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Aussichtsplattform schliesst nach viralem Instagram-Post

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Australien,

Ein Sonnenuntergang, ein Instagram-Post – und ein Naturparadies gerät aus dem Gleichgewicht.

Lincoln’s Rock
Für ein Foto wie dieses müssen sich Touristen vorerst gedulden – Der Lincoln’s Rock in den australischen Blue Mountains bleibt bis auf Weiteres gesperrt. - Unsplash, Mathilde Fouque

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Social-Media-Post machte den Lincoln’s Rock in Australien vom Geheimtipp zum Hotspot.
  • 2023 postete Blackpink-Star Jennie Kim ein Sunset-Video vom Lincoln's Rock.
  • Mit fast 90 Millionen Followern machte sie aus dem Felsen einen überlaufenen Touristenort.

Dass ein einziger Beitrag in den sozialen Medien reicht, um einen Geheimtipp in einen Touristenhotspot zu verwandeln, zeigt der Lincoln's Rock in Australien.

Der K-Pop-Star Jennie Kim, Mitglied der koreanischen Girlgroup Blackpink, postete im Sommer 2023 ein Video, wie sie am Klippenrand des Lincoln's Rock ihre Beine im Sonnenuntergang baumeln lässt (siehe unten).

Mit ihren knapp 90 Millionen Followern veränderte sie die bisher überschaubare Anzahl an Besuchern auf dem Felsen in eine Touristenmasse, für die der Ort nicht ausgelegt ist.

Warst du schon einmal in Australien?

Ein Anwohner der Region sagt gegenüber «CNN», dass die Touristen nicht mehr kommen, um die Aussicht zu geniessen, sondern lediglich, um dasselbe Foto wie der K-Pop-Star zu schiessen. Seither sei die Besucherzahl sprunghaft angestiegen. Zu Spitzenzeiten würden bis zu 3000 Personen am Tag den Felsen besuchen. Laut den Behörden vor Ort ist der Ansturm auf dieses Video zurückzuführen – der Beitrag erhielt 4,6 Millionen Likes.

3000 Besucher – 16 Parkplätze

Der Felsvorsprung liegt rund zwei Autofahrstunden westlich von Sydney und bietet einen ungehinderten Ausblick über das Jamison Valley sowie die umliegenden Blue Mountains mit ihren Eukalyptusbäumen. Das Gebirge ist ein von der Unesco anerkanntes Weltnaturerbe und besteht aus acht Schutzgebieten und beheimatet unter anderem die sehr seltenen Rabenkakadus, die Menschen meiden.

Die Gegend um das Plateau zählte zu den ruhigeren Orten in der Region und wurde bisher nicht touristisch ausgebaut. Die Zufahrtsstrasse ist zwar zweispurig, aber enorm schmal – Parkplätze gibt es gerade mal 16 Stück. Mit dem Touristenansturm kamen bei den lokalen Behörden nie dagewesene Sicherheitsängste und Umweltbedenken auf. Vor diesem Hintergrund wurde der Zugang zum Felsen vorübergehend gesperrt.

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Man wolle an einem langfristigen Plan arbeiten, so die Behörden. Derzeit würden verschiedene Optionen geprüft, wie man die Touristenströme lenken und gleichzeitig den Schutz der Umwelt gewährleisten kann. Zur Sprache stehen unter anderem eine Absperrung der gefährlichsten Bereiche und die Einführung von zeitlich begrenzten Zutrittszeiten.

Es ist nicht das erste und bestimmt nicht das letzte Mal, dass ein praktisch unbekannter Ort über Nacht zum Ziel für Touristenmassen wird.

Das 420-Seelen-Dorf Iseltwald am Brienzersee wurde nach der Veröffentlichung der koreanischen Netflix-Serie «Crash Landing on You» von tausenden Besucherinnen und Besuchern aus Südkorea überrannt.

Fotomotiv war ein bestimmter Bootssteg am Brienzersee, auf dem der Hauptdarsteller der Serie Klavier spielte. Das Dorf errichtete daraufhin ein kostenpflichtiges Drehkreuz, um die Touristenströme zu steuern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

Kommentare

User #5037 (nicht angemeldet)

In Australien gibt es sehr viele sehr giftige Tierchen….nid so mein Ding. Ausserdem ist es dort zu heiss…..auch nicht mein Ding.🫤

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