Weiterbildung: So optimieren Sie Ihr LinkedIn-Profil
Sie haben Ihre Weiterbildung abgeschlossen, aber Ihr LinkedIn-Profil zeigt noch den bisherigen Stand? Für die Jobsuche sind gezielte Änderungen wichtig.

Das Wichtigste in Kürze
- Ergänzen Sie neue Abschlüsse zeitnah auf LinkedIn, einschliesslich Titel und Zertifikat.
- Greifbare Projekte beeindrucken Rekrutierende stärker als nichtssagende Schlagworte.
- Halten Sie Ihr Profil stets aktuell, um mögliche Jobchancen nicht zu verpassen.
Eine Weiterbildung verlangt einen beträchtlichen Einsatz an Zeit, finanziellen Mitteln und persönlicher Energie für die berufliche Entwicklung.
Dieser Einsatz sollte auch auf den Plattformen erkennbar sein, auf denen Personalverantwortliche und Rekrutierende geeignete Fachkräfte suchen.
In der Schweiz zählt LinkedIn zu den bedeutendsten beruflichen Netzwerken und dient zahlreichen Unternehmen als Instrument zur Personalgewinnung.
Wer sich dort gut präsentiert, hat deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Mit einigen wenigen Kniffen können Sie Ihr LinkedIn-Profil selbst anpassen.
Mit dem Profilslogan einen ersten Eindruck vermitteln
Unmittelbar unter Ihrem Namen steht der Profilslogan, der anderen Mitgliedern beim Besuch Ihres Profils zuerst auffällt. Er muss sich nicht auf Ihre gegenwärtige Position beschränken. Auch die zusätzliche Qualifikation lässt sich dort kurz und nachvollziehbar mit geeigneten Suchbegriffen unterbringen. «Projektleiterin mit CAS in Digital Marketing» vermittelt beispielsweise sofort den fachlichen Hintergrund und die angestrebte Entwicklungsrichtung.

Prüfen Sie nach dem Abschluss ebenfalls Ihr Porträt und das Hintergrundbild, denn beide beeinflussen die erste Wahrnehmung erheblich. Gegenüber einer Ferienaufnahme oder einem mehrere Jahre alten Foto vermittelt ein zeitgemässes, gut beleuchtetes Porträt mehr Professionalität. Keine Fotos da? Lassen Sie einfach welche machen. Zur Not reicht auch ein Handyfoto. Ohne Foto wirkt das Profil oft unseriös.
Die neue Qualifikation richtig erfassen
Tragen Sie den erworbenen Abschluss unter «Ausbildung» ein. Abhängig von Umfang und Art der Weiterbildung eignet sich alternativ die Kategorie «Bescheinigungen und Zertifikate».
Verwenden Sie unbedingt die vollständige, offizielle Bezeichnung, damit Personalverantwortliche die Qualifikation zutreffend zuordnen können. Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt werden ein CAS, ein eidgenössischer Fachausweis und ein Diplom einer höheren Fachschule jeweils unterschiedlich gewichtet.
Ergänzen Sie zur Bildungsinstitution das Jahr des Abschlusses sowie eine knappe Zusammenfassung der zentralen Lerninhalte. Zahlreiche Schulen bieten zudem digitale Zertifikate an, die sich unkompliziert mit Ihrem LinkedIn-Profil verbinden lassen.
Tipp: Einige digitale Zertifikate kann man mit nur wenig Aufwand bei LinkedIn erhalten.
Weiterbildung: Fähigkeiten durch praktische Arbeiten belegen
Unter «Kenntnisse» können Sie die hinzugewonnenen Fähigkeiten eintragen, beispielsweise den Umgang mit einer Projektmethode, Sprachkenntnisse oder die Nutzung einer Software. Beschränken Sie sich dabei auf besonders relevante Kompetenzen.
Eine lange Sammlung allgemeiner Begriffe vermittelt dagegen kaum ein aussagekräftiges Bild Ihrer Fähigkeiten. Lassen Kolleginnen, Kollegen oder Lehrpersonen diese Kenntnisse bestätigen, gewinnen Ihre Angaben und damit Ihr Profil an Glaubwürdigkeit.

Mehr Aussagekraft als einzelne Schlagworte haben nachvollziehbare Resultate aus der Weiterbildung. Stellen Sie etwa Ihre Abschlussarbeit, eine bearbeitete Fallstudie oder ein praktisches Projekt unter «Im Fokus» beziehungsweise «Projekte» verständlich vor.
Die Profilbeschreibung überarbeiten
In der Profilinformation können Sie Ihren beruflichen Werdegang über wenige Absätze hinweg verständlich darstellen und klare Schwerpunkte setzen. Nach einer abgeschlossenen Weiterbildung empfiehlt sich eine umfassende Neufassung.
Die zusätzliche Qualifikation lediglich am Schluss zu ergänzen, schöpft die Möglichkeiten dieses Bereichs kaum aus. Bewährt hat sich eine Gliederung, die bisherige Erfahrungen, hinzugewonnene Fähigkeiten und berufliche Vorhaben für die kommenden Jahre verbindet.
Berufliche Kontakte lebendig halten
Damit Ihr aktualisiertes Profil seine volle Wirkung erzielt, sollte auch Ihr Netzwerk von den Neuerungen erfahren. Veröffentlichen Sie einen kurzen Beitrag über den Abschluss und erläutern Sie darin Ihre wichtigsten Erkenntnisse.

Behalten Sie ausserdem die während der Weiterbildung entstandenen Kontakte im Blick. Mitstudierende und Dozierende sind häufig in ihrem Berufsfeld tätig und wissen von unbesetzten Positionen.
Vernetzen Sie sich deshalb nach dem Lehrgang gezielt mit diesen Personen und führen Sie den fachlichen Dialog weiter.















