Weiterbildung

    Benedict

    Weiterbildung: So arbeiten Sie im Team richtig zusammen

    Redaktion
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    Bern,

    Die einen lieben Teamarbeit, andere meiden sie, wo es nur geht. Woran das liegt und warum gute Zusammenarbeit kein Zufall ist?

    Weiterbildung
    in Team bei einer gemeinsamen Besprechung im Büro. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Teamarbeit scheitert oft an unklaren Rollen und fehlender Kommunikation im Alltag.
    • Passende Kurse helfen, diese Fähigkeiten im Berufsalltag gezielt zu stärken.
    • Dank einer Weiterbildung kann das Team gestärkt werden.

    In vielen Stellenausschreibungen findet sich heute der Begriff «Teamfähigkeit». Was so selbstverständlich klingt, sorgt im Arbeitsalltag jedoch regelmässig für Reibung. Manche Menschen blühen in der Gruppe regelrecht auf. Andere arbeiten lieber konzentriert für sich und fühlen sich im Team eher gebremst.

    Beides ist normal und muss nichts mit fehlender Motivation oder mangelnder Kompetenz zu tun haben. Entscheidend ist vielmehr, ob die Zusammenarbeit klar organisiert ist und alle Beteiligten wissen, was von ihnen erwartet wird. Eine gezielte Weiterbildung kann dabei helfen, sich ins Team einzufühlen.

    Arbeiten Sie gerne im Team?

    Warum Teamarbeit oft schwieriger ist als gedacht

    Die Gründe für Spannungen im Team sind selten spektakulär, dafür umso hartnäckiger und oft über Monate hinweg spürbar. Häufig fehlen klare Zuständigkeiten, sodass Aufgaben doppelt erledigt werden oder am Ende ganz liegen bleiben.

    Hinzu kommen unterschiedliche Arbeitsstile, die schnell aufeinanderprallen, etwa wenn eine Person gerne plant und die andere lieber spontan reagiert. Auch Hierarchien spielen eine Rolle, weil sich längst nicht alle trauen, Kritik gegenüber Vorgesetzten offen anzusprechen.

    Teamarbeit
    Unterschiedliche Erwartungen und unklare Zuständigkeiten können im Team zu Spannungen führen. - Depositphotos

    Seit der Pandemie sehen sich viele Teams nur noch an einzelnen Tagen im Büro. Wie die Fachhochschule Nordwestschweiz in ihrer 2025 veröffentlichten «FlexWork Trendstudie 2024» zeigt, nehmen manche mobil Arbeitenden dabei Nachteile wahr.

    Je nach Aussage sehen 20 bis 30 Prozent weniger sozialen Austausch, schlechteren Wissensaustausch oder eine erschwerte Integration neuer Kolleginnen und Kollegen. Zwischen 40 und 50 Prozent verneinen die jeweiligen Aussagen.

    Neue Arbeitsformen verlangen neue Fähigkeiten

    Gleichzeitig verändert sich die Art und Weise, wie Teams organisiert sind und was von den Mitarbeitenden verlangt wird. Laut derselben Studie kommen bei rund einem Drittel der Erwerbstätigen Arbeitsmethoden und Organisationsformen zum Einsatz, die die Verantwortung neu verteilen sollen. Am weitesten verbreitet sind dabei Kanban mit elf Prozent und Scrum mit acht Prozent der Befragten.

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    Zwei Mitarbeitende organisieren Aufgaben mit farbigen Notizzetteln an einem Kanban-Board. - Depositphotos

    Solche Ansätze funktionieren allerdings nur, wenn alle Beteiligten die Regeln kennen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wer nie gelernt hat, Aufgaben selbstständig zu priorisieren oder Konflikte sachlich zu lösen, kann hier rasch an seine Grenzen stossen.

    Die Forschenden stellen zudem fest, dass Beschäftigte mit solchen Arbeitsformen tendenziell zufriedener sind und sich stärker ans Unternehmen gebunden fühlen. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass die Arbeitsformen allein diese Unterschiede verursachen.

    Weiterbildung: Viele bilden sich länger nicht weiter

    Obwohl die Anforderungen im Berufsalltag steigen, bilden sich längst nicht alle Erwachsenen regelmässig weiter.

    Wie das Bundesamt für Statistik in einer Auswertung von 2024 zeigt, hatten 29 Prozent der 25- bis 64-Jährigen seit mindestens fünf Jahren keine Weiterbildung besucht. Die Angaben beziehen sich auf die ständige Wohnbevölkerung, nicht nur auf Erwerbstätige.

    Bei Personen zwischen 55 und 64 Jahren waren es 39 Prozent, bei Menschen mit tiefem Bildungsstand 52 Prozent. admin.ch

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    Im Gespräch mit der vorgesetzten Person lassen sich Weiterbildungsziele und mögliche Unterstützung klären. - Depositphotos

    Viele Befragte begründen ihren Verzicht damit, dass sie keinen Weiterbildungsbedarf sehen. Andere würden sich gerne weiterbilden, können dies aber beispielsweise aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht.

    Gerade bei sozialen Kompetenzen lohnt es sich, die eigene Einschätzung gelegentlich zu hinterfragen. Wer seit Jahren im gleichen Team arbeitet, übersieht möglicherweise, wie sich Abläufe, Werkzeuge und Erwartungen schleichend verändert haben.

    Welche Weiterbildung im Team wirklich hilft

    Nicht jeder Kurs bringt ein Team spürbar weiter, auch wenn das Programm auf dem Papier überzeugend wirkt. Sinnvoll sind Angebote, die konkrete Situationen aus dem Arbeitsalltag aufgreifen und genügend Raum für praktische Übungen lassen.

    Dazu gehören Kurse in Kommunikation und Feedback, in denen man lernt, Kritik klar und zugleich respektvoll zu formulieren. Ebenso nützlich sind Schulungen zu Konfliktlösung, zur Moderation von Sitzungen oder zu agilen Methoden wie Scrum und Kanban.

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    Weiterbildung neben dem Beruf ist zwar herausfordernd, aber nicht unmöglich. - Depositphotos

    Führungskräfte können von Lehrgängen in Führung profitieren, die viele Fachhochschulen als CAS berufsbegleitend anbieten. Für den Einstieg eignen sich auch kurze Seminare von ein bis zwei Tagen. Es kann hilfreich sein, wenn mehrere Teammitglieder denselben Kurs besuchen. So kann das gelernte zusammen umgesetzt werden.

    So gelingt der Einstieg

    Bevor man sich für ein Angebot entscheidet, lohnt es sich, die eigene Rolle im Team ehrlich zu reflektieren. Hilfreich ist dabei die Frage, in welchen Situationen es regelmässig hakt.

    Sei es bei Absprachen, Entscheidungen oder dem Umgang mit Kritik. Im nächsten Schritt empfiehlt sich ein Gespräch mit der Vorgesetzten bzw. dem Vorgesetzten, beispielsweise im Rahmen des jährlichen Mitarbeitergesprächs.

    Büro
    Persönliches Gespräch im Büro über berufliche Entwicklung und Feedback. - Depositphotos

    Einige Arbeitgeber beteiligen sich an den Kosten, wenn die Weiterbildung einen klaren Bezug zur Stelle hat.

    Dabei kann eine Vereinbarung vorgesehen sein, die im Falle eines späteren Austritts eine Rückzahlung unter bestimmten Bedingungen regelt.

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