Elena Rossi: Auswertungen des Nationalen Statistischen Amt für Tourismus zeigen, dass Schweizer online vor allem nach Mailand, Rimini, Rom und Venedig suchen.

Nau.ch: Wie viele Schweizer Gäste erwarten Sie?

Maria Elena Rossi: Viele (lacht). Wie viele es genau sein werden, werden wir dann sehen. Wir wissen aber, dass das Interesse an Italien in diesem Jahr sehr gross ist. Das zeigen beispielsweise die Auswertungen der Google-Suche.

Ligurien Urlaub Italien
An Stränden in Italien, wie hier in Ligurien, dürfte man dieses Jahr auch auf viele Schweizer treffen. - Pixabay

Die Schweiz zählte zuletzt zu jenen Ländern mit den meisten Suchanfragen nach einer Unterkunft in Italien.

Nau.ch: Was empfehlen Sie jenen, die noch nichts gebucht haben?

Maria Elena Rossi: Zu empfehlen sind kleine Dörfer abseits der Hauptpfade. Man findet diese beispielsweise auf der Webseite «borghi piu' belli d’italia». Sie sind der perfekte Weg, um die einzigartige italienische Landschaft zu erleben.

Wer gerne Aktivferien macht, für den ist sicherlich die Via Francigena, die Strasse nach Rom, etwas. Wer nicht wirklich im Sommer vereisen muss, dem lege ich die Nebensaison ans Herzen.

Nau.ch: Nachhaltigkeit ist das Wort der Stunde. Was können Touristen in Italien in Bezug auf sanftes Reisen erwarten?

Maria Elena Rossi: Eines der spannendsten und einzigartigsten Projekte ist «Alberghi Diffusi». Es ist ein Konzept, um um kleine, historische italienische Dörfer und Stadtzentren abseits der üblichen Touristenpfade wieder zu beleben.

Ein «Albergo Diffuso» ist ein Hotel, das durch die Vernetzung von benachbarten, bereits bestehenden Häusern entsteht. Die Strassen werden zu Hotelfluren, die die einzelnen Unterkünfte verbinden, die Piazza zum Salon und Aufenthaltsraum.

Elena Rossi ENIT
Maria Elena Rossi freut sich, dass zahlreiche Schweizer diesen Sommer wieder in Italien verbringen. - zVg

Zum Frühstück trifft man sich in der lokalen Bäckerei, das Abendessen wird in der Trattoria um die Ecke serviert. Einheimische und Gäste sitzen ganz selbstverständlich nebeneinander und essen die gleichen regionalen Gerichte.

Nau.ch: Was können Sie in Sachen Nachhaltigkeit sonst noch empfehlen?

Maria Elena Rossi: Da würde es noch vieles geben. Beispielsweise die Verbesserung der «Sharing Economy»-Systeme in Grossstädten wie beispielsweise E-Mobilität, Bike-Sharing, Elektroroller. Zudem möchten wir, dass unsere Gäste mehr mit dem Zug anreisen.

Nau.ch: Mit dem Zug?

Maria Elena Rossi: Nach Italien fährt man am besten im Zug. Wir können uns in Sachen Zugreisen zwar nicht mit der Schweiz messen. Aber wir haben in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte gemacht. Überzeugen Sie sich selbst.

Die Anreise mit dem Zug ist auch viel entspannter. Sie können die Dolomiten, Weinberge, das Mittelmeer, Wälder, bunte Dörfer und vieles mehr geniessen.

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